Weiter im Pfahls-Prozess: Geheimdienstchef und Verteidigungs

Firmen wie Siemens, Volkwagen, Opel etc. wo bereits Betriebsräte gekauft worden sind!

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Weiter im Pfahls-Prozess: Geheimdienstchef und Verteidigungs

Beitragvon Tom » Fr, 22 Jun 2007 7:36 +0000

Hallo !

Eine sehr lange Geschichte, und fast vergessen !

Er war einer der meistgesuchten Deutschen weltweit, doch über Jahre hinweg kamen die Zielfahnder Ludwig-Holger Pfahls nicht auf die Spur.
Dann, am 13.04.2004, klicken in Paris für das "Phantom" die Handschellen:
Der wegen Verwicklung in mehrere Bestechungsaffären gesuchte ehemalige Geheimdienstchef und Verteidigungsstaatssekretär wurde von deutschen Beamten des BKA verhaftet.
Nach monatelangem Gefängnisaufenthalt in Paris wurde Pfahls nach Deutschland überstellt.
Dort wurde er wegen Steuerhinterziehung und Vorteilsnahme verurteilt.
Später sagte der frühere Rüstungsstaatssekretär und Zeuge Ludwig-Holger Pfahls im Augsburger Steuer-Strafprozess gegen Max Strauß aus.
Von Schmiergeldzahlungen des Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber an Strauß sei ihm nichts bekannt gewesen.
Dennoch wurde erneut gegen den Sohn von Franz Josef Strauß verhandelt.
mehr unter br-online.de "Bayern Heute"


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Re: Weiter im Pfahls-Prozess: Geheimdienstchef und Verteidigungs

Beitragvon Tom » So, 16 Mär 2008 2:31 +0000

ad-hoc-news.de online am 13.03.2008

Der international tätige Lobbyist Dieter Holzer wurde vor das Augsburger Gericht geladen.
Der Geschäftsmann mit Firmenhauptsitz im Libanon soll Ex-Verteidigungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls bei dessen jahrelanger Flucht geholfen haben.
Holzer soll laut der Augsburger Staatsanwaltschaft im ersten von zwei Prozessen gegen Max Strauß uneidlich falsch ausgesagt haben.
Holzer selbst bestritt dies.
Pfahls wurde als Zeuge geladen.
Pfahls war 2005 vom Augsburger Landgericht wegen Vorteilsnahme und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.
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Re: Weiter im Pfahls-Prozess: Geheimdienstchef und Verteidigungs

Beitragvon Tom » Fr, 30 Mai 2008 2:47 +0000

Wie weiter oben angedeutet, war Schreiber in den Skandal verwickelt.
Weitere News folgten.

Augsburger Allgemeine online am 26.05.2008

Am 25.05.2008 und damit 17 Jahre nach dem skandalträchtigen Panzerverkauf an Saudi-Arabien fiel vor dem Augsburger Amtsgericht ein weiteres Urteil. Lorenzo W., ein Vertrauter Schreibers und einst Treuhänder seiner Geldgeschäfte in der Schweiz, wurde zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt.
Schuldig der Falschaussage und der versuchten Strafvereitelung.
Der 67-Jährige vermied es, vor Gericht zu erscheinen.
Kurz vor dem Termin zog sein Anwalt den Einspruch gegen den ohne öffentliche Verhandlung verhängten Strafbefehl zurück, womit dieser rechtskräftig ist.
Durch das Urteil steht fest, dass Lorenzo W. entgegen seiner Aussage vor einem Ermittlungsrichter wusste, wer Nutznießer der beiden Briefkastenfirmen "A.T.G." und "I.A.L." war:
kein anderer als Rüstungslobbyist Schreiber, den die Staatsanwaltschaft der Steuerhinterziehung, Untreue und Korruption beschuldigt.
Über deren Konten war jenes 447 Millionen Mark teure Panzergeschäft abgewickelt worden, knapp die Hälfte des Betrags waren Schmiergelder.
Mit seiner Falschaussage hatte der Schweizer erreichen wollen, dass sowohl Schreiber - noch immer in Kanada - wie zwei Thyssen-Manager straffrei davonkommen.
Was bekanntlich misslang - weshalb das bis heute vor dem BGH angefochtene Urteil auch eine später Genugtuung für die 10. Strafkammer und ihren Vorsitzenden Maximilian Hofmeister ist.

Gruss
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