Schulkinder Mobbing

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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Schulkinder Mobbing

Beitragvon macdet » Sa, 11 Jun 2011 10:19 +0000

Wer meint die Brutalität des Mobbings in der BRD hat bereits einen konstanten Höhepunkt erreicht, der täuscht sich leider. Inzwischen werden auch Schulkinder gemobbt, und zwar zum Teil von oben, nicht nur von den Schulkameraden. Die Mobbing Strategien laufen ganz parallel zum bewährten Muster in der Wirtschaft und im öffentlichen Bereich. Aber, so unmenschlich auch das Mobbing von Erwachsenen ist, das Mobbing an 8-10 jährigen Kindern ist gesellschaftlich geächtet und hier wird eine rote Linie überschritten, bei der es keinen Pardon geben kann und wird.
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon ARBEIT UND FAMILIE » Sa, 11 Jun 2011 11:10 +0000

Hier beginnt die Schilderung eines von mehreren uns bekannten Fällen, der aktuell abläuft, und in dem ich die entsprechende Erlaubnis habe, darüber zu berichten.

Es handelt sich um ein Schulkind, deren Eltern aus dem fernen Osten, also Asien, stammen. Es ist das einzige asiatische Kind in der Klasse. Ich kenne die Eltern aus mehreren Gesprächen inzwischen recht gut. Als Psychotherapeut bin ich in der Lage zu sagen, dass es sich hier um sehr liebevolle Menschen handelt, die sich in der BRD gut integriert haben, seit über 17 Jahren . Sie arbeiten beide. Ihr erstes Kind hat sehr erfolgreich die Schule durchlaufen. Die Eltern kümmern sich in warmherziger und angemessener Art um die Erziehung der Kinder.

Das Kind, nennen wir es XY, war anfangs in seinen Leistungen durchwegs überdurchschnittlich gut. Jedoch begann dann das Mobbing von seiten Teilen der Belegschaft der Grundschule.

Die konkreten Umstände gehen plastisch hervor aus meinem ersten Schritt gegen das Mobbing, einem Beschwerde Brief an verschiedene Bedienstete der Schule, und an die nächste übergeordnete Aufsichtsebene der Schule. Dies gechieht bei jeder einzelnen Mobbing Handlung und an jeden Mobber, und zwar unbedingt mit der Aufforderung einzel Stellung dazu zu nehmen, welchen pädagogischen Wert die Maßnahmen haben. Unbedingt wichtg dabei ist: Alles schriftlich, per einschreiben mit Rückschein, mit Aufforderung schriftlich, unterschrieben und mit Terminsetzung per Post zu reagieren.
Hierbei werden vor Gericht belastbare Beweise gesammelt. Wird nicht darauf reagiert, so ist dies ebenfalls ein vor Gericht beweisbares Dienstvergehen. Keine bequeme Situation für KinderMobber im Amt, und das soll es ja auch nicht unbedingt sein.
Hier also der erste Text:

Herr Anonym Datum: 01.06.2011
Anonymstr. C
Ort anonym
Tel.Nr. 3333333333333333


Grundschule yz ermittelt
z,Hd. Frau Lehrerin anonym
Mobbingstr. überall und nirgendwo
0000000 Mobbingstadt




Beschwerde (in Abschrift an Frau Lehrerin anonym, Frau Rektorin anonym, staatliches Schulamt in der Mobbingstadt, Leiterin Ltd. SchADin anonym)

In Ihrem Schreiben vom 02.05.2011, haben Sie uns aufgefordert, unser Kind XY wegen Ihrer zweiten Lehrprobe am 09.05.2011 pünktlich um 07.45. Uhr zu erscheinen zu lassen. Er ist wie aufgefordert, pünktlich erschienen. Er erzählte uns von folgenden Maßnahmen, als er erschienen ist:

Die Lehrerin Frau anonym hat ihn als einzigen von allen Schülern ihrer Klasse aa vor Beginn der Lehrprobe entfernt und ihn in ein leeres Zimmer während der zwei-stündigen Lehrprobe unter der Aufsicht von Frau Lehrerin anonym gesetzt und während Frau Lehrerin anonym 3 Spiele mit ihm gespielt hat, stellte Sie Fragen an ihn wie: Was machst Du nach der Schule, magst Du Deine Eltern, magst Du Deine Familie, magst Du den Gitarrenunterricht, die asiatische Schule, Deinen Tanzkurs, tanzt Du alleine oder mit anderen Kindern. Er berichtet weiterhin, dass Frau Anonym ohne zu Fragen ihr Handy aus der Tasche zog und ihn ohne seine Erlaubnis damit fotografiert hat. Das Kind berichtet, dass er verunsichert war, trotzdem sagte Frau Anonym machen wir nochmals ein Foto, mache wieder den gleichen Gesichtsausdruck. Er berichtet uns, dass er sagte er will keine Fotos machen. Er berichtet, dass Frau Anonym sagte, sie wird das Foto speichern, ausdrucken und ihm dann geben. Nach Ende der 2- stündigen Lehrprobe durfte XY zurück in die Klasse.

Beweis für die Entfernung aus den Lehrprobestunden: Aussagen der Klassenkameraden/innen, u.A. Klassenkameradin XZ, hat ihm gesagt “keine Sorge, wir haben nichts neues gelernt, aber morgen gibt es eine MatheProbe, Auszug aus unserem fortlaufenden Protokoll der Ereignisse seit dem 16.11.2010; Schreiben von Frau Anonym vom 02.05.2011.

Wir haben zu den berichteten Ereignissen folgende Fragen an Frau Anonym und Frau Lehrerin Anonym:

1. Wieso wurde unser Sohn in dem o.g. Schreiben vom 02.05.2011 zur pünktlichen Anwesenheit bei der Lehrprobe aufgefordert, um dann dort als einziger von eben dieser Lehrprobe von der Klasse 2 Stunden als einziger lang ausgesondert zu werden? Wir bitten um eine schriftliche Begründung dieser Maßnahme.

2. Wieso wurde unser Sohn u.a. gefragt ob er seine Eltern mag? Wir bitten um eine schriftliche Begründung dieser Maßnahme.

3. Wieso wurde unser Sohn gegen seinen Willen, wie er berichtet von Frau Kammergruber auf ihrem handy ungefragt und ohne Erklärung fotografiert, und wieso wollte Sie ihn als er verschreckt darauf reagierte nochmals zu einem Foto bewegen? Wir bitten um eine schriftliche Begründung dieser Maßnahme.

Diese berichteten und teils bezeugbaren Vorkommnisse am 09.05.2011 haben unseren Sohn psychisch belastet. Wir möchten deshalb Beschwerde dagegen einreichen. Wir bitten um die Beantwortung jeder unserer fragen mit einer gesonderten schriftlichen und unterschirebenen Begründung des pädagogischen Wertes jeder einzelnen derselben.

Wir bitten im Sinne einer Gefahren Abwehr für die Gesundheit unseres Sohnes um eine unverzügliche Beantwortung und Stellungnahme zu den berichteten Ereignissen innerhalb von 3 Werktagen nach Eingang dieses Schreibens bei Ihrer Schule.

Wir möchten darauf hinweisen, dass inzwischen unser Sohn krankgeschrieben vom 31.05 bis 03.06.2011. u.a. wegen Kopf-, Bauch-, und Magenschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Niederschlagenheit bis Depression soweit, dass er mit uns uns nur wenig sprechen kann, Grübeln, Appetitlosigkeit, durchfallartigem Stuhlgang.


Mit freundlichem Gruß,



Herr Vater von XY Frau Mutter, die Eltern
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon cpolehnia » So, 12 Jun 2011 6:44 +0000

@ARBEIT UND FAMILIE,
den Brief finde ich sehr gut... ich frage mich jedoch was tun Sie um das Kind zu betreuen. Die rechtliche Seite ist eines, aber viel wichtiger ist die professionelle Arbeit mit dem Kind um ihm zu helfen sich zur Wehr zu setzen.
Liebe Grüße, CP
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon ARBEIT UND FAMILIE » So, 12 Jun 2011 8:32 +0000

Hallo CP, Leider kann sich ein Kind nicht, auch nicht mit der ausgeklügeltsten Strategie gegen das Mobbing der um ein vielfaches überlegenen Teile der Lehrerschaft wehren. Es kann sich ja nicht mal ein Erwachsener an seiner Arbeitsstelle gegen ein Mobbing lange wehren bevor er gesundheitlich zugrunde geht. Wie so oft bei der Behandlung von Kindern besteht die Therapie hauptsächlich darin die Eltern zu einem angemessenem Verhalten zu bringen. in diesem Fall, bei dem die Eltern ein vollkommen adäquates Erziehungsverhalten gegenüber dem Kind haben, und das Kind vor dem Mobbing sowohl von den Leistungen als auch nach wie vor Sozialverhalten in der Klasse vollständig angepasst ist, müssen die Eltern darin unterstützt werden, das Mobbing zu beenden. Selbstverständlich braucht das Kind unterstützende Maßnahmen wie Schutz vor weiterer Belastung, Krankschreibungen und im extremfall wird vielleicht sogar Psychopharmaka notwendig werden. Wenn das Mobbing einmal beendet sein wird, wovon ich ausgehe, wird evtl. eine Enttraumatisierungs Behandlung bei dem Kind notwendig sein.
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon ARBEIT UND FAMILIE » Do, 16 Jun 2011 6:18 +0000

Und es geht listig weiter, hier eine Beschwerde aus der Zeit des Anfanges des offensichtlichen Mobbings an einem ausländischen Schulkind von seiten Teilen der Lehrrschaft einer Grundschule:

Herr Opfer Vater Datum: 16.06.2011
OOOOOstr. y
EEEEE Mobbingstadt
Tel.Nr. ghghghghghg

Grundschule an der Mobbingstr
z,Hd. Frau Lehrerin Anonym
Mobbingstr. um
EEEEE Mobbingstadtünchen




Beschwerde (in Abschrift an Frau Lehrerin Anonymy, Frau Rektorin Anonym, staatliches Schulamt in der Mobbingstadt München, Leiterin Ltd. SchADin Anonym)

Am 16.11.2010 wurden durch Frau Referendarin Anonymy dem Jugendamt wöchentlich Faxe an die dortige Mitarbeiterin Frau Jugendamtanonym geschickt. Wir möchten wissen weswegen eine derart massive Maßnahme getroffen wurde, ohne dass wir im Vorfeld über den Inhalt solcher Schreiben informiert wurden. Frau Jugendamtanonym vom Jugendamt, rief uns von selbst an. Mitte Oktober besuchte uns Frau Jugendamtanonym zuhause, nachdem sie auf einen Hausbesuch gedrungen hatte. Es wurden folgende Vorwürfe gegen unser Kind weitergegeben: Opferkind würde sich in der Schule die Hände gegen den Kopf hauen, hätte eine Schere im Mund gehalten, er hat den ganzen Tag geweint, er hat jetzt schlechte Noten. Unser Sohn entgegnete, dass er nicht mit den Händen gegen den Kopf geschlagen hat, und dass er nicht eine Schere im Mund gehabt hat. Wir als Eltern stellen fest, dass unser Kind in den ersten zwei Schuljahren gute Leistungen hatte, aber auch schon damals durch die damalige Lehrerin hohem Leistungsdruck ausgesetzt war. Inzwischen müssen wir feststellen, dass unser Sohn mit Depressionen zu kämpfen hat, und deswegen es möglich ist, dass er weint.
Wir sagten der Jugendaamt Frau Frau Jugendamtanonym, dass wir wiederholt einen Termin bei den Referendarin Frau Anonymy verlangten, beginnend nach Schulanfang, jedoch immer wieder vertröstet wurden. Einen Termin haben bei ihn wir allerdings erst um am 21. Okt bekommen.
Frau Referendarin Anonymy wir möchten sie fragen, weshalb sie uns solange vertröstet haben, obwohl sie behaupten, das es so schwere Probleme bei meinem Sohn gab, dass sie das Jugendamt einschlalten mussten. Wir bitten um eine schriftliche und von Ihnen persönlich unterschriebene Begründung des pädagogischen Wertes der Treminverzögerung.
Als der Termin mit der Referendarin dann doch stattfinden sollte, rief uns die Rektorinn, Frau SchDin Anaonym an, dass die Referendarin Anonymy keine Zeit hätte. Stattdessen musste unser Sohn nach dem Unterricht nachsitzen mit eben dieser Referendarin, die vorgeblich keine Zeit für uns hatte. Frau Rektorin, bitte erklären Sie uns schriftlich und von Ihnen persönlich unterschrieben, warum die Referendarin, die ja anwesend war für uns dann keine Zeit hatte.
Wir haben der Jugendamtfrau gesagt, wieso können wir das nicht bestätigen, zuhause verhält sich unser Sohn vollkommen normal, und es ist unglaubwürdig, dass er in der Schule sich so vollkommen anders verhält.
Sie hat nur gesagt das wurde von der Referendarin Lehrerin gefaxt. Warum wissen wir nichts davon, die Referendarin hat uns nichts gesagt, sondern gleich das Jugendamt einschaltet. Wir bitten um die schriftliche Erklärung mit persönlicher Unterschrift des pädagogischen Wertes eines solchen Vorgehens und möchten uns darüber beschweren. Es gab zu dem Zeitpunkt keine angekündigten Maßnahmen durch das Jugendamt.
Wir bitten im Sinne einer Gefahren Abwehr für die weitere Verschlechterung der Gesundheit unseres Sohnes um eine unverzügliche Beantwortung und Stellungnahme zu den berichteten Ereignissen innerhalb von 3 Werktagen nach Eingang dieses Schreibens bei Ihrer Schule. Wie Ihnen aus unserem Schreiben vom xxx ist unser Sohn schwer erkrankt.

Wir möchten darauf hinweisen, dass inzwischen unser Sohn krankgeschrieben vom 31.05 bis 03.06.2011. u.a. wegen Kopf-, Bauch-, und Magenschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Niederschlagenheit bis Depression soweit, dass er mit uns uns nur wenig sprechen kann, Grübeln, Appetitlosigkeit, durchfallartigem Stuhlgang.


Mit freundlichem Gruß,



Herr Opfer Vater Frau Opfermutter
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon ARBEIT UND FAMILIE » Fr, 17 Jun 2011 4:34 +0000

Der erste dicke Fehler der anderen Seite: die Eltern des gemobbten Schulkindes werden u vertrösten versucht durch Eingangsbestätigungs Schreiben und Verzögerungen durch Anhörung der betroffenen Lehrer seitens des Schulamtes. währenddessen würde das gemobbte Kind womöglich noch kränker werden. Das können wir nicht zu lassen und sprechen die Mobber der untersten und ungedecktesten Ebene auf ihre Pflicht zur schriftlichen Beantwortung der Beschwerden an:
Alles per Einschreiben mit Rückschein versteht sich. Also, ich würde mit einem schlechten Gewissen versehen, mich nicht über einen solchen Brief freuen:



Herr Opfervater Datum: 16.06.2011
Opferstr.zz
xxxxx Mobbingstadt
Tel.Nr. xxxxxx

Schule an der Mobbingstr. ddddd
z,Hd. Frau Refdin. Anonymy und Frau Lehrerin Anonym
Mobbingstr. ggg

bbbbbb Mobbingstadt



Beschwerde (in Kopie an Frau Rektorin Anonym, staatliches Schulamt in der Mobbingstadt, Leiterin Ltd. SchADin Anonym)

Sehr geehrte Frau Anonymyr, sehr geehrte Frau Lehrerin anonym,


Wir mussten leider feststellen, dass Sie nicht auf unser Schreiben vom 01.06. persönlich und mit Ihrer Unterschrift reagiert haben. Wir machen darauf aufmerksam, dass wir nicht eine Stellungnahme des Schulamtes angefordert haben, sondern Ihre eigene Stellungnahmen. Wir haben nichts dagegen einzuwenden, wenn das Schulamt sich unabhängig davon bei Ihnen über die dort dargelegten Sachverhalte informiert. Sie sind als zuständige Lehrerinnen verpflichtet in einem angemessenen Zeitraum darauf schriftlich zu reagieren, im Falle einer akuten Abwehr gesundheitlicher Schädigungen bei unserem Sohn und bei uns selbst ist diese Frist entsprechend kurz.
Sie als Pädagoginnen im Amt, und als Lehrerin im Amt haben die in unserem Schreiben berichteten Maßnahmen selbst getroffen, und werden sicherlich dazu in der Lage sein, diese Maßnahmen selbst zeitnah zu begründen. Jede weitere Verzögerung einer Stellungnahme kann eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes unseres Sohnes bedingen. Aus Gründen der akuten Gefahrenabwehr setzen wir Sie mit diesem Schreiben in Verzug, und bitten um eine unverzügliche persönliche Antwort durch Frau Anonymy und frau anonym persönlich unterschrieben innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt dieses Schreibens.
Dieses Versäumnis alleine könnte ein Dienstvergehen bedeuten. Mit jedem weiter vergangen Tag des Versäumens Ihrer Stellungnahmen könnte der Schweregrad des Dienstvergehens wachsen.
Wir sind dabei rechtlich prüfen zu lassen, inwieweit diese Verzögerung, und alle vorausgegangenen und aktuellen Ereignisse die Tatbestände von Dienstvergehen welchen Schweregrades auch immer darstellen, nach dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG), aller gleich- und übergeordneten Gesetze und verwaltungsrechtliche Bestimmungen. Weiterhin lassen wir prüfen, ob hier Tatbestände des Strafgesetzes: der §§

§223 StGB Körperverletzung
(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar

§224 StGBGefährliche Körperverletzung
(1) wer die Körperverletzung
[...]
4. Mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder [...]

Begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

§225 StGB Mißhandlung von Schutzbefohlenen
(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren wegen [...], die
1. Seiner Fürsorge oder Obhut untersteht [...]
4. Ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnissees untergeordent ist,

quält oder roh Misshandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu Zehn Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefhr

1. Des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung ooder
2. Einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.
[...]

§StGB 226 Schwere Körperverletzung

[..]
3. In erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Siechtung, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung verfällt,

so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
(2) Verursacht der Täter eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen absichtlich oder wissentlich, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nich tunter drei Jahren.

§323c StGB Unterlassene Hilfeleistung
Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erheblich egene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe gestraft.


Die gesundheitlichen Schädigungen unseres Sohnes werden derzeit von unserem Arzt laufend untersucht, und ein Attest über die seelischen und körperlichen Schäden wird nachgereicht.
Spätestens seit unserem Schreiben vom 01.06.2011 sind Sie über die erheblichen gesundheitlichen Schädigungen bei unserm Sohn informiert.


Wir fordern Sie dazu auf, Frau anonymyr und Frau Lehrerin anonym, einzeln unverzüglich die versäumte persönliche und von Ihnen selbst unterzeichneten Stellungnahmen spätestens in 3 Werktagen nach Eingang dieses Schreibens bei ihrer Schule zuzusenden.
Angesichts der bereits sich weiter verschlechternden Gesundheitssituation unseres Sohnes ist eine kurzfristige Reaktion zur Abwendung einer akuten Gesundheitsverschlechterung unbedingt nötig.
Wir bitten im Sinne einer Gefahren Abwehr für die Gesundheit unseres Sohnes um eine unverzügliche Beantwortung und Stellungnahme zu den berichteten Ereignissen innerhalb von 3 Werktagen nach Eingang dieses Schreibens bei Ihrer Schule.

Mit freundlichem Gruß,

Herr Vateropfer Frau Mutteropfer
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon gholzert » Mo, 29 Aug 2011 1:15 +0000

Wenn es alles so stimmt - und davon gehe ich mal aus,

dann ist es etwas krass, weil laut Schilderung zwei Erwachsene an dem Prozess beteiligt sind.

Das gibt zu denken!!

Andererseits finde ich das elterliche Engagement toll, dass es erlaubt diese Situationen zu rekonstruieren.

Hut ab, vor dem Kind, dass diese Situation so wiedergibt.

Und mir bleibt nur die Ohnmacht zu sehen was man dagegen tun kann - nämlich fast nichts.

Grüße mit bedenklichem rünzeln auf der Stirn
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon Laura » Mi, 11 Jan 2012 12:01 +0000

Mobbing in der Schule. Was kann schon schlimmer sein für ein Kind? In der Schule gemobbt zu werden - das kenne ich auch. Ich war zwar nicht das Opfer und habe noch keine Kinder, aber ich glaube, ich kann mir das sehr gut vorstellen ausgegrenzt zu sein in der Klasse. Aus irgendwelchem Grund: weil man nicht so gut in der Trainingsdisziplin ist, oder auch weil man vielleicht andere Hautfarbe oder Augenform hat. Oder auch weil man nicht so viele Freunde oder hat oder nicht so aktiv/kommunikativ ist wie die anderen.
Das tut weh ausgelacht zu sein oder noch schlimmer geschlagen zu werden. Da müssen, meiner Meinung nach, die Eltern sofort reagieren und was dagegen unternehmen. Mit den Lehrern reden, mit der Schuldirektion, und auch mit den Eltern anderer Kinder, die eher das Mobbing verursachen. Man muss was dagegen tun. Auf keinen Fall die sache ignorieren. Im schlimmsten Fall würde ich sagen, man sollte die Schule wechseln, falls es anders nicht geht.

Was natürlich wichtig wäre für die Eltern - das Kind sehr selbstbewusst und selbstständig groß zu ziehen. Die Kinder, die eher schüchtern und unsicher sind, sind da am meistens betroffen. Es wäre auch von Vorteil wenn man das Kind in eine Sport/Kampfschule bringt. Das entwickelt bestimmtes Selbstbewusstsein beim Kind und hilft ihm natürlich physisch weiter.

Auf jeden Fall, ich würde es keinem wünschen, dass seine Kinder in der Schule gemobbt werden. Das ist sicherlich nicht lustig.

lg, Laura
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon psycho-logisch » Do, 06 Dez 2012 3:54 +0000

Mobbing in der Schule – zwei Mädchen springen vier Meter tief

In Kümmersbruck (Oberpfalz) sprangen am 4. Dezember 2012 zwei Schülerinnen wegen Mobbing in der Schule von der vier Meter hohen Brüstung einer Schulturnhalle.

Die Mobbing-Expertin Heidrun Krebs hat aus diesem Anlass dem Radiosender Antenne Bayern ein Interview zum Thema Mobbing in der Schule gegeben. Sie spricht darüber, was Lehrer und Eltern tun können, um Mobbing an Schulen zu verhindern und welche Konsequenzen nach einem solchen Mobbing-Vorfall zu ziehen sind.

Weitere Informationen zu dem Mobbing Fall an einer Schule in Kummersbrück und ein Mitschnitt des Interviews finden Sie hier: http://www.psychologe.de/ratgeber/schul ... -schule/19
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Re: Schulkinder Mobbing

Beitragvon psycho-logisch » Mo, 17 Dez 2012 11:15 +0000

Ein Vater einer an diesem Vorfall unbeteiligten Fünftklässlerin hat gegen die Schule schwere Vorwürfe erhoben. In seiner Email an die Amberger Zeitung schreibt er: „Das Mobbing geht weiter“. Er fragt sich, was noch alles passieren müsse, damit das Mobbing in der Schule aufhört. „Fünf Klassenkameraden der 5a terrorisieren weiterhin ihre Mitschüler.“
Der Rektor der Schule in Kummersbrück gesteht zwar Probleme mit Mobbing ein. Bis die polizeilichen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, möchte er jedoch auch nicht ausschließen, dass es ein Vorfall aus dem außerschulischen Bereich gewesen sein könnte, der die beiden Schülerinnen zu ihrem „Hilfeschrei“ veranlasst haben könnte. Er werde bei bestätigtem Mobbing in der Schule Strafen aussprechen und Agressionen stärker und härter ahnden.
Besorgte Eltern können sich sich bei psychologe.de von einem Mobbing-Experten beraten zu lassen: http://www.psychologe.de/beratung/mobbing-in-der-schule
Die Psychologen und Psychotherapeuten geben in der Telefonberatung hilfreiche Tipps, wie man mit Mobbing in der Schule am besten umgeht.
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