Hilchenbacher Bauhof

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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Hilchenbacher Bauhof

Beitragvon Tom » Mo, 24 Nov 2008 4:53 +0000

Was muss noch geschehen, damit Mobbing-Opfer als Opfer anerkannt werden ...

Der Westen online am 30.10.2008:
Die Polizei durchsuchte Privatwohnungen und Arbeitsplatz von vier Bediensteten des Hilchenbacher Bauhofs und die Polizei hatte im Rathaus Unterlagen beschlagnahmt.
Die Beschuldigten sollen einen Kollegen über Jahre gequält und misshandelt haben.
„Insgesamt nicht einfach” meinte Oberstaatsanwalt Johannes Daheim die Ermittlungen:
„Es fragt sich ja jeder, wieso das über Jahre nicht angezeigt worden ist.”
Angst dürfte den 28-jährigen Landschaftsgärtner wohl getrieben haben, immer wieder Dienstunfälle vorzutäuschen.
„Wenn du was sagst, schlagen wir dich tot”:
Diese Drohung soll wirkungsvoll eingeschüchtert haben.
„Aber ich will doch noch ein bisschen leben”, erklärte der Bauhofmitarbeiter später seinen Angehörigen, warum er geschwiegen hat.
„Unter Onkel Adi”, gemeint war Adolf Hitler, „hätte man dich längst umgelegt” - auch das habe der Mann zu hören bekommen, der als Kind mit dem Fahrrad verunglückt ist und daher heute noch leicht beeinträchtigt ist.
Nicht zum ersten Mal war der 28-Jährige mit Verletzungen nach Hause gekommen.
Die Narben auf dem Rücken erklärte er damit, zwischen zwei Lkw geraten zu sein.
Die blutigen Hände habe er sich beim Pflastern geholt.
Am 08.07.2008, kam der Mann in einem Zustand in eine Arztpraxis, der kaum noch Zweifel an der Ursache der Wunden ließ: Er sei mit einer Harke geschlagen worden, berichtete er schließlich.
Begonnen habe sein Martyrium bereits während der Ausbildung vor über zehn Jahren.
Im Rathaus ging zunächst nur eine Unfallmeldung für die Berufsgenossenschaft ein; erst danach wandte sich ein nicht beteiligter Mitarbeiter direkt an die Verwaltungsspitze.
Der 51-jährige Hauptbeschuldigte wurde vom Dienst freigestellt.
wischen 38 und 54 Jahre alt sind die drei weiteren Tatverdächtigen, die - wie es die Staatsanwaltschaft formulierte - ihren Kollegen „über Jahre massiv und in einer Vielzahl von Fällen gemobbt, bedroht und in seiner körperlichen Unversehrtheit beeinträchtigt” haben sollen.
Weitere Einzelheiten aus dem bisher anscheinend gut verborgenen Innenleben des rund 20 Mann starken Trupps kamen in einer nicht öffentlichen Ratssitzung ans Tageslicht:
Ein Stadtverordneter wusste zu berichten, dass es dort für eine Gruppe von Mitarbeitern üblich sei, sich mit ausgestrecktem rechten Arm und den Worten „Heil Hitler” zu begrüßen.
Auch diese Mitteilung wurde an die Staatsanwaltschaft weitergereicht.


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Hilchenbacher Bauhof, Anklage gegen Mobber

Beitragvon Tom » Mi, 23 Sep 2009 1:01 +0000

Rhurnachrichten online am 22.09.2009:
Die Staatsanwaltschaft in Siegen hat nach einem Jahr Ermittlungen Anklage vor dem Landgericht gegen vier Männer erhoben. 60 Vorfälle legte die Behörde den Angeschuldigten zur Last. «In mindestens zwei Fällen soll der Geschädigte dadurch vorübergehend bewusstlos geworden sein», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die vier Männer wurden entlassen.

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Hilchenbacher Bauhof, hier wurde gefoltert

Beitragvon Tom » So, 07 Mär 2010 1:31 +0000

Ad-Hoc-News online am 06.03.2010:

Die 1. große Strafkammer des Landgerichts Siegen hatte sich unter dem AZ: 21 KLs 22 Js 477/08 - 13/09 mit dem extremen Fall von Mobbing zu beschäftigen.

Laut Anklageschrift sollen drei Mitarbeiter des Bauhofs zwischen Februar 2006 und Juli 2008 regelmäßig ihren Arbeitskollegen misshandelt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde immer wieder mit Fäusten, Knüppeln oder auch Schneeketten auf das Opfer eingeschlagen. Mehrfach soll der Verletzte das Bewusstsein verloren, woraufhin er in einem Schuppen eingesperrt worden wäre. Zudem sollen die Angeklagten das Opfer auch mit einem dornenbesetzten Zweig gewürgt haben. Laut Anklageschrift wurde der Mann gezwungen, seinen Kopf auf einen Holzblock zu legen, dann soll ihm eine laufende Motorsäge an den Hals gehalten worden sein. Bei anderer Gelegenheit sollen die Kollegen das Opfer gezwungen haben, Abgase eines Lastwagens einzuatmen. «Außerdem sollen sie ihn an Ketten gefesselt an ein Fahrzeug gebunden und durch Dreck und Pfützen gezogen haben», berichtet Gerichtssprecherin Kuschmann weiter. Rund hundert Straftaten listet die Anklageschrift auf, der größte Teil davon sind Körperverletzungsdelikte. Haupttäter soll ein 52-jähriger Mann gewesen, der mit zwei weiteren ehemaligen Kollegen auf der Anklagebank Platz nehmen muss. Einem vierten Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor, weil er die anderen Männer zu den Taten angestachelt haben soll. Zudem wird dem 52 Jahre alten Angeklagten vorgeworfen, eine junge Katze, die sich im Geäst verfangen habe, in einen Häcksler geworfen zu haben. Er ist inzwischen fristlos entlassen worden.
Die Anklage basiert laut Staatsanwaltschaft neben zahlreichen Indizien hauptsächlich auf den Aussagen des Opfers, die ein Gutachter als glaubwürdig eingestuft hat. Vertreter der Stadt waren nach Bekanntwerden der Vorwürfe fassungslos. Die Gruppe, in den die mutmaßlichen Täter und das Opfer zusammengearbeitet haben, wurde aufgelöst.


Anmerkung:
Wo waren die Vorgesetzten ? Wo war die Kontrolle ? Wo blieb die Fürsorgepflicht ? Wieso fiel nichts auf ?

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