Städtisches Klinikum Krefeld- Mobbingklage abgewiesen

In diesen Firmen wird gemobbt. Ich hoffe ich muss nun kein Backup einspielen!

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Städtisches Klinikum Krefeld- Mobbingklage abgewiesen

Beitragvon Tom » Mo, 25 Dez 2006 6:45 +0000

Post vom Anwalt

Dieser Beitrag wurde verändert! Die namentliche Nennung sei unzulässig, so steht es im Schreiben des Anwalts. Dem kommme ich nach


Das Arbeitsgericht Krefeld hat die Mobbingklage gegen die Herzchirurgie und deren Leiter, XXXXXXXXXXX, in vollem Umfang zu Lasten des Klägers abgewiesen. Das erklärte Richterin Christiane Schönbohm auf RP-Nachfrage. Die Kammer sei nach der Verhandlung in ihrer abschließenden Beratung zu diesem Ergebnis gekommen. Die Vorwürfe seien nicht schlüssig gewesen und reichten nicht aus, um von systematischem Mobbing zu sprechen, erklärte Schönbohm.

Anwalt Marc Jörgers als Vertreter der Stadt begrüßte die Entscheidung.
Ich habe von Anfang an gesagt, dass kein Mobbing vorliegt.“

Daniela Range-Ditz, die Anwältin des Klägers, zeigte sich über die Entscheidung entsetzt. Sie will dagegen Berufung einlegen.
*1)

Was war geschehen?

Die Herzchirurgie, für die der Aufsichtsrat einen Chefarztwechsel beschlossen hatte, musste sich das Arbeitsgericht beschäftigen. Stefan C., Kardiotechniker an der Herzchirurgie, klagte gegen die Herzchirurige und deren Leiter, XXXXXXXXXXX. Stefan C. wirft dem Klinikum vor, seit seiner Einstellung 1995 vom Chefarzt gemobbt worden zu sein. Dies soll soweit gegangen sein, dass Stefan C. krank wurde und seit Mai 2005 seinen Dienst nicht mehr ausüben konnte.

Richterin Christiane Schönbohm zeigte zumindest zum Teil Verständnis für die Vorwürfe: „Die Kammer sieht einen möglichen Zeitpunkt, ab dem man von systematischem Mobbing sprechen kann, erst ab 2004“, erklärte sie. Zu diesem Zeitpunkt habe Stefan C. eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen seinen direkten Vorgesetzten, den Leiter der Kardiotechnik, eingereicht.
Dass mit dem Kläger nicht so umgegangen wurde wie man sich das wünscht, wird keiner verneinen können“, erklärte Schönbohm. Nicht verstehen konnte sie, weshalb XXXXXXXXXX ein Arbeitsverbot aussprach. Er hätte den Weg über Abmahnungen gehen können. „Jemanden so aus einem Arbeitsverhältnis herauszudrängen ist kein Weg.

Darauf entgegnete XXXXXXXXXXXX, sein Mandant hätte sich eine ordentliche Lösung durch die Personalabteilung gewünscht. An sämtlichen Vorwürfen sei nichts dran.

Den Inhalt der Dienstaufsichtsbeschwerde erläuterte die Anwältin von Stefan C., Daniela Range-Ditz, im Gespräch mit der RP: „Mein Mandant hat fachliche Mängel bei seinem Vorgesetzten gerügt.“ Wie Range-Ditz ausführte, soll das Fehlverhalten des vorgesetzten Kardiotechnikers beispielsweise beim Bedienen der Herz-Lungen-Maschine das Leben von Patienten gefährdet haben.

Später entließ die Stadt den vorgesetzten Kardiotechniker, der allerdings erfolgreich gegen die Entlassung geklagt haben soll, wie Anwalt Marc Jörges als Vertreter des Klinikums erklärte.

Diskussionen im OP

Die Richterin schlug gestern einen Vergleich vor:
Stefan C. solle zum 31. März 2007 gekündigt und eine Abfindung gezahlt werden.

Anwalt Jörges nahm diesen Vorschlag nicht an: „Ich sehe keinen Mobbing-Tatbestand. Es ist nichts nachgewiesen. Wozu soll ich mich vergleichen?“ entgegnete er der Richterin.

Im Gespräch mit der RP kritisierte er das Verhalten von Stefan C., der im Operationssaal auf vermeintliche Fehler hingewiesen haben soll: „Diskussionen im OP sind nicht möglich.“ Es müsse doch Verständnis dafür da sein, wenn der Chefarzt sagt, dass ihm das nicht passt.

Laut Gutachten sei Stefan C. arbeitsfähig. Dem widersprach dessen Anwältin.
Das Gutachten werde falsch interpretiert.

rp-online am 26.10.2006 und am 27.10.2006

Quellen sind mittlerweile verswunden.


Gruss
Tom
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Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik

Beitragvon macdet » Sa, 24 Nov 2007 2:14 +0000

Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.
Rolf Eggers Klaus Gronotte Jana Stroschke-Pimentel. Kardiotechnik@Klinikum-Krefeld.de. Telefon Abteilungsleitung:, 02151 / 32 4813 ...


http://dgfkt.de/krefeld.html

dr-ditz-rechtsanwaelte.de Achtung Rücksprache mit mir!
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Operiert "Dr. Löwenherz" demnächst in Krefeld?

Beitragvon macdet » Sa, 24 Nov 2007 3:40 +0000

Post vom Anwalt

Dieser Beitrag wurde verändert! Die namentliche Nennung sei unzulässig, so steht es im Schreiben des Anwalts. Dem kommme ich nach



Klinikum: Operiert "Dr. Löwenherz" demnächst in Krefeld?

Der Aufsichtsrat des Klinikums hat als neuen Chefarzt der Herzchirurgie Prof. Körfer aus Bad Oeynhausen ins Auge gefasst.

Krefeld. Damit die Herzchirurgie am Klinikum Krefeld auch weiterhin das Herzstück des Krankenhauses der Maximalversorgung bleibt, hat sich der Aufsichtsrat zu drastischen Maßnahmen entschlossen. Er will sich von deren langjährigem Leiter, XXXXXXXXXXX, trennen. Als Nachfolger ist der Chefarzt der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des Herzzentrums Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen, Prof. Reiner Körfer, im Gespräch.

Der Herzchirurg wurde 1999 dadurch weltbekannt, dass er erstmals einem Menschen ein vollständig implantierbares mechanisches Kreislaufunterstützungssystem (das so genannte Löwenherz) erfolgreich eingepflanzt hat. Seither gilt er als Hoffnungsträger vor allem für Patienten, die an einer schweren Herzmuskelschwäche leiden und die für eine Herztransplantation zu schwach sind.

Bereits im Mai hatte die WZ exklusiv darüber berichtet, dass die St. Mauritius-Therapieklinik in Meerbusch-Osterath neben der bestehenden Therapieklinik ein Zentrum für Spezialchirurgie und Therapie als Belegarztklinik von Experten plant. Spitzenkräfte der Uniklinken sollen dort laut dem Krefelder Dienstleistungsunternehmen B&B-Medconsult operieren. Als einer von ihnen wurde Prof. Körfer genannt, dessen Ruhestand bevorsteht. Die Zusammenarbeit mit dem weltberühmten Herzchirurgen in Krefeld wäre ein Clou in der Krankenhauslandschaft.

Wieso sich der Aufsichtsrat nach elf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit von XXXXXXXXXX trennen will, war am Montag offiziell nicht zu erfahren. Nach den Berichten der Stiftung Herzchirurgie haben sich die Untersuchungen und Behandlungen in der Medizinischen Klinik I unter Prof. Heinrich Klues (Kardiologie) und in der Klinik für Herzund Thoraxchirurgie rasant entwickelt: 2004 wurden in der Kardiologie 5889 Behandlungen im Bereich Darstellung und Ausdehnung der Herzkranzgefäße durchgeführt.

In der Herzchirurgie wurden 1024 Herzoperationen mit und 27 Bypass-Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine, 109 Herzschrittmacher und 106 Defibrillator-Operationen sowie 132 thoraxchirurgische Eingriffe durchgeführt. Bei der erst seit wenigen Jahren angebotenen, sehr schonenden Operationstechnik ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine soll es nach WZ-Informationen im Klinikum vermehrt zu Komplikationen gekommen sein.

Grund für die Qualitätssicherungsstelle der Ärztekammer, sich deshalb ans Klinikum zu wenden. Auf der Suche nach einem solventen strategischen Partner zog der Aufsichtsrat jetzt die Notbremse.

Auch bei der Besetzung neuer Chefarztstellen hat der Aufsichtsrat am vergangenen Donnerstag die Weichen gestellt. Die Mitglieder haben sich als Nachfolger von Prof. Dr. Jörg Baltzer, dem Leiter der Frauenklinik, für den Gynäkologen Prof. Dr. Michael Friedrich entschieden. Der 40-jährige Leitende Oberarzt am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck hat den Vertrag noch nicht unterschrieben.

Wie der WZ bekannt ist, war der zeitlich befristete Vertrag mit einer ursprünglichen Probezeit von zwei Jahren bislang das Hindernis. Inzwischen wurde nachgebessert.

24.10.06
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Beitragvon Tom » Sa, 29 Dez 2007 7:31 +0000

Hallo !

Wer Lust auf den Namen hatte, konnte bei der Rheinischen Post online noch etwas über das Klinikum nachgelesen.
Der Prof. ist übrigens Gutachter in Krefeld, wie auf seiner Internetpräsens festzustellen ist.
Die "Erstellung von Gutachten oder Stellungnahmen zu ärztlichem Handeln" gehört zu seinen Aufgaben, eben wie es bei der "Medizinberatung" "für Krankenkassen, Versicherungen und Privatpersonen" üblich ist.
Die "Gutachten zur Leistungsbeurteilung bei Komplikationen, um Behandlungsfehler oder vermutete Kunstfehler festzustellen oder auszuschließen", sind u. a. seine Aufgaben.


Gruss
Tom
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