VW-Korruptionsskandal - der Versuch der Übersicht -

Firmen wie Siemens, Volkwagen, Opel etc. wo bereits Betriebsräte gekauft worden sind!

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VW-Korruptionsskandal - der Versuch der Übersicht -

Beitragvon Tom » Mo, 14 Aug 2006 2:07 +0000

Der VW-Korruptionsskandal ist unübersichtlich geworden, und deshalb verfasste ich diese Zusammenfassung. Eine weitere Übersicht ist im wiki.

Ich möchte die Zusammenfassung mit einem Zitat vom (derzeit) amtierenden Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble beginnen:
Unter war in einem Bericht zum Interview, datiert auf den 18.05.2006, zu lesen:
"(...)
Es gibt in Deutschland eine Neigung, die Dinge zu übertreiben.
Davon sind auch die Staatsanwaltschaften nicht frei.
Jede Form der Korruption muss selbstverständlich mit aller Härte verfolgt werden, das gilt auch schon für den so genannten Anfangsverdacht.
(...)"

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die alten Links wurden entfernt.
Sie beinhalteten ein rechtswidrigen Hinweis!

Ich bedanke mich an dieser Stelle für den freundlichen Hinweis bei der Kanzlei Prinz aus Hamburg

PS: !!!!!!!!! sogar die Tags meiner Booksmarks habe ich um den Begriff bereinigt!!!!!!!!!!

"Offenbarungen eines Insiders"
Herr Hans-Joachim Selenz kam an die umfangreichen Quellenbelege für das „Schwarzbuch VW“.
Zum Interview war zu lesen:
"(...)
Selenz:
Durch den Hinweis eines Richters aus Hannover bekam ich die Information, dass bei den Justizbehörden in Braunschweig „unglaubliche Dokumente“ über VW vorlägen. Da sie allerdings von einem "kleinen" Mitarbeiter stammten stammten, hätte der keine Chance, bei der Genossenjustiz in Braunschweig. Ich setzte mich daraufhin mit dem VW-Mitarbeiter in Verbindung und stellte fest, dass mein Richter nicht übertrieben hatte. Nachdem der VW-Mitarbeiter von der Staatsanwaltschaft die Nachricht bekam, er solle seine Unterlagen abholen, da man sie ansonsten „anderweitig verwenden oder vernichten“ würde, stellte er mir eine Vollmacht aus, so dass ich die Akten in seinem Namen direkt von der Staatsanwaltschaft Braunschweig abholen konnte. Es ging bei dem Material jenseits der Bordell-Skandale – doch auch mit Belegen über Untreuevorgänge in Vorstand und Aufsichtsrat – um dreistellige Millionenbeträge aus Investitionsprojekten, die bei VW in grauen Kanälen versickerten. Da es den Staatsanwälten zu mühsam war, sich in die trüben Geldströme einzuarbeiten, gaben sie die Unterlagen zwecks Prüfung an die VW-Revision, die im System VW ein ausgemachter Betrugsaufklärungsverhinderungs-Verein ist.
(...)"

Das "VW-System" meinte alles anders gesehen zu haben. Der "kleine VW-Mitarbeiter" hatte selbstverständlich überhaupt nichts ins rollen gebracht, sondern nur die Staatsanwaltschaft, die die Unterlagen der "internen Revision" bei VW übergab.



30.06.2005
Quelle:

Die Spekulationen um den Rücktritt des VW-Personalvorstandes Peter Hartz häuften sich.

Der damals 62-jährige Betriebsratschef Volkert und gelernte Schmied legte sein Amt wegen seines Alters nieder.
Volkert: "(...) Ich habe mich keiner kriminellen Handlung schuldig gemacht.(...)"
Volkert hat nach Angaben des IG-Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters schon seit einiger Zeit über einen vorzeitigen Abschied nachgedacht.
Bei den Beschäftigten war er jedoch teilweise nicht unumstritten, weil ihm zu große Nähe zum Management nachgesagt wurde.

Die Affäre um den früheren Skoda-Personalchef Helmuth Schuster, ein enger Hartz-Vertrauter, habe offenbar weit größere Dimensionen als angenommen.
Ex-Skoda-Personal-Chef Schuster soll unter anderem Schmiergelder von Zulieferfirmen verlangt haben.
Schuster hatte Mitte Juni seinen Posten bei Skoda aufgeben müssen. Er soll in eine Korruptionsaffäre verwickelt sein und sich lukrative Aufträge vom VW-Konzern erschlichen haben.
Schmiergelder für die Autoproduktion von VW in Indien verlangt haben soll.
Zudem habe Schuster über Strohmänner und Tarnfirmen mit seinem Arbeitgeber lukrative Verträge als VW-Generalimporteur für Indien und Angola abgeschlossen.
Schuster war seit 1991 bei VW. Von 1993 bis 2000 nahm er im Zentralen Personalwesen des Konzerns leitende Aufgaben wahr, bevor er 2001 als Skoda-Vorstandsmitglied nach Prag ging.

VW-Chef Bernd Pitschesrieder dazu:
"(...)
"Volkswagen hat vor einigen Tagen die Staatsanwaltschaft Braunschweig eingeschaltet, um vorliegenden Hinweisen des Konzerns weiter nach zu gehen.
Volkswagen arbeitet hierbei eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Dabei wird allen vorliegenden Hinweisen nachgegangen und für vollständige Aufklärung gesorgt.
(...)"


Im Sog der VW-Schmiergeldaffäre um den Ex-Skoda- Personalchef Helmuth Schuster geriet Peter Hartz immer mehr in die Schußlinie.


05.07.2005
Quelle:

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft prüfte, welche Summen auf welche Firmenkonten übertragen wurden.
Gleichzeitig bestand der Verdacht, dass sich der VW-Vorstand das Wohlwollen einzelner Betriebsräte durch das Bezahlen von Lustreisen erkauft hat.
Auslöser für die Enthüllungen war eine eher kleine Personalie bei der Commerzbank AG.
Ein Mitarbeiter des Geldhauses wurde im Frühsommer dieses Jahres entlassen, auf seinem Computer fand die Revisionsabteilung Vertragsentwürfe, die zu dem Wolfsburger Autokonzern führten.
Den Unterlagen war zu entnehmen, dass VW-Mitarbeiter als Strohmänner bei Geschäften mit dem eigenen Konzern bedacht werden sollten.
Einer der Begünstigten war der frühere Vorstand der VW-Tochter Skoda, Helmut Schuster.
Die Commerzbank leitete die Unterlagen an VW weiter, und fortan wurde Schuster, ein enger Vertrauter des VW-Personalvorstands Peter Hartz, von Detektiven beschattet.

VW reichte laut der Staatsanwaltschaft Braunschweig Unterlagen ein, die die vom Unternehmen gegen Schuster gestellte Strafanzeige untermauern sollen.
Dabei handele es sich um mehrere Ordner.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte nach Angaben des Konzerns ihre Arbeit aufgenommen, um Hintergründe zu klären.
Nach damaligen Stand der Recherchen bei VW soll Schuster Anfang 2001 gemeinsam mit anderen VW-Mitarbeitern wie dem früheren Betriebsratschef Klaus Volkert die Idee entwickelt haben, Firmen zu gründen, die sich um Aufträge bei VW oder bei Tochterunternehmen bemühten.
So wurde im Mai 2001 in Prag eine Firma F-BEL gegründet, an der Schuster und Volkert beteiligt gewesen sein sollen und die sich um einen Auftrag der VW-Tochter Skoda bemühte.
Die Mutterfirma der F-BEL war ein Unternehmen namens Property Finance S.A. in Luxemburg, das wiederum mit Schuster verbandelt gewesen sein soll.
Es setzte sich das Geflecht aus Tarnfirmen in Indien, Angola, Tschechien, Luxemburg und der Schweiz zusammen.
Drei VW-Mitarbeiter und drei Außenstehende, die mit der Volkswagen AG beispielsweise über Werbeverträge verbandelt waren, sollen an dem Konstrukt beteiligt gewesen sein.
Schuster, der nach offizieller Darstellung auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausstieg, soll allein in Indien drei Millionen Euro kassiert haben, weil er einer Provinzregierung die Errichtung eines VW-Werkes versprochen haben soll.
Einige Tarnfirmen sollen sich auch um lukrative Generalsverträge mit VW bemüht haben.


06.07.2005
Quelle:

Es gab Lustreisen und Prostituierte für Betriebsräte - und der VW-Vorstand soll Belege abgezeichnet haben.
Auch das Einfliegen von Prostituierten per Firmenjet soll vorgekommen sein.
Eigenbelege über Summen bis zu 30 000 Euro seien vom Vorstand abgesegnet worden.
Hartz selber soll etliche Belege abgezeichnet haben.
Auch Treffen mit Prostituierten seien finanziert worden.
Im Gegenzug seien Betriebsräte oft bereit gewesen, auf Vorstandslinie zu argumentieren.
Hartz dazu:
Die Vermutung, der VW-Vorstand soll Betriebsrat gekauft haben, sei absurd gewesen.
Niemandem im Vorstand wären solche Vorgänge bekannt, und niemand im Vorstand hätte sie gebilligt.
Hartz stand für die traditionell enge Kooperation zwischen Management, Gewerkschaften und Betriebsrat bei VW, die von ihren Kritikern als Filz bezeichnet wurde.
Der zurückgetretene Konzernbetriebsratschef Klaus Volkert äußerte sich damals zu den Vorwürfen im Norddeutschen Rundfunk.
Volkert sagte, er habe mit angeblichen Verstrickungen in unsaubere Geschäfte und mit einem Geflecht von Tarnfirmen nichts zu tun. "Mich mit solchen Vorgängen auch nur im Entferntesten in Verbindung zu bringen, ist eine infame Verleumdung."
Er gab zu, auf Drängen des Ex-Personalchefs der VW-Tochter, Helmuth Schuster, einen Gesellschafteranteil an der tschechischen Firma F-Bel übernommen zu haben.
Die Firma habe aber keine Geschäfte getätigt.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP), VW-Aufsichtsratsmitglied, erklärte, der Aufsichtsrat habe nichts von den illegalen Geschäften um Schuster gewusst.
Sein Parteivize Rainer Brüderle forderte indirekt den Rücktritt von Hartz: "Schon manche haben ihr Lebenswerk zerstört, weil sie zu lange an ihrem Sessel geklebt haben."
Der niedersächsische Regierungschef und VW-Aufsichtsratsmitglied Christian Wulff (CDU) bekräftigte angesichts immer neuer Vorwürfe in Hannover seine Forderung nach einer "ergebnisoffenen" Untersuchung.

Gegen Ex-Skoda-Vorstand Helmuth Schuster und einen seiner Mitarbeiter ermittelte die Braunschweiger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue.
Sie sollen Geld, das eigentlich VW oder der tschechischen VW-Tochter Skoda zustand, über ein Firmengeflecht auf eigene Konten umgeleitet haben.
Auch soll Schuster Schmiergeld von Zulieferern verlangt haben.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte, daß inzwischen mehrere Aktenordner mit Unterlagen eingegangen seien.

Die Schweizer Firma Impeesa räumte derweil Geschäftsbeziehungen mit dem Ex-Personalchef und dem gleichfalls von VW entlassenen VW-Mitarbeiter Klaus-Joachim Gebauer ein, bestritt aber energisch jede Verwicklung in die Affäre.
Die Impeesa erklärte, den beiden unter Untreueverdacht stehenden Männern einen Firmenmantel verkauft zu haben. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/a ... 217/56161/ )


08.07.2005
Ex-VW-Personalvorstand Peter Harz trat am 8. Juli 2005 zurück.
Er will Frauen aus eigener Tasche bezahlt haben.


09.08.2005
Quelle:

Der juristische Streit zwischen VW und dem gekündigten früheren Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer ging weiter.
Die Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht war in Braunschweig gescheitert.
Der Chefsyndikus von VW, Michael Ganninger, erhob schwere Vorwürfe gegen Gebauer.
Er habe gemeinsam mit Ex-Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster ein Netz von mindestens zehn Firmen in acht Ländern aufgebaut, „um privat Kasse zu machen“.
Auch Schmiergeld in fünfstelliger Höhe sei an Gebauer gezahlt worden.


04.09.2005
Quelle:

In der VW-Affäre hat der Anwalt des entlassenen Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer, Wolfgang Kubicki, den langjährigen Personalvorstand Peter Hartz schwer belastet.
Demnach soll Hartz die Begünstigungen von Betriebsräten persönlich angeordnet haben.
Laut Kubicki wurden sämtliche Reisen und Veranstaltungen, die Gebauer für Betriebsräte organisiert hatte, über die besondere Kostenstelle „1860 – diverses“ von Hartz abgerechnet.
Dieser habe Gebauer erstmals 1993, dann erneut 1997 die Weisung erteilt, dem Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert „jeden Wunsch zu erfüllen“.
Der frühere Personalvorstand Hartz konnte über sein Konto „1860 – diverses“ Spesen ohne weitergehende Kontrolle abrechnen.
Alle Ausgaben für Betriebsräte soll Gebauer „ohne jede Limitierung“ vorgenommen haben.
Laut Kubicki haben bei VW alle Vorgesetzten einschließlich Hartz „seit Jahren gewusst, gebilligt und gewollt“, dass und wie sein Mandant frei über die Gelder verfügen konnte.


16.09.2005
Quelle:

Herr Hartz soll den inzwischen zurückgetreten VW-Betriebsratschef Klaus Volkert in großem Umfang finanziell begünstigt haben.
Volkert habe bei seiner Vernehmung durch das Landeskriminalamt in Hannover unter anderem erklärt, mehrfach Reisen auf Konzernkosten unternommen zu haben.
Der Betriebsratschef, der ein jährliches Gehalt von 360.000 Euro bezog, soll zudem mit Hartz vereinbart haben, bei den Spesen mit Top-Managern in etwa gleich gestellt zu werden.
Die Reisekostenabrechnungen von Volkert sollen über das persönliche Spesenkonto "1860 diverses" von Hartz abgewickelt worden sein.
Hartz hat dem Bericht zufolge auch von der Geliebten Volkerts, der Brasilianerin Andriana B., gewusst und ihre Bezahlung auf Konzernkosten toleriert.
Laut "Focus" erklärte Volkert, er habe die Frau in einem Ferienklub entdeckt und Hartz davon berichtet.
VW soll B. pro Quartal 23.008 Euro auf ein Konto bei der Sparkasse Gifhorn überwiesen haben.
Dies sollen Hartz und Volkert mündliche vereinbart haben.

24.09.2005
Quelle:

Es gab neue Korruptionsvorwürfe gegen den früheren Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster.
Dabei gehe es um eine Zahlung von 100.000 Euro an den Skoda-Betriebsrat in Prag.
Ermittler legten offen, dass sich Schuster die Gunst des Skoda-Betriebsrats erkaufen wollte.
Seinerzeit stand eine Verlängerung seines Dienstvertrags an, wofür die Zustimmung des Betriebsrats erforderlich war.
Laut "Spiegel" musste sich Schuster Sorgen um seine Karriere machen, weil er Gegner im Vorstand hatte.
Sein Vertrag wurde verlängert.
Der Skoda-Betriebsratsvorsitzende Jaroslav Povsik bestätigte den Magazinen den Eingang des Betrags auf einem eigens dafür eingerichteten Prager Bankkonto, betonte aber, es sei kein Schmiergeld, sondern für den Bau eines Kulturzentrums der Gewerkschaft bestimmt gewesen.
Der "Spiegel" schrieb weiter, seltsamerweise sei aber die Herkunft des Geldes sorgsam verschleiert worden.
Man habe den Betrag auf dem Umweg über das Konto eines nicht informierten Unbeteiligten an die Gewerkschaft geleitet.
Das Geld habe weiterhin auf dem Konto gelegen.
Dem "Spiegel" zufolge gab Povsik an, man habe nicht gewusst, wie man das Geld verbuchen sollte, und habe deshalb den Entwurf einer Schenkungsurkunde an Schuster geschickt.
Die Urkunde sei aber nicht ausgefüllt zurückgekommen.
Bei der Suche nach der Quelle der 100.000 Euro seien Fahnder offenbar auf eine von Schuster eingerichtete Tarnfirma in Indien gestoßen.

Unterdessen fand die ermittelnde Staatsanwaltschaft bei der Überprüfung der Kreditkartenausgaben des ehemaligen VW-Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer heraus, dass dieser fast 55.000 Euro für Bordellbesuche ausgegeben habe.
Allein für 25 Besuche im Prager Nachtclub K5, offenbar in Begleitung von VW-Betriebsräten, habe Gebauer 43.049,99 Euro gezahlt, hieß es.
Diese Ausgaben seien Gebauer vom VW-Konzern genauso erstattet worden wie der Kaufpreis von Schmuck.
Gebauer habe allein bei einem Juwelier in Brasilien fast 20.000 Euro gezahlt.
Die Schmuckstücke sollen dem Bericht zufolge an den seinerzeitigen Betriebsratschef Klaus Volkert gegangen sein, der sie seiner brasilianischen Geliebten und seiner Ehefrau geschenkt haben soll.


07.10.2005
Quelle:

In der Korruptionsaffäre gingen die Ermittlungen gegen Hartz weiter Die Staatsanwalt durchsuchte VW-Büros.
In der VW-Affäre um Schmiergeld und Lustreisen wurde gegen Ex-Personalvorstand Peter Hartz wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft durchsuchte die Arbeitsräume von Hartz bei VW.
„Wir haben Akten und seinen Computer als Beweismittel beschlagnahmt“, so Klaus Ziehe, Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Das Privathaus von Hartz im Saarland sei nicht durchsucht worden.
Die Überprüfung der Zeugenaussagen von Hartz habe Anhaltspunkte dafür erbracht, dass er Kenntnis von einem möglichen Spesenbetrug gehabt und diesen gebilligt oder unterstützt haben könnte, erklärte die Staatsanwaltschaft.
Die Staatsanwaltschaft hatte nach einer Vernehmung von Hartz noch mitgeteilt, dass kein Anfangsverdacht bestanden haben soll.
Es habe Anzeichen dafür gegeben, dass er nicht die Wahrheit gesagt haben könnte.
Hartz will von den Unregelmäßigkeiten und Missständen „keine Kenntnis“ gehabt haben.
Ein VW-Sprecher bekräftigte den festen Willen zur Aufklärung der Affäre.
VW-Chef Bernd Pischetsrieder habe „mehrfach betont, dass alle Hintergründe ohne Rücksicht auf Personen und Positionen aufgeklärt werden.“
Ministerpräsident Christian Wulff reagierte zurückhaltend.
„Wir müssen die Ermittlungen abwarten.“
Die Staatsanwaltschaft bestätigte ferner, dass auch der von VW entlassene Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer verhört wurde.
Er habe in einer fünfstündigen Vernehmung ausführlich Stellung genommen.
Gebauers Anwalt, der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, griff in diesem Zusammenhang auch VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch scharf an.
„Herr Piëch wird in der Zukunft eine Reihe von Fragen beantworten müssen“, sagte Kubicki.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte in der Affäre bereits gegen drei Beschuldigte:
Neben Gebauer sind dies der frühere Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster und Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert.

hierzu auch unter:
Quelle:

Herr Gebauer hatte vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig ausgesagt und in seiner Vernehmung Hartz belastet.
So soll ihn Hartz mehrmals aufgefordert haben, dem ehemaligen Betriebsratschef Volkert jeden Gefallen zu erfüllen.
Er sei unter anderem von Hartz instruiert worden, neben seinem privaten Konto ein weiteres Konto einzurichten, über das dann die Zahlungen von VW unauffällig abgewickelt werden konnten.
Ohne Nachfragen oder Beanstandungen seien die Ersatzbelege von der Personalabteilung Topmanagement abgezeichnet und zur Anweisung freigegeben worden.
Auch beschlagnahmte Konto-Unterlagen legen den Verdacht nahe, dass diese Form der sehr speziellen Betriebsratsbetreuung nicht ohne Kenntnis des Personalvorstandes erfolgen konnte.
Nach Darstellung Gebauers soll das System der Selbstbedienung mit Hilfe großzügigster Spesenregelungen auch anderen Vorstandsmitgliedern bekannt gewesen sein.
Über die Größenordnung der Ausgaben seien allerdings nur wenige im Haus informiert gewesen.


19.10.2005
Quelle:

Die VW-Affäre erreichte den VfL Wolfsburg.

Im Kreis der Beschuldigten waren auch der frühere Konzernbetriebsrat Bernd Sudholt, der inzwischen Geschäftsführer des Bundesligisten VfL Wolfsburg war. Hinzu kamen die Ermittlungen gegen den Betriebsratschef der VW-Tochter Audi, Xaver Meier. Eine dritte verdächtige Person wurde von der Staatsanwaltschaft namentlich nicht genannt. Nach Medienberichten soll es sich dabei um einen Betriebsrat vom hannoverschen Standort des Konzerns handeln.

11.11.2005
Quelle:

Die VW-Betriebsräte hofften auf Entlastung.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaf KPMG legte einen internen Bericht über die Korruption bei VW vor.
Die Prüfer durchwühlten interne VW-Abrechnungen, um herauszufinden, ob Betriebsräte tatsächlich Luxusreisen auf Firmenkosten unternommen haben - und ob die Exmanager Helmuth Schuster und Klaus-Joachim Gebauer VW-Gelder veruntreuten.
Rund 100 Reisen hatten die Prüfer kontrolliert.
Davon wurden nach Angaben von Peters nur 10 beanstandet.
Bei 3 sollen Betriebsräte mitgefahren sein.
Die Staatsanwalt Braunschweig war die einzig seriöse Quelle und informierte äußerst sparsam.
Sie ermittelt inzwischen gegen zehn Beschuldigte.
Allen werde Untreue oder Beihilfe dazu vorgeworfen, sagte Sprecher Klaus Ziehe.
Nur am Rande spiele der Vorwurf eine Rolle, dass Betriebsräte gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen haben könnten, indem sie Vergünstigungen annahmen.
Unstreitig schien zu sein, dass VW Gelder in Millionenhöhe abhanden gekommen sind.
Die Ermittler gingen allerdings davon aus, dass der größte Schaden durch die Scheinfirmen von Gebauer und Schuster entstanden war. Allerdings sollte auch ein Millionenbetrag durch "Reisen, Spesen und Veranstaltungen" abhanden gekommen sein, wie Staatsanwalt Ziehe die Bordellbesuche der Betriebsräte zurückhaltend nannte.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine etwas andere Sichtweise auf die Affäre als IG-Metall-Chef Peters.
Zwei Beschuldigte seien weiter als VW-Betriebsräte in Hannover aktiv gewesen , - das waren der niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Günter Lenz und ein bislang Ungenannter.
Sie haben zwar nicht an Luxusreisen teilgenommen, ihnen wird jedoch offenbar angelastet, dass sie auf Firmenkosten an Vergnügungsveranstaltungen in Hannover oder Braunschweig teilgenommen haben - für die man nicht verreisen musste.


20.11.2005
Quelle:

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt in der VW-Affäre mittlerweile gegen zehn Personen wegen des Verdachts der Untreue oder der Beihilfe dazu.
Nun wurde bekannt, dass das Abrechnungssystem "offenbar schon sehr lange" bestanden habe, und es sei vor der Amtszeit von Hartz eingeführt worden, so Pischetsrieder.
Hartz hatte 1993 das Amt des Personalvorstands übernommen und gab es im Juli 2005 im Zuge der Bestechungsaffäre beim Wolfsburger Autobauer auf.
Herr Pischetsrieder zog die "Notbremse".
Seit dem Aus für Hartz, und nach Angaben von Pischetsrieder sanken die Ausgaben für Belege ohne Verwendungszweck um 85 Prozent.
Mit dem neuen Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrat, Bernd Osterloh, habe Pischetsrieder vereinbart, dass der Betriebsrat sämtliche Ausgaben dokumentiere.
So könne die Revision die Kosten später überprüfen.
Der Vorstandschef kündigte erneut an, Schadenersatzforderungen gegen die Beteiligten zu stellen.
"Natürlich werden wir unrechtmäßige Ausgaben zurückfordern."
Auch Hartz nahm er dabei nicht aus:
"Das trifft auf jeden zu", sagte Pischetsrieder.


12.12.2005
Quelle:

Der „Spiegel“ berichtete über 30.000-Euro-Zahlung an Volkert-Geliebte.
Im Zuge der VW-Affäre gerät angeblich auch der frühere VW-Produktionsvorstand Folker Weißgerber unter Druck.
Der „Spiegel“ berichtet über Aussagen des von VW entlassenen Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer vor der Braunschweiger Staatsanwaltschaft.
Danach habe Weißgerber 2002 bei Adriana Barros einen Werbefilm über das brasilianische VW-Werk Curitiba in Auftrag gegeben und die Zahlung von 60.000 Euro veranlasst.
Die VW-Konzernrevision stellte mittlerweile zumindest eine Abrechnung über gut 30.000 Euro für einen Film von Adriana Barros sicher.
Nach Angaben mehrerer VW-Aufsichtsratsmitglieder profitierte Weißgerber in seiner Karriere oft von seiner engen Verbindung zum ehemaligen Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert, schreibt das Magazin.
Der habe die Beförderung Weißgerbers zum Konzernvorstand im März 2001 maßgeblich unterstützt.



20.02.2006
Quelle:

Der ehemalige IG-Metall-Spitzenfunktionär und frühere VW-Aufsichtsrat Albert Schunk wies die Vorwürfe zurück, nach denen er im Jahr 1998 an einer Lustreise von VW nach Brasilien teilgenommen haben soll.
Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass Schunk kein Beschuldigter war.
Die Tat wäre verjährt.
Eine Rechnung schickte der damalige brasilianische VW-Personalchef Fernando Perez nach Wolfsburg.
Der Manager, selbst Teilnehmer, habe das Programm laut den Belegen mitorganisiert und vorfinanziert.
Neben Schunk wurden in der Reiseabrechnung Ex-Skoda-Vorstand Hellmuth Schuster, der frühere Betriebsratschef Klaus Volkert und Klaus-Joachim Gebauer - der Vertraute des früheren VW-Personalvorstands Peter Hartz - aufgeführt.


06.05.2006
Quelle:

Ex-Personalvorstand Hartz drohte ein peinlicher Prozess und womöglich gar eine Gefängnisstrafe.
Die Staatsanwaltschaft gedachte Anklage zu erheben.
Nach zehn Monaten umfangreicher Ermittlungsarbeit stuft die Staatsanwaltschaft Braunschweig den 64-Jährigen mittlerweile als einen der Hauptbeschuldigten in der VW-Affäre ein.
Die Anklage sollte wegen Untreue in mehreren Fällen lauten.
Damit drohte Hartz – neben einem peinlichen Prozess – sogar eine Gefängnisstrafe.
Die Liste der Vorwürfe war lang.
Jahrelang soll Hartz Konzerngelder veruntreut haben, für Begünstigungen von Betriebsräten wie auch für eigene private Vergnügungen.
Er soll sich etwa in einer von VW bezahlten Wohnung in Braunschweig mit einer Prostituierten getroffen haben, deren Dienste ebenfalls der Autobauer beglich.
Insgesamt elf Fälle haben die Staatsanwälte aufgelistet, in denen sich Hartz auf Konzernkosten mit Prostituierten getroffen haben soll.
Die Orte der vermeintlichen Abenteuer reichen von Schanghai über Bratislava bis nach Braunschweig.


16.05.2006
Quelle:


Die Ermittler weiteten den Kreis der Beschuldigten in VW-Affäre aus.
In der Affäre um Lustreisen und Prostituiertenbesuche bei Volkswagen ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft inzwischen gegen 14 Beschuldigte.


21.06.2006
Quelle:

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft liefen auf Hochtouren.
Die Ermittlungsakten füllten bereits 15 dicke Ordner.
Der finanzielle Schaden für VW wurde von der Wirtschaftsprüfungsagentur KPMG auf fünf Mill. Euro geschätzt.
Sechs Beschuldigten wurden nur geringe Verfehlungen vorgeworfen.
Ihre Verfahren sollen noch diesen Sommer abgeschlossen werden.
Der Prozess gegen die anderen acht - darunter Hartz, Volkert, Gebauer und Schuster - sei frühestens für Ende 2006 zu erwarten gewesen.


15.07.2006
Quelle:

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte bei ihren Ermittlungen zur VW-Affäre durch Angaben aus dem Rotlicht-Milieu den Durchbruch erzielt.
Es ging u. a. um Partys im Erotikklub „Lagune“ in Hannover sowie im „Chateaux am Schwanensee“ im nahen Isernhagen.
Der SPD-Politiker und VW-Aufsichtsrat Günter Lenz wurde durch Zeugen belastet.
Lenz, gegen den wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue ermittelt wird, hatte eine Verwicklung in die Affäre stets bestritten.
Eine Prostituierte schilderte zwei Partys, bei denen Lenz ihr Kunde gewesen sei.
Er habe sich mit Vornamen vorgestellt.
„Anhand von späteren Gesprächen mit meinem Mann und seinen Geschäftspartnern wusste ich, dass ich zusammen mit (...) Lenz gearbeitet habe.“
Sie erkannte den Gewerkschafter, der für die IG Metall vergangene Woche mit dem VW-Management über die bevorstehende Sanierung verhandelte, auf Lichtbildern wieder.

Der Anwalt von Lenz, Bertram Börner:
„Mein Mandant wird sich bei der Staatsanwaltschaft äußern, wenn wir alle Akten haben.“


Auch ein Parteifreund von Lenz, der Wolfsburger Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl, wurde durch mindestens vier Zeugenaussagen belastet, darunter von zwei Frauen mit den Künstlernamen "Laura" und "Monika".
Der Parlamentarier hatte einst im Gesamt- und Konzernbetriebsrat von VW eine einflußreiche Position inne.
Bis 2002 bekleidete er das Amt des Geschäftsführers.
Der engagierte IG-Metaller war 1990 ein Gründungsmitglied des europäischen Konzernbetriebrates und von 1992 bis 2003 dessen Generalsekretär.
Die gleiche Funktion übte er zudem von 1999 bis 2003 für den Weltkonzernbetriebsrat aus.
(Quelle: )


24.07.2006
Quelle:

Die Autohersteller VW und Audi waren offenbar in eine zusätzliche Korruptionsaffäre verstrickt.
Mitarbeiter sollen Schmiergeld angenommen haben.
Bei der Korruptionsaffäre geht es um Schmiergelder für bevorzugte Auftragsvergaben an den französischen Zulieferer Faurecia.
„Dem Unternehmen wird zur Last gelegt, spätestens seit 1998 Schmiergelder im Umfang von zuletzt 600 000 bis 800 000 Euro jährlich an mehrere Mitarbeiter der Einkaufsabteilungen von deutschen Automobilkonzernen gezahlt zu haben“, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt mit.
Die Ermittlungen dauerten bereits knapp ein Jahr und richteten sich gegen 20 Personen.
Zwei Einkaufsleiter von VW und ein Mitarbeiter der Tochter Audi standen laut Staatsanwaltschaft im Mittelpunkt der Untersuchungen, und die Tatverdächtigen sollen von Faurecia Schmiergelder von mehreren hunderttausend Euro für bevorzugte Auftragsvergabe erhalten haben.
Neben Geld hätten die Männer im Alter zwischen 46 und 64 Jahren nach ersten Erkenntnissen auch Möbel und Urlaubsreisen angenommen.
Der verdächtigte Audi-Mitarbeiter hatte laut Bechtel mindestens 160 000 Euro Bargeld angenommen.
Außerdem habe er als Gegenleistung erreicht, dass seine 32 Jahre alte Freundin bei einem Zulieferbetrieb in der Schweiz zu einem überhöhten Gehalt von 3400 Euro monatlich angestellt wurde.


29.07.2006
Quelle:

In der Korruptionsaffäre in der deutschen Automobilwirtschaft ermittelte die Frankfurter Staatsanwaltschaft bereits gegen elf Zulieferer, darunter das französische Unternehmen Faurecia, und mindestens drei Hersteller.
Bei den Autokonzernen, an die die Schmiergelder geflossen sind, handelt es sich um Volkswagen, Audi und BMW.
Im Korruptionsskandal in der Autozuliefererbranche hat Volkswagen erste Schadenersatzansprüche an beschuldigte Mitarbeiter erfolgreich geltend gemacht.
VW will den entstandenen Schaden in voller Höhe ersetzt bekommen.


05.08.2006
Quelle:
http://www.n-tv.de/696822.html

In die Korruptionsaffäre um den französischen Autozulieferer Faurecia war offenbar ein vierter Volkswagen-Manager verstrickt.
Die bereits seit einem Jahr laufenden Ermittlungen um Zulieferer von BMW standen vor dem Abschluss.
Ein früherer Einkäufer der spanischen Volkswagen-Tochter Seat wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet und er sass in Untersuchungshaft.
Laut einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" hatte er zwischen Oktober 2002 und April 2005 rund 160.000 Euro dafür bekommen, dass er Faurecia bei der Auftragsvergabe bevorzugt hatte.
Bisher waren unter den 20 Verdächtigen zwei Einkaufsmanager von VW und einer der Ingolstädter Tochter Audi in das Visier der Ermittler geraten.
Der nun verhaftete Seat-Manager habe bereits vor zwei Jahren von der Beschaffungsabteilung in das "Modellreihen-Programm" gewechselt.
Unmittelbar nach seiner Verhaftung sei er freigestellt worden.
Bis dahin sei VW von den Behörden gebeten worden stillzuhalten, um die verdeckt geführten Ermittlungen nicht zu gefährden.


10.08.2006
Quelle:

Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster, der als eine der Schlüsselfiguren in der VW-Korruptionsaffäre gilt, hat seinen letzten offiziellen Posten in Tschechien verloren.
Die deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug.


14.08.2006
Quelle:

Im deutschen BMW-VW-Bestechungsskandal wird auch gegen eine Tochter des Magna-Konzerns ermittelt.

Zwischen Elbe im Norden und Isar im Süden ermittelten Polizisten, Staatsanwälte und Finanzbeamte bereits seit einem Jahr im wohl größten Korruptionsskandal in der deutschen Automobilgeschichte.
Da durfte Österreich nicht fehlen.

Die innerdeutsche Affäre hatte sich zu einem internationalen Krisenfall entwickelt, der auch nach Österreich reichte.
Denn unter den elf verdächtigen Zulieferbetrieben, die im Schmiergeldsumpf versanken, befand sich auch eine Tochter von Magna, dem Konzern des Austrokanadiers Frank Stronach.
„Die Ermittlungen beziehen sich auf die Gesellschaft Intier“, bestätigte der leitende Münchner Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld.


09.10.2006
Quelle:

Reuters Deutschland meldete:
- Ex-VW-Personalchef Hartz räumt "Sonderbonus" an Betriebsrat ein -
In der Affäre um Korruption bei Volkswagen wurde Hartz erstmals von der Staatsanwaltschaft Braunschweig vernommen.

Der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz hatte bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig die Zahlung von "Sonderbonussen" an den ehemaligen Betriebsratschef Klaus Volkert eingeräumt.
Hartz habe die Begünstigungen mit der Bedeutung des Amtes des damaligen Konzernbetriebsratschefs in einem weltweit agierenden mitbestimmten Konzern begründet, hieß es in Hartz' Mitteilung.
Nach seinem Rücktritt vor mehr als einem Jahr habe Hartz nun auch die strafrechtliche Verantwortung für Vorgänge in seinem damaligen Ressort übernommen, teilte eine von dem Ex-Manager beauftragte Kommunikationsagentur am Montag mit.


Es folgte die Anklage gegen Hartz.


http://www.volksstimme.de am 16.11.2006:
Quelle:


Anklage gegen Ex-VW-Vorstand Hartz:

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage gegen den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz erhoben.
Dem prominenten Manager wird Untreue in 44 Fällen und unrechtmäßige Begünstigung von Betriebsräten zur Last gelegt, teilte die Behörde gestern mit.

Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert habe von 1994 bis 2005 von Hartz neben seinem Gehalt so genannte " Sonderbonuszahlungen " von insgesamt fast zwei Millionen Euro erhalten, ohne dass dies bei VW offen gelegt worden sei.
Ursprünglich vorgesehene Kontrollmechanismen habe der mächtige Personalvorstand abgeschafft, fanden die Staatsanwälte heraus.
Nach den Ergebnissen der Untersuchungen habe Hartz seinen Mitarbeiter Klaus-Joachim Gebauer 1997 auch generell angewiesen, den Betriebsratsvorsitzenden Volkert " großzügig und wertschätzend " zu behandeln und dabei " nicht kleinlich " zu sein, heißt es in der 63-Seiten-Anklageschrift.

Auch Volkerts Geliebte, der Brasilianerin Adriana Barros, habe Hartz hohe Summen ohne Gegenleistung zugeschanzt.
Sie habe von 2000 bis 2004 insgesamt 400 000 Euro erhalten.
Ein mit ihr mündlich geschlossener " Agenturvertrag " sei nur vorgespielt gewesen, um die Geldflüsse " mit dem Schein der Legalität zu schmücken ", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.



Und nu wurde es enger für Hartz .

http://www.wiwo.de am 21.11.2006:
Quelle:


In der VW-Affäre ist der frühere Betriebsratschef Klaus Volkert verhaftet worden.
Der Haftbefehl stütze sich zudem auf den dringenden Tatverdacht einer Anstiftung zur Untreue.

Volkert war im Sommer 2005 wegen der Verstrickung in die Affäre um Korruption und Lustreisen auf Firmenkosten zurückgetreten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass Volkert den ebenfalls beschuldigten, früheren VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer oder andere Beteiligte in der VW-Affäre zu einer Falschaussage bewegen, und die Aufklärung um jeden Preis verhindern wollte.

Hintergrund der nun erfolgten Festnahme seien Angaben von Gebauer, erklärte die Behörde.
Danach hat Volkert im Beisein seines Anwalts am 1. November Gebauer während eines Treffens in Magdeburg bedrängt, seine bisherigen Angaben zu Volkerts Rolle in der Affäre abzuschwächen oder zu relativieren.
Damit habe Volkert eine mildere Strafe oder gar Straffreiheit erreichen wollen.
Im Gegenzug sei Gebauer angeboten worden, ihm einen kostenlosen Verteidiger zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass er seinen bisherigen Anwalt nicht bezahlen müsse.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe Volkert Gebauer gedroht, falls er sich auf das Angebot nicht einlasse.

Volkert sei auf Grund von „Falschaussagen“ Gebauers in Untersuchungshaft, erklärte Volkerts Anwalt
Peter-Michael Diestel.
In einer mündlichen Erörterung des Haftbefehls seien Beweismittel benannt worden, die bezüglich Volkert „jeden Haftgrund entfallen lassen werden“.



HANDELSBLATT, 19.12.2006
Quelle

Das Blatt meldete online, dass Volkswagen seinen ehemaligen Manager Klaus-Joachim Gebauer einem Gerichtsurteil zufolge zu Recht wegen der VW-Affäre entlassen hatte.
Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen wies in zweiter Instanz die Kündigungsschutzklage des 62-Jährigen ab.
Der für die Spesen des Betriebsrats zuständige Manager habe „seine Stellung bei VW dazu missbraucht, um sich persönlich zu bereichern“, sagte der Kammervorsitzende Hans-Karl Löber in der Urteilsbegründung.

Über das von ihm geführte Spesenkonto des Betriebsrates habe Gebauer Reisen doppelt abgerechnet und auch persönliche Reisen bei Volkswagen in Rechnung gestellt, sagte Löber weiter. Außerdem habe Gebauer von einem Veranstaltungsmanager 15 000 Euro überwiesen bekommen, von dem eine Rechnung über 15 000 Euro zwei Mal mit VW abgerechnet wurde. Jede der drei Handlungen rechtfertige allein eine fristlose Kündigung, sagte der Kammervorsitzende. Gebauer habe „das in ihn gesetzte Vertrauen gröblich verletzt und VW erheblichen Schaden zugefügt“.

Der Richter bezeichnete es als „unwahr“, dass Gebauer über VW abgerechnete Privatreisen doch selbst bezahlt habe. Gebauer und sein Anwalt hätten nicht belegen können, dass die dadurch erhaltenen Gelder für Ausgaben von Volkert verwendet worden seien. Revision gegen das Urteil ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu. Der Anwalt Gebauers wollte eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen, da Gebauer auf Weisung Vorgesetzter gehandelt habe, und er, Gebauer, deswegen fristlos nicht zu kündigen sei.

Und während Gebauer noch mit seiner Kündigung zu tun hatte, hatte der Bundestag hatte Mitte Dezember 2006 die Immunität den SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Uhl aufgehoben.

05.01.2007
Quelle:
http://www.ksta.de/html/artikel/1162473234194.shtml
Uhl und sein Verteidiger waren in den vergangenen Monaten nicht auf ein Angebot der Staatsanwaltschaft eingegangen, es nicht zu einer Hauptverhandlung kommen zu lassen, wobei Voraussetzung aber gewesen wäre, dass Uhl geständig ist.
Dies war nicht der Fall.

Uhl war von 1990 bis 2006 VW-Betriebsrat und sei nach Angaben auf seiner Homepage noch Angestellter von Volkswagen mit einem Teilzeitvertrag, was sicherlich normaler Weise ein Kündigungsverfahren auslösen würde.
Hierzu die Online-meldung des Kölner Stadtanzeiger vom 05.01.2007.

In der VW-Affäre um Korruption und Lustreisen auf Firmenkosten hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Uhl erhoben, was nicht wunderte, da Uhl schon länger im Visier der Staatsanwaltschaft war, und es war nur noch eine Frage der Zeit, und "der Offenheit" der Zeugen, wann Uhl fällig wurde.

Die Staatsanwaltschaft benannte in ihrer Anklage 21 Zeugen.
Es sollen neben Prostituierten, ggf. auch der frühere VW-Personalmanager Klaus- Joachim Gebauer, eine Schlüsselfigur in der Affäre, als Zeuge gehört werden.

Der frühere VW-Betriebsrat war damit nach Ex-Arbeitsdirektor Peter Hartz der zweite Beschuldigte in der Affäre, der angeklagt wurde.
Die Staatsanwaltschaft legte Uhl sieben Straftaten zur Last.
Dabei geht es in zwei Fällen um den Vorwurf der Beihilfe zur Untreue.
Uhl soll an bad word auf VW-Kosten teilgenommen haben.
Zudem soll der 55-Jährige fünf falsche eidesstattliche Versicherungen abgegeben haben, die er in zivilrechtlichen Streitigkeiten mit Medienorganen vor dem Landgericht Hamburg abgegeben haben soll.
Uhl sei hinreichend verdächtig, gewusst zu haben, dass die betreffenden Kosten dieser Veranstaltungen von Gebauer bei VW als angeblich dienstlich veranlasste Kosten abgerechnet werden würden.
Uhl habe diese Leistungen damit „sehenden Auges“ in Anspruch genommen, obwohl ihm die rechtswidrige Art der Kostenabrechnung bekannt gewesen sei.
Weitere drei „Veranstaltungen“ in Hannover seien verjährt.


nachrichten.ch am 20.01.2007
Quelle:
http://www.nachrichten.ch/detail/265040.htm

Hartz, der der umstrittenen Arbeitsmarktreform der früheren rot-grünen Bundesregierung seinen Namen gegeben hatte, musste nicht ins Gefängnis, weil er ein umfassendes Geständnis ablegte.
Das Landgericht Braunschweig verurteilte Hartz, eine der Schlüsselfiguren der Affäre, wegen Untreue und Begünstigung des VW-Betriebsratschefs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Ausserdem musste Hartz eine Geldstrafe von rund 576 000 Euro (932 600 Franken) zahlen.
Er hatte gestanden, den einflussreichen damaligen VW- Betriebsratschef Klaus Volkert mit Sonderzahlungen in Millionenhöhe "gekauft" zu haben.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Hartz Volkert mit Sonderbonuszahlungen in Höhe von rund 2 Mio. Euro über zehn Jahre hinweg "bei guter Laune" halten wollte.
Dabei habe Hartz eigenmächtig, heimlich und unter Abschaffung von Kontrollmechanismen gehandelt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Hartz Volkert mit Sonderbonuszahlungen in Höhe von rund 2 Mio. Euro über zehn Jahre hinweg «bei guter Laune» halten wollte.
Dabei habe Hartz eigenmächtig, heimlich und unter Abschaffung von Kontrollmechanismen gehandelt.


Solche Urteile animieren gerade dazu Korruption und Untreue zu betreiben, um eine Selbstbereicherung in kürzester Zeit zu erreichen.
So viel Geld, wie sich mit Korruption, Stellenkorruption, und Untreue verdienen lässt, so viel Geld können Angestellte und Arbeiter in jedem Einzelfall in ihrem Leben überhaupt nicht verdienen.


Die Zeit online am 11.06.2007

Es gab Verdachtsmomente gegen einen 50 Jahre alten Mitarbeiter des VW-Konzerns.

Gegen den Mann wurde bereits seit Anfang Mai wegen des Verdachts der Korruption ermittelt, nachdem ein anonymer Hinweis über das Internet die Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft auf trapp brachte.
Die Polizei hatte daraufhin 29 Büros und Wohnungen unter anderem in Hannover, Wolfsburg, in Bayern und in Frankreich durchsucht.
Nach den ersten Auswertungen der sichergestellten Unterlagen hatten sich die Verdachtsmomente gegen den 50-Jährigen und vier weitere Mitarbeiter des VW-Konzerns erhärtet.
Der 50 Jahre alte Mitarbeiter des VW-Konzerns wurde verhaftet.
Kurz vorher hatte er versucht habe, Zeugen zu einer falschen Aussage zu bewegen, und daraufhin sei gegen den Mann Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr erlassen und vollstreckt worden, teilten das Landeskriminalamt Niedersachsen und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit.
Dem 50-Jährigen werde Bestechlichkeit in drei besonders schweren Fällen vorgeworfen.
Er soll von einem Geschäftsführer eines Lack-Herstellers aus Nordbayern Vergünstigungen wie mehrtägige Reisen erhalten haben.


Durch die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Braunschweig vom 04.07.2007 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen einen 53-jährigen ehemaligen leitenden Mitarbeiter des VW-Werkes Salzgitter Anklage wegen Untreue in 58 Fällen zum Schöffengericht in Salzgitter erhoben hatte.
In der Anklage wurde dem Angeschuldigten vorgeworfen, in der Zeit von 2002 bis 2006 im Rahmen seiner Tätigkeit im Bereich Controlling und Finanzwesen die Kassensachbearbeiter der für Werksangehörigenverkäufe geführten Barkasse unter Vortäuschung betrieblicher Erforderlichkeit zur Auszahlung von Beträgen in einer Gesamthöhe von mehr als 400.000 Euro veranlasst zu haben.
Das Geld habe er sodann für eigene Zwecke verbraucht.
Die Vorfälle seien im Rahmen einer betrieblichen Kontrolle der Barkasse aufgedeckt und führten zur Entlassung des Angeschuldigten.
Der Angeschuldigte habe bisher keine Angaben zur Sache gemacht.
In Anbetracht der Schadenshöhe und der Tatsache, dass das Gesetz für jeden Fall der Untreue eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren vorsiet, sei mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen.


DIE WELT online am 14.11.2007

Der Stellvertreter des Ex-Betriebsratschefs Klaus Volkert, Herr Bernd Sudholt, wurde von der Staatsanwaltschaft in Braunschweig Beihilfe zur Untreue in vier Fällen vorgeworfen.
Sudhold bestritt die Vorgänge.
Sudholt wurde zunächst ein Strafbefehl angeboten (im Volksmund auch "Deal" genannt), der ihm eine öffentliche Hauptverhandlung erspart hätte.
Voraussetzung war dabei aber, dass die angebotene Strafe von Sudhold angenommen worden wäre. Eine Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe hätte so verhängt werden können und damit wäre ein Prozess vermieden worden.
Im Fall von Sudholt habe die Justiz aber die Rückmeldung erhalten, dass er einen Strafbefehl nicht akzeptierte und deshalb Anklage zu erheben war.

Der 61-jährige Sudholt soll auf VW-Kosten Prostituierte bestellt haben.
Der 61-jährige Sudholt soll zwischen 2001 und 2003 bei Auslandsreisen auf Kosten von VW die Leistungen von Prostituierten in Anspruch genommen haben.
Dabei sei ein Schaden von 3575 Euro entstanden.
Der Beschuldigte habe bislang jede Teilhabe an dieser Art von "Beiprogramm" bestritten, so die Anklagebehörde.

Wegen ähnlicher Vorwürfe sind bereits der frühere Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl (SPD) und der frühere Landtagsabgeordnete Günter Lenz (SPD) rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden.



oe24.at am 18.12.2007:

Ex-Skoda-Chef Helmuth Schuster sagte im Verfahren in Braunschweig aus, ein zentrales Spesenkonto sei über Jahre hinweg im Büro von Ex-VW-Vorstandschef Ferdinand Piëch geführt worden, wobei er von 1993 bis 2002 Vorstandschef von Volkswagen war
Über das Spesenkonto, das laut Schuster im Jahr 2000 in die Verantwortung des damaligen Personalvorstandes Peter Hartz überging, wurden den Ermittlungen zufolge Lustreisen und Bordellbesuche von Betriebsräten finanziert.

Ein früherer VW-Betriebsarzt gab an, dass der Vorstand schon 2004 über die Spesenkonten Bescheid gewusst haben muss.
Der inzwischen pensionierte leitende Betriebsarzt sagte aus, Gebauer habe ihm schon im Jänner 2004 von einer Überprüfung der Spesenkonten durch das Management berichtet.
Dabei sei es "um hunderttausende von Euro" gegangen.



MDR am 09.01.2008:

Piëch stand als Zeuge vor Gericht.
Das Einzige, was Piëch offenbar nach seiner Aussage zu Ohren gekommen war, betraf die Anschuldigung, Volkerts brasilianische Geliebte werde von VW bezahlt. Er habe davon gehört. Aber für Gerüchte zum Privatleben der Mitarbeiter interessiere er sich nicht.
Es habe keine Veranlassung für ihn gegeben, sich mit dem für Spesen und Vergnügungen auf Firmenkosten zu beschäftigen.
Er habe auch seinen Büroleiter nicht mit einer Prüfung beauftragt.
derstandard.at ergänzte am 09.01.2008, dass vor Gericht auch ein Schreiben zur Sprache kam, in dem ein VW-Mitarbeiter 2003 Piëch von Bordellbesuchen auf VW-Kosten berichtete.
"Dieser Brief hat mich nie erreicht", sagte Piëch.
Auf die Frage, ob er Einblick in das "Konto 1860" hatte, über das die Zahlungen abgewickelt wurden, die offensichtlich illegal waren, sagte er aus:
"Es gibt 6000 bis 7000 Kontos bei VW. Ich hatte keinen Anlass, mich speziell mit diesem zu beschäftigen."
Als es um die Sondervergütungen für Volkert ging, habe er sich zwar dunkel erinnern können, dass Volkert 1994 mehr Gehalt wollte, erklärt Piëch.
Aber was er dann genau bekommen habe - Piëch weiß es nicht.
"Um das habe ich mich nicht gekümmert. Das fiel im Detail nicht in meine Zuständigkeit. Ich habe keine Kenntnis, dass Sonderboni gezahlt wurden."
Dafür sei der frühere Personalmanager Peter Hartz zuständig gewesen.
Schließlich habe Piëch ganz andere Dinge zu tun gehabt.
Er sagte:
"Bei meinem Antritt als Vorstandsvorsitzender 1993 schrieben wir 900 Millionen Euro Verlust, bei meinem Ausscheiden 2002 4,4 Milliarden Euro Gewinn."
Hätte Piëch von den illegalen Zahlungen gewusst, dann hätte er die Revision eingeschaltet.


Donaukurier online am 07.02.2008:

Der ehemalige Audi-Betriebsratschef Xaver Meier hat im September 2003 nach Überzeugung des Landgerichts Braunschweig auf Kosten von VW ein Bordell besucht und dem Konzern damit 575 Euro Schaden zugefügt.
Er wurde verurteilt wegen Beihilfe zur Untreue eine Geldstrafe zu zahlen.
Demnach "ist gerichtlich festgestellt, dass der Angeschuldigte während der Welt- und Europapräsidiumssitzung des Volkswagenkonzerns in Prag am 17. 9. 2003 neben anderen Beteiligten die Dienste einer Prostituierten aus dem Bordell ,K 5‘ auf Kosten von VW unberechtigt in Anspruch genommen hat".
VW-Betriebsrat Hans-Jürgen Uhl hatte vor dem Braunschweiger Landgericht ausgesagt, dass auch Ex-Audi-Betriebsratschef Xaver Meier habe am "Beiprogramm" mit Prostituierten teilgenommen.
Die Geldstrafe für Xaver Meier: 30 Tagessätze zu je 190 Euro, insgesamt 5700 Euro.
Der 62-Jährige musste mit keinem Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis rechnen, und gilt daher als nicht vorbestraft.
Die angebliche Teilnahme an einer Lust-Party mit Prostituierten in Hannover 1999 sei jedoch verjährt gewesen, und mangels hinreichenden Tatverdachts seien auch die Untersuchungen gegen Meier im Zusammenhang mit einer Mexiko-Lustreise mit Prostituierten auf VW-Kosten im März 2001 eingestellt worden.
Xaver Meier, der im April 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt wurde, hatte in der Öffentlichkeit immer alle Vorwürfe bestritten.
Ende 2005 war der Vorsitzende des Audi-Gesamtbetriebsrates von allen Ämtern zurückgetreten und in den Vorruhestand gegangen, was schon länger geplant gewesen sei.
Zitat von Xaver Meier zu Beginn der Lust-Affäre:
"Ich denke, dass ich immer für Geradlinigkeit und Ehrlichkeit stand."


DIE WELT online am 22.02.2008:

Der frühere VW-Betriebsratschef Klaus Volkert wurde wegen seiner Verwicklung in die VW-Affäre um Untreue und Lustreisen auf Firmenkosten verurteilt.
Das Landgericht Braunschweig verurteilte Volkert am 22.02.2008 wegen Anstiftung und Beihilfe zur Untreue und Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten.
Volkert hatte Sonderbonuszahlungen in Höhe von fast zwei Millionen Euro vom früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz erhalten.

Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer wurde zu einer Strafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.



Ergänzungen sind unter Compliance-Magazin online abrufbar.


Und kein Ende in Sicht ?


Gruss
Tom
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Zusammenfassung der VW-Affäre und die Bookmarks in der Welt

Beitragvon macdet » Fr, 15 Dez 2006 12:17 +0000

Bin auch gerade gerade mal wieder über die Affäre gestolpert. Die Namen sind ja immer gleich.

siehe

Im Wiki kann man besser die Querverweise darstellen.

@Tom, hast du dich im wiki angemeldet. Schick einfach ne PN für die Daten oder bei Wunsch auch umgekehrt!

http://wiki.mobbing-gegner.de/BerndSudholt
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Presseberichte aus dem Zusammenhang der VW-Affäre

Beitragvon macdet » So, 23 Sep 2007 11:04 +0000

gern gesucht und gelesen:
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auch hier meinen Dank an die Kanzlei Prinz für den freundlichen Hinweis auf die rechtswidrige Inhalte,
die die Rechte des Mandanten verletzen und nicht verbreitet werden dürfen.


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und kleiner Tipp... im google-cache stehen natürlich auch alte gelöschten Beiträge.

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