Security Service GmbH: Flughafen Münster-Osnabrück

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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Security Service GmbH: Flughafen Münster-Osnabrück

Beitragvon Tom » Do, 03 Apr 2008 2:44 +0000

Westfälische Nachrichten online am 01.04.2008:

In dem Mobbing-Verfahren vor dem Arbeitsgericht Rheine wegen der „Security Service GmbH“ des Flughafens Münster-Osnabrück meldten sich 13 behandelnden Ärzte der acht entlassen Mitarbeiter und fünf weiterer Betroffener in der Öffentlichkeit zu Wort.
Verantwortlicher:
Der Geschäftsführer der "FMO Security Services GmbH", Franz-Josef Thiery
In einem Schreiben an die Geschäftsleitung des FMO drücken sie ihre Sorge um die körperliche und psychische Gesundheit ihrer Patienten aus.
Diese würden an zum Teil gravierenden psychosomatischen Erkrankungen leiden.
„Die sind in maßgeblicher Weise als betriebsbedingt anzusehen“, soll im Schreiben zu lesen gewesen sein.
Grund sei das Verhalten einer Führungsperson, der die Betroffenen und deren Ärzten „Schikanen und Intrigen, öffentlich verletzende Beleidigungen, massives unter Druck setzen bis hin zu gezielten Bespitzelungen“ vorwerfen.
„Es kann nicht angehen, dass langjährige Mitarbeiter durch offensichtliche innerbetriebliche Versäumnisse an den Rand ihrer psychischen und materiellen Existenz geführt werden und die Geschäftsführung bislang nichts anderes im Sinn hat, als Kritik mit massiven Drohungen und der gesamten Macht des Apparats niederzuschlagen“, war im Schreiben der 13 Ärzte zu lesen gewesen sein.

Es lief auch sonst nicht so rund ...
Hierzu auch:
Westfälische Nachrichten online am 22.08.2008
Auch in der "FMO Passenger Services GmbH" (FPS), zuständig für den Check-in, ist die Stimmung nicht gut.
Es liefen Verhandlungen über Lohnkürzungen von bis zu vier Prozent.
Bereits 2003 mussten die Mitarbeiter eine Lohnkürzung von fünf Prozent und eine Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes hinnehmen. "Der Preisdruck ist aufgrund der Billigflieger enorm, uns bleibt da nicht anderes übrig", begründete FPS-Geschäftsführer Dieter Faßold.

Am 08.04.2008 wurden vor dem Arbeitsgericht in Rheine die Zeugen geladen.

Als Beklagte vor dem Gericht musste sich die Flughafen Münster/ Osnabrück (FMO) Security Services GmbH verantworten.
Die hatte im November 2007 einer Mitarbeiterin aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens fristlos gekündigt.
Ohne eine inhaltliche Aussage zu treffen, rügte das Gericht die [url=http://wiki.mobbing-gegner.de/Arbeitsrecht/K%C3%BCndigung]fristlose Kündigung[/url] durch die FMO Security.
„Sie hätten spätestens 14 Tage nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe im Juni fristlos kündigen müssen und nicht erst im November", kritisierte die Richterin das formale Vorgehen des Arbeitgebers.
Sie schlug zur gütlichen Einigung die Umwandlung der fristlosen Kündigung in eine fristgerechte und die Zahlung einer Abfindung von 4000 Euro vor.
Das war der Klägerin und ihrem Rechtsanwalt Dr. Plamen Djilanov zu wenig.
Sie rechneten mit einem für sie erfolgreichen Ausgang des Verfahrens.
Das Gericht hatte eine Vielzahl von Zeugen geladen, um zu klären, ob die Vorwürfe der Geschäftsleitung stimmten oder nicht.
Die Geschäftsleitung behauptete, dass die gekündigte Mitarbeiterin in „verschwörerisches Absicht" am 10. Juni 2007 ein Treffen in einem mongolischen Restaurant in Telgte organisiert hat, um die Betriebsleiterin zu „entmachten".
Diese soll sie an diesem Abend vor Zeugen wahlweise „Alte", „Dicke" oder „Schlampe" genannt haben.
Nur einer von sechs Zeugen wollte die Darstellung der Geschäftsleitung bestätigen.
Pikant dabei:
Der Zeuge soll aber nach Zeugenaussagen beim „Treffen in Telgte" ziemlich betrunken gewesen sein soll, was der Zeuge aber wiederum bestritt.
Ein Zeuge machte keine Aussage, vier konnten sich nicht erinnern, dass es zu den in Rede stehenden Beleidigungen gekommen ist.
Auch im weiteren Teil des Abends in anderen Lokalitäten in Telgte nicht.

Weitere Mobbing-Fälle anhängig:
Rechtsanwalt Dr. Plamen Djilanov berichtete über weitere Verfahren, die im Zusammenhang mit dem FMO beim Arbeitsgericht Rheine anhängig wären.
Allein am 10.04.2008 hätten vier weitere Verfahren zur Verhandlung gestanden, die sich dann mit dem Thema Mobbing am FMO befassen (Az: 3 Ca/1653/07).


Anmerkung:
Ich meine, Mobbing, Korruption, und Arbeitsschutz muss Wahlkampfthema werden.


Gruss
Tom
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