Die sächsische Autobahnmafia

Firmen wie Siemens, Volkwagen, Opel etc. wo bereits Betriebsräte gekauft worden sind!

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Die sächsische Autobahnmafia

Beitragvon harald » Mi, 15 Aug 2007 11:24 +0000

Neues zum Alltag in Deutschland, der Staatsanwalt hat trotz des Sommerwetters begonnen zu ermitteln. Quelle

oder einfach lesen:
Sachsens Autobahnmafia
Beim Bau der A 72 wurden offenbar Millionen veruntreut. Weitere Anklagen vor dem Abschluss
15.08.2007

Wirtschaft - Seite 10

Peter Kirnich

BERLIN. Das Objekt der Begierde ist knapp 100 Kilometer lang, und die Kosten für seinen Näheres dazu unter:Ausbau waren ursprünglich mit 700 Millionen Euro veranschlagt: Insofern ist die Autobahn A 72 von Chemnitz in Sachsen bis nach Hof ein relativ unbedeutendes Straßenprojekt. Die Akten indes, durch die sich seit einiger Zeit die Chemnitzer Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Autobahnbau durcharbeiten muss, würden es - aneinander gereiht - ebenfalls auf eine Länge von einigen Kilometern bringen. Damit avanciert die kleine A 72 zu einem der bisher größten Betrugsobjekte im ostdeutschen Straßenbau.

Firmen in den Ruin getrieben

Es geht um Scheinfirmen, Schmiergelder, gefälschte Rechnungen, Konkursverschleppung, Bildung einer kriminellen Vereinigung. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn gegen rund 65 Menschen. Die Zahl der beteiligten Firmen wird auf bis zu 35 geschätzt. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der deutsch-österreichische Baukonzern Strabag. Dessen Chemnitzer Niederlassung soll unter anderem für den Bau eines Autobahnabschnitts Bauunternehmen gegründet und systematisch in den Ruin getrieben haben. Bei den Betrügereien soll ein Schaden von mindestens 27 Millionen Euro entstanden sein.

Ende August will die Staatsanwaltschaft Chemnitz Anklage gegen weitere drei Unternehmer erheben. Sie sollen sich wegen Insolvenzverschleppung und nicht abgeführter Sozialabgaben verantworten, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft, Gerd Schmidt, gestern. Die Unternehmer sollen Firmen gegründet haben, um diese nach kurzer Zeit gezielt in die Insolvenz zu schicken. Ende März war in einem ersten Prozess ein ehemaliger Bauleiter der Chemnitzer Strabag-Niederlassung unter anderem wegen Untreue in 33 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Ein Chemnitzer Bauunternehmer wurde Mitte Mai wegen Betruges zu einem Jahr und vier Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

Begonnen hatte offenbar alles mit der Ausschreibung des Projekts. Die Strabag hatte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einem Dumpingangebot für ihren Bauabschnitt durchgesetzt. Um trotz der Tiefstpreise gewinnbringend arbeiten zu können, habe die Chemnitzer Strabag-Niederlassung offenbar ein Netzwerk aus 30 Subunternehmen gebildet, zwischen denen manipulierte Aufträge, gefälschte Rechnungen und Schmiergelder hin und her geschoben wurden. Wie die Staatsanwaltschaft weiter vermutet, sollen Subunternehmen des Baukonzerns Strabag planmäßig in den Ruin getrieben worden sein, um Lohngelder und Versicherungen in die eigene Tasche zu wirtschaften. Für nicht gezahlte Löhne sprang die Bundesagentur für Arbeit mit Insolvenzausfallgeld ein. Möglicherweise sind nicht nur Bauleute in den Fall verstrickt sondern auch Bauaufseher und Behördenmitarbeiter. Auch in diese Richtung werde ermittelt.

Das sächsische Wirtschaftsministerium hatte bereits im Februar eine Ad-hoc-Prüfgruppe aufgestellt. "Sie soll überprüfen, ob es nicht auch noch bei anderen Bauobjekten, an denen die Strabag beteiligt war, zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist", sagte eine Sprecherin des sächsischen Wirtschaftsministeriums der Berliner Zeitung. "Wir untersuchen insgesamt 96 Straßenbaumaßnahmen mit einem Bauvolumen ab jeweils 100 000 Euro, an denen die Strabag beteiligt ist und bei denen es Kostensteigerungen von mehr als zehn Prozent gegeben hat", sagte die Sprecherin weiter. Dabei handele es sich um abgeschlossene Baumaßnahmen, nicht etwa um den Neubau der A 72 von Chemnitz nach Leipzig. Das Ministerium erwarte, "dass im Spätherbst erste Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen".

Ich finde wichtig ist neben diesem Alttagsbericht, den Korruptions ist bei uns so was wie Zucker zum Kaffee geworden. Wer regt sich eigentlich noch darüber auf, wenn alle korrupt sind?
Gerade die Tatsache, dass die >>Sprecherin des sächsischen Wirtschaftsministeriums der Berliner Zeitung.<<extra>>(w)ir untersuchen insgesamt 96 (Fälle) ab jeweils 100 000 Euro, an denen die .... beteiligt ist und bei denen es Kostensteigerungen von mehr als zehn Prozent gegeben hat", zeigt, langeweile die Damen und Herren nicht mit Korruptionsfälle die bis 99 999 Euro gehen, das ist doch ganz normal, Moral nennt man so was.
Wen wundert es dann noch, dass die italienische Mafia sich besonders in Deutschland zu Erholung tummelt, Ausnahme sind wohl so kleine Hinrichtungen wie in Duisburg am 14.08.2007. Doch ehrlich gesagt, das bringt doch Jobs bei Polizei und Beerdingungsinstituten, und der Aufschwung ist ja unser Gott, oder?
Weiter machen, und einfach wissen, unter 100 000 Euro ist alles erlaubt, Taschen haben wir doch alle: Willkommen im Serlbstbedienungsland Deutschland, Limit: 99999, hurra, ja Euro.
harald
Sehrvielmehrschreiber
 
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