Porsche

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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Beitragvon macdet » So, 05 Mär 2006 7:50 +0000

einen Porsche will wohl (fast) jeder haben. Die Arbeitsumstände sind aber auch nicht so rosig.

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Lest von den Fällen: http://www.solikreis-porschekollegen.de/frameset.htm


Ich persönlich finde es unmöglich. Die Gruppe ist aber stark und war mit 20 Mann beim BAG. Das liese ich mir auch gefallen :)

Das Urteil ist liegt noch nicht vor. Der Kollege hat nun seine 3. Kündigung. Das kennen wir doch irgendwoher
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Re: Porsche

Beitragvon Tom » Di, 22 Jan 2008 2:59 +0000

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Kündigunsmobbing bei Porsche

Beitragvon Tom » Sa, 06 Feb 2010 5:44 +0000

Ein Porsche-Mitarbeiter Ulrich Schirmer kämpft seit sieben Jahren erfolglos um die Rücknahme seiner Kündigung. Herr Ulrich Schirmer ertrug bisweilen den Prozessmarathon stoisch, mehr als 40 Termine vor Gericht sowie zwei Krebsoperationen hätten ihn die Dinge gelassener sehen lassen. Der Autobauer Porsche hatte allein 75 000 Euro Strafe bezahlt, als denn den Stuttgarter Maschinenführer weiterzubeschäftigen.

Bereits in den 90ern sei Schirmer aufgefallen, sagte ein Porsche-Vertreter, auf Betriebsversammlungen habe er sich gegen Vorstand und Betriebsrat gewandt und "Mitarbeiter aufgewiegelt". Firmenvertreter warfen ihm vor, die Loyalität seines Arbeitgebers beharrlich "schwer und gezielt" zu verletzen, als angebliche Belege dafür führten sie immer neue Veröffentlichungen an, die Begriffe wie "Ausbeutung" und "Jagd auf Kranke" enthalten.

Seit Ende 2002 wehrt sich der Stuttgarter Porsche-Mitarbeiter Ulrich Schirmer vor Gericht gegen seine Kündigung. Gewonnen hat er mehr als ein Dutzend Mal, sogar vor dem Bundesarbeitsgericht. An seinen Arbeitsplatz darf er trotzdem nicht zurück.

Die Vorwürfe gegen Ulrich Schirmer sollen im Juli 2002 zugetragen haben. Damals machte die (damalige) CDU-Chefin Angela Merkel (später Bundeskanzlerin) auf ihrer Wahlkampftour beim Stuttgarter Porsche-Werk Station. Dann geschah etwas Unvorhergesehenes: Ein Mitarbeiter überreicht der CDU-Chefin eine Petition mit der Bitte, sie möge sich für ein Gesetz gegen Mobbing einsetzen. Wenige Tage später wurde dem betreffenden Kollegen "das Betreten des Werksgeländes verboten. Sein Werksausweis wurde eingezogen", schrieb damals die Mitarbeiterzeitschrift "Motor". Schirmer war zu dem Zeitpunkt Gewerkschaftsvertrauensmann, in den Wochen danach wirkte er an einer Unterschriftensammlung für den entlassenen Kollegen und der Gründung des Solidaritätskreises "Einer für alle - alle für einen" mit. Nach fast 17 Jahren im Betrieb wurde Schirmer Anfang Dezember 2002 gekündigt.

Was darauf folgte, war ein vor deutschen Arbeitsgerichten beispielloser Verhandlungsmarathon: Fünfmal hat Porsche dem gelernten Werkzeugmacher, der zuletzt als Maschinenführer in Zuffenhausen gearbeitet hat, gekündigt. Noch bevor das Landesarbeitsgericht auf die Berufung Porsches hin über die erste Kündigung geurteilt hatte, schob der Autobauer im Juni 2004 die zweite hinterher. Im Januar 2006 entschied das Bundesarbeitsgericht in Sachen Porsche AG für Ulrich Schirmer. Tenor: Die Kündigung sei "sozial ungerechtfertigt" und "nicht durch Gründe im Verhalten des Klägers bedingt". Zwar seien Äußerungen auf einem Solidaritätskreis-Infoblatt als "illoyal" gegenüber Porsche zu werten - allerdings von der grundgesetzlich geschützten Meinungs- und Gedankenfreiheit gedeckt.

Das hielt das Unternehmen nicht davon ab, Schirmer im Mai 2006 ein drittes Mal zu entlassen, im Dezember 2006 sowie im August 2007 folgten die Kündigungen vier und fünf. Weil sich der Autobauer nach wie vor weigert, den Maschinenführer weiterzubeschäftigen, haben Gerichte insgesamt 75 000 Euro Zwangsgeld gegen Porsche verhängt. Zusätzlich musste das Unternehmen dem Maschinenführer bisher 225 000 Euro Gehalt nachzahlen, hinzu kommen Kosten für sieben Jahre Rechtsstreit einschließlich des Honorars für Schirmers Anwalt. Einem Mitglied im Solidaritätskreis platzt angesichts solcher Summen der Kragen: "Man kann mehrfach recht bekommen, aber es hilft einem nichts, wenn der Unterlegene genug Geld hat", schimpfte er.

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Quelle am 25.01.2010:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2360756_0_9223_-porsches-kleinkrieg-gegen-einen-mitarbeiter.html


Anmerkung:
Wie kann es sein, dass die deutsche Arbeitsgerichtsbarkeit Kündigungsmissbrauch nicht erkennt ?
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Kündigungsmobbing bei Porsche

Beitragvon Tom » So, 07 Mär 2010 2:08 +0000

Stuttgarter Zeitung online am 11.02.2010:

Für den 55-jährigen Porsche-Mitarbeiter Ulrich Schirmer war es ein guter Tag: Das Landesarbeitsgericht hat entschieden, dass alle von Porsche gegen ihn ausgesprochenen Kündigungen unwirksam sind. Bereits vier Mal hatte das Unternehmen versucht, das Arbeitsverhältnis mit dem Maschinenbediener zu beenden - letztlich vergeblich. Die Revision haben die Richter nicht zugelassen. Das Unternehmen musste dem Mitarbeiter 225.000 Euro Lohndifferenz nachzahlen
Der Richter am Landesarbeitsgericht, Ulrich Hensinger, erklärte, die Äußerungen des 55-Jährigen wären durch das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, die Kündigung daher unwirksam. Er sah durchaus auch eine Chance auf Weiterbeschäftigung und eine dem Betrieb dienliche Zusammenarbeit. Der Mann bediene Maschinen, dafür sei kein besonderes Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber nötig. Weil Ulrich Schirmer inzwischen 55 Jahre alt ist, hatte er einen besonderen Kündigungsschutz bei Porsche erworben.

Anmerkung:
Na also, geht doch ! Aber wieso hat Porsche soviel Geld für Kündigungsmobbing, verliert am Ende, und musste 75.000 Euro Bußgeld zahlen, und dann noch 225.000 Euro Lohn fürs Nichtstun oben drauf legen ? Was soll das ?
Die verantwortlichen Vorgesetzten aus der Personalabteilung und sonstige Verrichtungs- und Erfüllungsgehilfen sind zu kündigen, - und sonst nichts - .


Gruss
Tom
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