Bundeswehr: Hauptmann d. Kommandos Spezialkräfte Calw drohte

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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Bundeswehr: Hauptmann d. Kommandos Spezialkräfte Calw drohte

Beitragvon Tom » Di, 01 Apr 2008 12:55 +0000

Freie Meinungsäusserung in der Bundeswehr wurde offensichtlich nicht gewünscht. Stattdessen gab es miese e-mails und rummobberei.
Wirkliche Strafen gegen die Täter ?
Fehlanzeige !

Süddeutsche Zeitung online am 27.03.2008:

Oberstleutnant Jürgen Rose stand seit fast 31 Jahren als Soldat im Dienste der Freiheit und des Fiedens.
Die Aufgaben der Bundeswehr gefielen ihm nach 31 Dienstjahren nicht mehr so gut, und das machte Rose, 49, auch deutlich, wann immer es ging.
Er schrieb Artikel in der linken Wochenzeitung Freitag und anderswo:
Gegen die Wehrpflicht, gegen den "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg" im Irak, gegen die "Feigheit" der Generalität.
Er war Sprecher der kritischen Soldatenvereinigung "Darmstädter Signal", einer Gruppe von etwa 200 aktiven und ehemaligen Soldaten, die sich gegen Kampfeinsätze engagieren. Rose wusste, dass er sich mit seinen Aktionen nicht bei jedem Kameraden beliebt macht.

Die Sprache einer E-Mail, die er im Sommer 2007 bekam, hatte ihn dann aber doch schockiert.
Ein Hauptmann des Kommandos Spezialkräfte (KSK) in Calw schrieb ihm: "Ich beurteile Sie als Feind im Inneren und werde mein Handeln daran ausrichten, diesen Feind im Schwerpunkt zu zerschlagen."
Er drohte:
"Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht."

Gegen den KSK-Hauptmann wurde eine einfache Disziplinarmaßnahme verhängt, die von einem Eintrag in die Personalakte bis zu einigen Tagen Arrest reichen kann.

Rose war das nicht genug.
Er wandte sich an den Wehrbeauftragten des Bundestags Reinhold Robbe, der die Strafe "völlig unzureichend" fand und die Bundeswehr drängte, die Maßnahme durch eine höhere Dienststelle erneut überprüfen zu lassen.
Dies sei geschehen, teilte das Heeresführungskommando mit, und der Fall sei mittlerweile "ohne Beanstandung abgeschlossen worden".
Der Wehrbeauftragte des Bundestages wusste davon noch nichts, man habe noch auf eine Antwort des Verteidigungsministeriums gewartet.

Rose selbst wollte seinen Protest ohnehin nicht einstellen.
Vor dem Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg sollte erkämpft werden, auch als Soldat behaupten darf, dass die Bundeswehr aus "Opportunismus, Feigheit und Skrupellosigkeit" den Krieg im Irak unterstütze.
Im Jahr 2007 ließ er sich aus Gewissengründen versetzen, er wollte nicht länger an der logistischen Unterstützung der deutschen Tornados in Südafghanistan mitwirken.
Rose musste in einem Büro mit Gummibaum arbeiten und seit dem wurde die Sauberkeit in den Liegenschaften der Bundeswehr seine Zuständigkeit.


Hierzu auch der Beitrag:
Tomburg Bundeswehrkaserne Rheinbach: Krieg im Büro


Ich meine, Mobbing, Korruption, und Arbeitsschutz muss Wahlkampfthema werden.

Gruss
Tom
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Tom
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