Daimler: Betriebsräte fordern mehr Mitbestimmung bei Leiharb

Es soll ja noch welche geben die da ihren Job machen.
Erwähnen wir sie und machen ihnen Mut

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Daimler: Betriebsräte fordern mehr Mitbestimmung bei Leiharb

Beitragvon macdet » Fr, 19 Okt 2007 11:05 +0000

Daimler: Betriebsräte fordern mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit 18.10.2007

"Nicht genug Stammpersonal an Bord": Erich Klemm.

Die Betriebsräte von Daimler haben am Donnerstag in Sindelfingen mehr Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Leiharbeitern gefordert. Die über 400 Betriebsräte aus allen Werken der Daimler AG forderten die politischen Parteien auf, in dieser Frage die Rechte der Betriebsräte zu stärken. Gesetzliche Änderungen sollten sicherstellen, dass Leiharbeit wieder allein der Flexibilisierung der Arbeitszeit in den Betrieben diene und nicht die Stammbeschäftigung ersetze, heißt es in der Resolution.

Nach Angaben des Betriebsrates stand in der Diskussion mit dem Vorstand die angespannte Personalsituation aufgrund des Personalabbaus in den Daimler-Werken im Vordergrund. So müssten derzeit in den Pkw-Werken Sindelfingen, Untertürkheim und Rastatt zusätzliche Leiharbeiter beschäftigt werden, um die Besetzung der Arbeitsplätze in der Produktion sicher zu stellen. Kritisiert wurde zudem das dauerhafte Überschreiten der in der Zukunftssicherung 2012 vereinbarten Quoten für Leiharbeit. Die Betriebsräte machten deutlich, dass eine Öffnung der Vereinbarung nur dann in Frage käme, wenn gleichzeitig eine Übernahme der Auszubildenden gewährleistet und den Leiharbeitern bei Schichtzuschlägen die gleiche Entlohnung wie den Stammbeschäftigten garantiert werde.

Für die Daimler AG haben die Betriebsräte schon bei früheren Verhandlungen erreicht, dass bei Leiharbeit "eine mengenmäßige Beschränkung auf vier Prozent der direkten Arbeitskräfte im Betrieb, maximal 2.500 gewerbliche Zeitarbeitnehmer" festgelegt worden sei. Erich Klemm, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende im Daimler-Konzern sagte: "Solange dauerhaft Leiharbeiter im Unternehmen beschäftigt sind, ist klar, wir haben nicht genug Stammpersonal an Bord." In dieser Situation sei es unumgänglich, dass alle Auszubildenden fest übernommen werden. (dpa)
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Daimler-Chrysler droht Arbeiter mit Entlassung wegen kritisc

Beitragvon macdet » Fr, 19 Okt 2007 11:06 +0000

Daimler-Chrysler droht Arbeiter mit Entlassung wegen kritischem Beitrag auf Betriebsversammlung
Die Entlassungsdrohung gegen Georg Reinert muss sofort zurückgenommen werden!

* Die Personaldirektion von Daimler-Chrysler Düsseldorf hat dem Schweißer Georg Reinert (25 J.) am 28.11.01 eine Verwarnung mit Androhung der Entlassung wegen angeblicher Störung des Betriebsfriedens ausgesprochen. Georg Reinert hatte sich auf der Betriebsversammlung am 18.09.01 im Anschluss an Gedenkminuten für die unschuldigen Opfer des reaktionären Terroranschlags vom 11. September in der Aussprache kritisch zu einem drohenden Krieg der USA geäußert.
* Es ist entschieden zurückzuweisen, dass der Kollege Reinert für die Wahrnehmung des Rechts auf freie Meinungsäußerung nachträglich abgestraft werden soll. Daimler-Chrysler macht sich damit zum Vorreiter des Abbaus demokratischer Rechte und Freiheiten. Unabhängig von unterschiedlichen Ansichten über den Krieg muss aber das Recht verteidigt werden, sich dazu kritisch zu äußern und zur demokratischen Meinungsbildung der Belegschaft beizutragen.
* Inzwischen haben sich die Befürchtungen durch den Krieg der USA in Afghanistan bestätigt. Durch die Bombardements und Massaker wurden Tausende unschuldiger Menschen getötet. Auch sie haben Mahnminuten verdient. Zu Recht fordert die IG Metall den sofortigen Stopp des Bombardements - auch wenn das Bundeskanzler Schröder nicht passt. Frieden jetzt! Keine Unterstützung des Kriegs durch die Bundesregierung!
* Wir lehnen es ab, dass Daimler-Chrysler die Lasten der beginnenden Weltwirtschaftskrise mit 4-Tage-Woche, Auslaufen der befristeten Arbeitsverträge auf unsere Kosten abwälzt. Für die wirtschaftliche Entwicklung sind nicht die Arbeiter verantwortlich! Wir brauchen eine kräftige Erhöhung unserer Löhne und Gehälter. Arbeitsplätze für uns und unsere Kinder! Festeinstellung aller Kollegen mit befristeten Arbeitsverträgen! Für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich!

Wir rufen jede Kollegin und jeden Kollegen in den Abteilungen, Auszubildende und ihre Jugendvertreter, Vertrauensleute der IG Metall und Betriebsräte dazu auf, die Forderung zu unterstützen:

* Sofortige Rücknahme der Entlassungsdrohung gegen Georg Reinert!
* Für das Recht auf freie Meinungsäußerung!
* Für das Recht auf freie gewerkschaftliche und politische Betätigung im Betrieb!
http://www.labournet.de/solidaritaet/re ... nert3.html
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