St. Marien Hospital Lünen

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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St. Marien Hospital Lünen

Beitragvon Tom » So, 04 Nov 2007 4:12 +0000

Mobbing-Urteil - Schadenersatz. Cheartzt mobbt Oberarzt. Die Krankenhausleitung bestritt das Mobbing.

[Nachtrag]
Chefarzt Mobbing - Deutschland und das Arbeitsrecht am Wendepunkt?

*BAG AZR 593/06 Sachhinweise im mobbing wiki
*Weihnachten für Mobbingopfer - Stille Nacht in Erfurt
*Weihnachten bald auch bei Playmobil?

Hallo !

Wie die Rhur Nachrichten online am 26.10.2007 berichtete wurde im St. Marien Hospital, Altstadtstraße 23, 44534 Lünen, ein Oberarzt derart gemobbt, dass sogar das Bundesarbeitsgericht mit dem Urteil vom 25.10.2007, Az: 8 AZR 593/06, zum Ergebnis kam, dass Schmerzensgeld zu zahlen war.
In der Pressemitteilung Nr. 77/07 des Bundesarbeitsgerichts wurde darüber berichtet. Die Krankenhausleitung bestritt das Mobbing.

Zum Zeitpunkt des Urteils des BAG waren folgende Personen mit der Betriebsleitung betraut, - wie auf der Internetseite zu lesen war (Copyright 1996-2006) - :
Der Ärztliche Direktor und Priv.-Doz. Herr Dr. med. Wolfram Wilhelm
Die Pflegedirektorin Marie-Luise Stoverock
Der Verwaltungsdirektor Axel Weinand
Zum gleichen Zeitpunkt war der Chefarzt Dr. med. R. Harre der Leiter der Neurochirugischen Klinik.
Der Chefarzt wurde durch drei Oberärzte und fünf Assistenzärzte unterstützt, - was ebenfalls aus der Internetseite zu entnehmen war (Copyright 1996-2006).
Als Ansprechpartner galten die Oberärztin Frau Dr. med. Katja Swoboda und der Oberarzt Herr Dr. med. Samir Kazkaz, - was ebenfalls aus der Internetseite zu entnehmen war (Copyright 1996-2006).
Herr Markus Lingenauber war in der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Bistum Münster organisiert.
Die Mitarbeitervertretung (MAV) des St. Marien Hospitals Lünen habe sich mit dem Thema Mobbing befasst, erklärte Jochen Bahrenberg, stellvertretender des MAV-Vorsitzenden.
Es werde ein Verfahren entwickelt und eine Vereinbarung mit dem Dienstgeber getroffen, wie mit Mobbing am Arbeitsplatz umgegangen werden könne.

Wie mit dem Thema Mobbing im St. Marien Hospitals Lünen in der Vergangenheit "umgegangen" wurde, konnte aus der

Vorinstanz des LAG-Hamm, Urteil vom 06.03.2006, Az.:16 Sa 76/05

(in etwa) erfasst werden.
Der Mobbing-Betroffene war als der leitender Oberarzt, Vertreter des Chefarztes, und Facharzt der Neurochirugie, seit dem 01.10.2001 im St. Marien Hospital Lünen tätig, weil vorher die Bewerbung des Oberarztes auf den Chefarztposten scheiterte, und ein externer Bewerber die Stelle bekam.
Seit Mai 2002 fühlte sich der Oberarzt vom Chefarzt der Neurochirugischen Klinik gemobbt, und der Oberarzt erkrankte ab dem 13.11.2003 wegen psychischer Leiden, und er bafand sich bis zum 11.02.2004 in stationärer Behandlung, und danach in ambulanter Behandlung.
Es kam zu einem Widereingliederungsversuch, der aber scheiterte.
Es kam kurzweilig zur Arbeitsaufnahme, die aber mit der Dauererkrankung seit Oktober 2004 endete.
Der Oberarzt erhob Mobbing-Vorwürfe gegen den Chefarzt, es folgten Gespräche beim Verwaltungsdirektor St. Marien Hospital Lünen.
Der Oberarzt schaltete einen Rechtsanwalt ein, es folgten Schlichtungsgespräche mittels eines externen Vermittlers, was aber auch fehl schlug.
Es gab sogar ein Konfliktvermittlungsverfahren, mit dem Oberarzt, mit dem Chefarzt, mit einem Zeugen, mit dem ärztlichen Direktor.
Der Chefarzt zeigte sich nicht zur Kooperation bereit.
Der Oberarzt machte folgende Mobbing-Handlungen geltend, die zur Jahreswende 2001/2002 begannen und mit der Dauererkrankung seit Oktober 2004 endete:
Der Chefarzt wollte in Urlaub, deswegen musste der Oberarzt seinen angemeldeten Urlaub umbuchen.
Desgleichen geschah in den Herbstferien, hier musste der Oberatz seinen Urlaub abbrechen, der Chefarzt habe Vorrang, wobei der Chefarzt seinen Urlaub nicht antrat und im Dienst erschien.
Der Oberarzt machte einen guten Vorschlag über die Verwendung verschiedener Implate bei Wirbelsäulenoperationen, was den Chefarzt nicht interessierte.
Es gab eine unzutreffende Abmahnung, nur zutreffend sei gewesen, dass der Oberarzt zur Patientin gesagt habe, sie sei "panne".
Der Chefarzt sprach den Oberarzt in Anwesenheit von Kollegen herablassend und aggressiv an, weil bei einer Hirntumoroperation 4 Bohrlöcher, anstatt 2 Bohrlöcher gesetzt wurden, was der Oberarzt zu überwachen hatte.
Der Chefarzt meinte, wenn der Oberarzt eine solche Operation nicht könne, werde der Chefarzt dem Oberarzt bei der nächsten Operation dies nochmal zeigen.
Der Oberarzt sei von einem angekündigten Patient nicht informiert worden.
Vielmehr sollte die Oberärztin auf Weisung des Chefarztes dies übernehmen, worüber der Oberarzt nicht informiert war.
Der Chefarzt bezichtigte den Oberarzt, er habe den ausgeschiedenen Chefarzt hintergangen, und das habe zum Rauswurf des ausgeschiedenen Chefarztes geführt.
Der Chefarzt bezichtigte den Oberarzt vor versammelter Mannschaft im Rahmen der Diskussion um die Bereitschaftsdienste, dass der Oberarzt unlautere Motive nutzen würde, "um seinen Arsch im Bett lassen zu können", und "um seine Pfründe zu sichern".
Der Chefarzt will bei niedergelassenen Fachärzten vorstellig geworden sein, und die hätten im Gespräch die ärztlichen Fähigkeiten des Oberarztes in Zweifel gezogen, - so der Chefarzt in einem Konfliktgespräch - .
Der Chefarzt äusserte schriftlich, der Oberarzt habe sich selbst beurlaubt, und so einen personellen Engpass erzeugt.
Der Chefarzt ging in Urlaub und beschuldigte den Oberarzt später, er habe entgegen den Anweisungen die Behandlung einer Patientin vorgenommen, obwohl die abgesprochenen Therapiemassnahmen den Anweisungen entspochen haben.
Der Chefarzt ordnete an, dass im vom Oberarzt genutzten Untersuchungszimmer für ambulante Patienten ein weiterer Schreibtisch für den zweiten Oberarzt aufgestellt wurde, obwohl der Oberarzt und der zweite Oberarzt die Anfrage des Chefarztes, ob die so möglich wäre, verneinten.
Der Oberarzt musste eine Operation eines Assistenzarztes übernehmen, der die Operation in Bauchlagerung anfing, was aber der bisher praktizierten sitzenden Lagerung entgegenstand.
Der Oberarzt machte am Folgetag den Chefarzt auf die medizinisch-rechtliche Problematik in der Frühbesprchung aufmerksam, weil dies so nicht aufgeklärt worden wäre, was den Chefarzt zu Rumschreierei veranlasste:
"Ich bin hier der Operateur und Sie sind mein Handlanger. Sie haben das zu tun, was ich Ihnen sage."
Den Oberarzt erreichte ein Schreiben eines Rechtsanwaltes, wobei dieser behauptete, der Oberarzt habe einen Patienten operiert, der dann verstarb, und es stünden Schadensersatzansprüche an.
Der Oberarzt wusste von nichts.
Der Chefarzt hatte dem Rechtsanwalt mitgeteilt, dass die angeforderten Operationsberichte nicht exestierten.
Erst später erfuhr der Oberarzt, der wegen diverser Leiden arbeitsunfähig war, von einem staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren, indem dem Oberarzt "die Tat" vorgeworfen wurde.
Im beruflichen Wiedereingliederungsversuch bat er den Chefarzt, ob er, der Oberarzt dienstfrei haben könnte, weil der Oberarzt an einer Familienfeier teilnehmen wollte.
Der Oberarzt bot zwei andere Dienste an.
Der Chefarzt stimmte nicht zu, da der betreffende Tag ein Feiertag sei.
Der Chefarzt ordnete an einem Tag an, dass der Oberarzt aus seinem Arbeitszimmer zu verweisen sei, da eine Teilzeitkraft für drei Stunden ein Arbeitszimmer mit eigenem PC gebraucht habe.
Der Oberarzt wollte die Visite mit dem Chefarzt und den Kollegen begleiten, was den Chefarzt verstimmte, und er den Oberarzt im Beisein der Kollegen auf dem Flur der Station anfuhr, was der Oberarzt auf der Visite zu tun hätte, schliesslich habe der Chefarzt klare Anweisung gegeben, dass der Oberarzt OP-Berichte diktieren müsse.
Es gab eine Terminänderung zu einer Dienstbesprechung, die der Chefarzt dem Oberarzt nicht bekannt gab.
Der Oberarzt war erkrankt und anschliessend aus dem Urlaub in den Dienst zurückgekehrt, und er hatte den Chefarzt gefragt, ob er am Folgetag 2 Stunden am Nachmittag für einen länger geplanten privaten Termin freinehmen könnte.
Der Chefarzt verneinte seine Bitte.
Der Chefarzt erklärte dem Oberarzt in einem Vieraugengespräch, dass die Kollegen und Kolleginnen zum Oberarzt kein Vertrauen mehr hätten, und wie sich der Oberarzt die weitere Zukunft in der Abteilung vorstelle.
Der Chefarzt wolle dem Oberarzt behilflich sein einen anderen adäquaten Arbeitsplatz zu finden.
Bei einer Schädeloperation mussten verbliebene Glassplitter entfernt werden, wobei der Oberarzt einen Glassplitter versehentlich mit dem Mikrosauger entfernte, wobei der hinzugerufene Chefarzt den Oberarzt vor versammelter Mannschaft anfuhr, weshalb der Oberarzt gemäss der Anweisung des Chefarztes den Glassplitter nicht im Schädel belassen hätte.

Der Oberarzt, der leitender Oberarzt, Vertreter des Chefarztes, und Facharzt der Neurochirugie, war, assistierte auf Anweisung des Chefarztes bei einer Kollegin, wobei der Chefarzt dem Oberarzt Weisungen erteilte, die jeder Anfängeroperateur kennt. Der Chefarzt belehrte den Oberarzt, er dürfe nur auf persönliche und direkte Anweisung des Chefarztes Privatpatienten behandeln. Der Oberarzt erkrankte erneut seit Oktober 2004.


Anmerkung:
Die Mitarbeitervertretung hat mit dem Thema nicht "umzugehen", sondern sie hat dafür Sorge zu tragen, dass Mobbing eleminiert wird !


Gruss
Tom
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St. Marien Hospital: In die letzte Runde ?

Beitragvon Tom » Di, 24 Jun 2008 2:56 +0000

Ruhrnachrichten online am 12.06.2008:

Der Mobbing-Streit zwischen einem früheren Oberarzt und dem St.-Marien-Hospital in Lünen wurde am 12.06.2008 vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Hamm in die nächste Runde gegangen.
Am 11.07.2008 der Versuch zum Kompromiss:
Die seit Jahren schwelende Auseinandersetzung zu beenden.
Hierzu auch …


Gruss
Tom
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