Solikreis Porsche Kollegen

alles was diese Jungs so anstellen!

Moderator: Günter Spies

Solikreis Porsche Kollegen

Beitragvon Admin » Di, 20 Mai 2008 8:50 +0000

Da bin ich wirklich ein wenig neidisch!
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Re: Solikreis Porsche Kollegen

Beitragvon Admin » Di, 20 Mai 2008 8:50 +0000

http://www.solikreis-porschekollegen.de/frameset.htm
für die gemaßregelten Kollegen bei Porsche in Zuffenhausen

IG-Metall Vertrauenskörper 19.06.06
Bei Mann & Hummel -LB
An: IG Metall Ortsvorstand Stuttgart
Sattlerstr. 1, 70174 Stuttgart
IG Metall Ortsvorstand LB
Zur Kenntnis
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir haben über den Solidaritätskreis Porschekollegen "Einer für Alle -Alle für Einen" und andere Veröffentlichungen erfahren, dass Sigmar Herrlinger, seit 25 Jahren IGM Mitglied und Vertrauensmann mit 54 Jahren fristlos gekündigt wurde. Uns ist bekannt, dass die Porsche- GF in den letzten Jahren andere kämpferische Gewerkschafter wie Ulrich Schirmer ebenfalls gekündigt hat. Er hat mit Hilfe einer breiten Solidarität auch bei dem Bundesarbeitsgericht recht bekommen.
Auf unserer heutigen VK- Sitzung haben wir den Aufruf von dem IG Metall Vorstand diskutiert. Wir sehen ebenfalls die Notwendigkeit einer verstärkten Mitgliederwerbung und haben entsprechende Maßnahmen festgelegt. Bei der Mitgliederwerbung Stützen wir uns nicht nur auf die allgemeine Tatsache, dass wir für die Verteidigung und Erweiterung unserer gewerkschaftlichen Rechte eine starke IG Metall brauchen. Wir propagieren vor allem konkret, die durch das Statut zugesicherten Rechte für die Mitglieder, u.a. Rechtsbeihilfe im Falle einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung.

Wir haben Erfahren, dass der IG Metall Ortsvorstand Stuttgart dem Kollegen Sigmar Herrlinger dieses Recht nicht gewährt hat. Dieser Fall ist in unserem Betrieb breit bekannt. Wir können unsere Mitgliederkollegen und jene die es werden sollen nicht erklären, warum einem langjährigen kämpferischen Vertrauensmann nicht Rechtschutz gewährt wurde. Wir wollen hierfür die Gründe wissen.
In Erwartung einer baldigen Antwort, mit solidarischen Grüssen.

IG Metall Vertrauenskörper bei M&H- Ludwigsburg

(Einstimmig beschlossen)

Solidaritätsresolution der Veranstaltung der MLPD Stuttgart am 23.6.06 zum Thema:

"Politische Rechte und Freiheiten im Brennpunkt"


An den Solikreis Joachim Struzyna in Ulm
An den Solikreis der Porsche Kollegen "Einer für alle - alle für einen"
An die Kollegen bei Panasonic in Esslingen
An die rf- news

Auf der heutigen Veranstaltung der MLPD Stuttgart "Politische Rechte und Freiheiten im Brennpunkt" wurde deutlich, dass der Kampf um elementare Forderungen wie Arbeitsplätze, Schutz der Umwelt, Bleiberecht, Frieden, Asylrecht und internationale Solidarität eng mit dem Kampf um den Erhalt und Erweiterung bürgerlich demokratischer Rechte und Freiheiten verbunden werden muss.


Wichtige Forderungen sind:

"Für ein allseitiges, vollständiges und gesetzliches Streikrecht"

"Für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda"

Daher sind wir auch uneingeschränkt solidarisch mit den anwesenden, von politischen Repräsionen betroffenen Kollegen: Joachim Struzyna aus Ulm, die beiden Porsche- Kollegen Uli Schirmer und Siegmar Herrlinger und ihren Familien.

Gleichfalls grüßen wir die um ihre Arbeitsplätze kämpfenden Kollegen von Panasonic in Esslingen und versichern ihnen ebenfalls unsere volle moralische und praktische Unterstützung!
Solidaritätsadresse
Verdi Vertrauensleute der Stuttgarter Straßenbahnen AG

Stuttgart den 08.06.2006
An die IG- Metall Ortsverwaltung Stuttgart

Werte Kolleginnen und Kollegen,
wir sind sehr erstaunt und entsetzt darüber, dass Ihr dem Vertrauensmann bei Porsche Siegmar Herrlinger den Rechtsschutz verweigert.

Warum unterstützt Ihr ihn nicht eindeutig gegen die skandalöse Kündigung wegen angeblicher Störung des Betriebsfriedens?

Wo kommen wir denn hin wenn wir kämpferischen Kollegen die Solidarität verweigern?!

Deshalb fordern wir Euch auf die Entscheidung zurückzunehmen und Ihm jede notwendige Unterstützung zu gewähren.

Mit Kollegialen Grüßen


SSB Vertrauensleutevorstand und Vertrauensleute
Der Gewerkschaft Verdi

Wir wünschen Siegmar Herrlinger viel Erfolg!!

Im Name der Vertrauensleute der SSB

VL-Sprecher Peter Thal

Protestresolution. Prozesskostenbeihilfe für Herrn Siegmar Herrlinger!

Sehr geehrte Damen und Herren,


die Esslinger Montagsdemonstration, der auch zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder angehören, nahm heute mit Empörung zur Kenntnis, dass Ihr Eurem aktiven Gewerkschaftsmitglied Siegmar Herrlinger den Rechtsschutz in seinem Streit mit dem Porsche-Konzern verweigert. Wie aus der jüngsten Vergangenheit bekannt ist, hat dieser Rechtsstreit mit Sicherheit gute Aussichten auf einen Erfolg Eures Mitgliedes Siegmar Herrlinger. Dazu bedarf es der solidarischen Hilfe. Es darf nicht sein, dass die Arbeitgeber unge­hindert ihre Mitarbeiter einschüchtern. Die Gewerkschaften und ihre Leitungen sind stark genug, ihre Mitglieder vor diesen Repressalien zu schützen und solchen Machenschaften aktiv entgegen zu treten.

Die Esslinger Montagsdemonstration versichert Dietmar Herrlinger einstimmig ihrer vollen Solidarität. Wir fordern die Unterstützung von Dietmar Herrlinger in seinem Rechtsstreit durch seine Gewerkschaft, die IG Metall und ihren Ortsvorstand Stutt­gart. Das heißt auch, dass wir den Ortsvorstand Stuttgart auffordern, die für den Rechtsstreit erforderliche Hilfe zu gewähren.

Mit kollegialen Grüßen i. A.

gez. Heribert Müller

An IGMetall Stuttgart
Liebe Kollegen,
als langjähriges aktives Gewerkschaftsmitglied (viele Jahre auch in der IG-Metall und heute ver.di, Betriebsrätin und Sprecherin der ver.di Vertrauensleute von Quelle in Leipzig) bin ich entsetzt über das unsolidarische Verhalten von Euch gegenüber dem von Porsche gekündigten Kollegen Siegmar Herrlinger.
Warum unterstützt Ihr ihn nicht eindeutig gegen die skandalöse Kündigung von Porsche, auch mit der Gewährung von Rechtsschutz?
Noch nie so nötig wie jetzt, brauchen wir starke Gewerkschaften, wo Meinungsunterschiede solidarisch ausgefochten werden müssen. Die Solidarität ist die Grundlage unserer Gewerkschaftsarbeit und hat, da wo praktiziert eine hohe Anziehungskraft, auch zur Gewinnung neuer Gewerkschafter. Wem nützt es, wenn Ihr dem Kollegen den Rechtsschutz verweigert? Doch nur der Geschäftsleitung von Porsche. Und es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Gewerkschafter, der sich für seine Kollegen einsetzt.
Nehmt Eure Entscheidung zurück!
Ich selbst bin zweimal gekündigt und weis was Solidarität bedeutet. Dank der Solidarität vieler Kollegen im Betrieb und außerhalb, aber auch der großen Unterstützung von ver.di ist es möglich neue Mitstreiter zu gewinnen und den Angriffen der Geschäftsleitung entgegenzutreten. Solidarität macht uns stark! Beherzigt das und gebt dem Kollegen jede Unterstützung!
Dazu gehört selbstverständlich der Rechtsschutz!

Mit solidarischen Grüßen für Siegmar Herrlinger
Gudrun Kimmerle
Sprecherin der ver.di Vertrauensleute und Betriebsrätin bei Quelle in Leipzig

Liebe Freunde und Kollegen,
auf der Montagsdemonstration am 15. Mai wurde der "Fall Sigmar Herrlinger" auch dargestellt und deutlich gemacht, dass gerade dieses mutige Aufstehen gegen die Willkür der Konzernherren notwendig ist, das auch Sigmar Herrlinger an den Tag gelegt hat. Ohne großes Zögern war die erste Unterschriftenliste in kurzer Zeit voll. Leider war keine zweite da. Das wird aber nachgeholt und der Fall wird weiter in der Diskussion bleiben, zumal da die IG Metall Stuttgart jetzt völlig entgegen der Interessen der Kollegen den Rechtsschutz abgelehnt hat. Bei den Unterschriften sind auch aktive ver.di-Kollegen, die der Meinung waren, es wäre doch Aufgabe des Betriebsrats, sich gegen solche Maßnahmen der Geschäftsleitung zu wenden.
Ich denke, dass gerade unter den Gewerkschaftskollegen deutlich gemacht werden muss, dass dieser Fall die Solidarität von allen Gewerkschaftskollegen braucht. Es ist sicher richtig, auch an die IG Metall in Stuttgart Protestbriefe zu schicken, auf welcher Seite sie denn eigentlich stehen.

Herzliche Grüße
Helmut Kruse-Günter

An IGMetall Stuttgart
Werte Kolleginnen und Kollegen,
als Betriebsratsmitglied und Delegierter der IG Metall bei Opel Eisenach möchte ich Euch auffordern, die Ablehnung des Rechtsschutzes für Siegmar Herrlinger, der bei Porsche gekündigt wurde, zu korrigieren. Die Begründung, dass der Kampf gegen die Kündigung eines unbequemen Vertrauensmannes nicht im Interesse der Mitglieder liegt, halte ich für unzulässig. Wer die Entwicklung verfolgt hat, und ich habe Siegmar persönlich getroffen anlässlich der Verhandlung des Kollegen Schirmer vor dem Bundesarbeitsgericht, der kann Eure Entscheidung nur als parteipolitisch motiviert verstehen. Es ist doch kein Geheimnis, dass die Hexenjagd bei Porsche, an der sich offenbar der BR-Vorsitzende beteiligt, gegen Kollegen gerichtet ist, denen Sympathie für die MLPD nachgesagt wird. Wenn der Eindruck rüberkommt, dass IG-Metall-Gremien solchen parteipolitischen Motiven folgen, dann stellt das die Glaubwürdigkeit der IGM in Frage. Ihr könnt mir glauben, dass es bei Opel Eisenach genug Kollegen gibt, die mit Marxismus-Leninismus so ihre Probleme haben. Aber deswegen der Gegenseite zu erlauben, unbequeme Kollegen abzuservieren, das wird von der Belegschaft hier auf keinen Fall akzeptiert.

Mit solidarischen Grüßen
Fritz Hofmann (im Namen vieler Kollegen)

Werte Mitarbeiter der Ortsverwaltung der IG Metall Stuttgart,
ich bin nur ein simpler Webdesigner und daher auch kein Gewerkschaftsmitglied. Doch als Sohn einer Arbeiterin und eines Arbeiters, verfolge ich die Aktivitäten der Arbeiter regelmäßig und aufmerksam.Was ich da eben im Web lesen konnte ist nahezu unglaubwürdig und - wenn es denn wahr ist - eine Schande für die IGM. Angeblich bekommt der Porsche-Kollege Siegmar Herrlinger von Ihnen keinen Rechtsschutz, weil - ich zitiere - "die gerichtliche Durchsetzung seines Anspruchs nicht im Interesse der Mitglieder der IG Metall liegt". Eine Begründung dafür konnte ich nicht finden.
Das ist verständlich, denn warum sollte der Rechtsbeistand für einen kämpferischen Kollegen, der genauso wie der Kollege Schirmer stellvertretend für die ganze Arbeiterschaft abgestraft werden soll, nicht im Interesse der Gewerkschafter liegen, die doch alle Arbeiter sind.
Welche Rolle spielt dabei der Betriebsratsratsvorsitzenden Hück, der nach meinem Wissen ja auch nicht gerade eine rühmliche Rolle in Sachen Solidarität mit Schirmer spielte? Jetzt scheinen ihm die nicht zu behagen, die mit Schirmer solidarisch sind, und auch der "Motor", deren jüngste Ausgabe ich zufällig in Händen halte, scheint ihm nicht zu passen. Womit er sicher einer Meinung mit Herrn Wiedeking ist. Ich kenne die rechtlichen Gepflogenheiten der Gewerkschaften nicht, doch wenn es irgend machbar ist, dann schmeißen Sie diesen Mann schnellstens raus. Denn wenn etwas nicht im Interesse Ihrer Mitglieder ist, dann diese "Klassenzusammenarbeit", diese Kumpanei eines Betriebsratsvorsitzenden mit dem Porsche-Vorstand.
Jede Möglichkeit, den "Unternehmern" eine Niederlage beizubringen, muss genutzt werden. Und jede nur denkbare juristische und moralische Unterstützung kämpferischer Kollegen ist im Sinne der IGM und ihrer
Mitglieder.
Ich fordere Sie daher auf, dem Kollegen Herrlinger nicht nur den Rechtsschutz zu gewähren, sondern die größtmögliche Solidarität.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wallmann sen.

Erklärung
Wir Teilnehmer der Gesprächsrunde vom 17.05.06, zu der die MLPD eingeladen hatte, sind empört über die fristlose Kündigung des Porsche-Vertrauensmanns Siegmar Herrlinger. Angeblich wegen Störung des Betriebsfriedens soll Siegmar Herrlinger aus dem Betrieb entfernt werden.
Vor dem Hintergrund des scharfen Konkurrenzkampfs will Porsche Ruhe im Betrieb zur Verschärfung der Ausbeutung der Belegschaft. Daher sind der Geschäftsleitung kämpferische Kollegen ein Dorn im Auge.
Ebenso empört sind wir über das schmutzige Geschäft des Betriebsratsvorsitzenden Hück, der offen diese Einschüchterungspolitik unterstützt und sogar die Geschäftsleitung von Porsche auffordert, den Verfassungsschutz gegen eine Kollegenzeitung einsetzen zu lassen.
Wir fordern die sofortige Rücknahme der Kündigung und die Wiedereinstellung von Siegmar Herrlinger.

Einstimmig verabschiedet von den Teilnehmern an der Gesprächsrunde.

Mit freundlichem Gruß
Jürgen Morgenstern.

Liebe Kolleginnen und Kollegen von der IG Metall Ortsverwaltung,
so eben erfahre ich, dass Siegmar Herrlinger ein Rechtsschutz gegen seine Kündigung verweigert wurde. Zitat: "Der Ortsvorstand unserer Verwaltungsstelle hat sich heute mit diesem Antrag befasst und lehnt ihn ab, weil die gerichtliche Durchsetzung Ihres Anspruchs nicht im Interesse der Mitglieder der IG Metall liegt."
Ich möchte nicht zuletzt als IG Metall Mitglied dagegen protestieren, dass einem kämpferischen Kollegen von der IG Metall ein Rechtsbeistand verweigert wird. Warum soll die "gerichtliche Durchsetzung" nicht im
Interesse der IG Metall liegen? Bedeuted das, dass der Vorstand der IG Metall Ortsverwaltung Stuttgart die Kündigung gut heißt?
Ich fordere den Vorstand der IG Metall Ortsverwaltung Stuttgart auf, sich mit Siegmar Herrlinger solidarisch zu erklären und Ihm Rechtsschutz zu gewähren.

Mit freundlichen Grüßen,
Anton Bosch

An IGMetall Stuttgart
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
als langjähriges Mitglied in der IGDruck und jetzt in Verdi bin ich entsetzt darüber, dass ihr dem Kollegen Siegmar Herrlinger in der Auseineinandersetzung mit der Firma Porsche keinen Rechtsschutz gewähren
wollt. Als ich vor 25 Jahren Mitglied wurde in der Gewerkschaft war das Angebot des Rechtsschutzes im Falle einer Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber mit der Ausschlag gebende Grund sich in der Gewerkschaft zu organisieren. Damit werbt ihr auch ganz klar auf euer Homepage. Ich habe mit vielen Kollegen darüber im Stadtteil gesprochen, einige waren der Meinung es wäre jetzt notwendig aus der Gewerkschaft auszutreten, wenn sich die Gewerkschaft nicht mit dem Kollegen solidarisiert und untersützt. Dies wäre doch eine Chance viele neue Mitglieder in der Gewerkschaft zu gewinnen, wenn man sagt, Meinungsverschiedenheiten werden bei uns solidarisch angegangen und geklärt - ohne wenn und aber. Ihr betreibt eine regelrechte Ausgrenzung von kämpferischen Kollegen, die sich solidarisch mit gemobbten und gekündigten Kollegen zeigen. Wo soll das hinführen? Ich fordere Euch auf den Rechtsschutz für Siegmar Herrlinger zu übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Gerhäuser

IGM-Betriebsräte bei der Firma L'Orange Stuttgart Zuffenhausen
21.5.06
An die IGM-Ortsverwaltung Stuttgart
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Mit Bestürzung und Unverständnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass ihr einem gekündigten IGM-Vertrauensmann bei der Firma Porsche den Rechtsschutz verweigert mit der Begründung, das sei nicht im Interesse der IGM-Mitglieder. Bei Porsche gibt es in den letzten Jahren offenbar eine zunehmende Praxis unbequeme und kämpferische Kollegen zu maßregeln und zu kündigen. Das hat ganz offensichtlich damit zu tun, dass die Porschebelegschaft in den letzten Jahren immer eine sehr kämpferische und offensive Belegschaft war wenn es um unsere Löhne und Rechte ging. Wir können uns gut erinnern an verschiedene Streiks in den Tarifrunden und auch außerhalb, aber auch an die Unterschriftensammlung zur Eindämmung der Befristeten- und Leiharbeitsverhältnisse was sich gegen die zunehmende Rechtlosigkeit eines Großteil der Belegschaften richtete.
Wir arbeiten in einem Betrieb wo der Organisationsgrad in der IGM in der Belegschaft und auch im Betriebsrat noch nicht sehr hoch ist. Unser Bemühen das zu ändern wird durch ein solches Vorgehen der Ortsverwaltung mit Sicherheit nicht einfacher. Die IGM macht auch zu Recht damit Werbung, dass sie die Kollegen gegen Kündigung unterstützt, wie wir auf der Schulung zum Tarifergebnis erst wieder mit bekommen haben. Sie muss das dann aber auch einlösen. Welche Gründe sollte es geben einem Kollegen, der sich seit über 25 Jahren für die IGM aktiv einsetzt gegenüber der Kündigung der Firma Porsche den Rechtsschutz zu verweigern? Selbst wenn es Differenzen geben sollte, halten wir es für ein Gebot der gewerkschaftlichen Solidarität dem Kollegen die volle Unterstützung zu geben. Wir möchten euch auffordern eueren Beschluss rückgängig zu machen und dem Kollegen die volle juristische und politische Unterstützung zu geben.

Mit freundlichen Grüssen IGM-BR L'Orange

Gerhard Beier, Hans-Joachim Gerhäuser, Johannes Bares

An die Ortsverwaltung der IGM Stuttgart
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Im Internet verfolge ich die Berichterstattung zur Kündigung des Kollegen Herrlinger. Das beschäftigt mich deshalb besonders, weil ich 1985 selbst von einer Kündigung durch die damalige AEG Oldenburg (Niedersachsen) betroffen war. Ich bin Werkzeugmacher und arbeitete damals als Maschinenarbeiter im Akkord. Der Geschäftsleitung war damals auch meine gewerkschaftlichen und politischen Einstellungen nicht genehm, insbesondere meine Beiträge auf den Betriebsversammlungen. Ebenso wie offenbar bei Porsche gab es auch bei uns unter den gewerkschaftlich aktiven Kollegen heftige Auseinandersetzungen, wie man sich zur Geschäftsleitung, zu Arbeitsplatzabbau und Kündigungen, zu Akkordverschärfungen usw. verhält. Und dass ich dem Betriebsratsvorsitzenden und dem IGM-Bevollmächtigten zu "links" war, war nicht zu verheimlichen. Aber es war unter meinen Kollegen und in der IGM keine Frage, dass ich Rechtsschutz bekomme, der Kampf gegen meine Kündigung vorbehaltlos unterstützt wird und /'die gerichtliche Durchsetzung meines Anspruchs im Interesse der Mitglieder der IG Metall liegt'. /Dies zu verweigern - zu so einer Niedertracht und Kumpanei mit der Geschäftsleitung der AEG war bei uns niemand bereit!

Ich musste übrigens durch die große Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen und einen gewonnen Prozess wieder eingestellt werden und habe danach noch 16 Jahre dort gearbeitet, die meiste Zeit war ich IGM-Vertrauensmann. Der Personalchef, der meine Kündigung unterschrieben hatte musste nach Prozessende seinen Hut nehmen. Möge den Damen und Herren, die dem Kollegen Herrlinger gekündigt haben, dasselbe Schicksal ereilen!
Seit einigen Jahren arbeite ich nicht mehr in der Metallindustrie, bin aber IGM-Mitglied geblieben. Denn ich bin davon überzeugt, dass die Arbeiter und Angestellten unbedingt eine starke Gewerkschaft brauchen, die Solidarität verwirklicht und die kämpfen kann. Was Ihr aber mit dem Kollegen Herrlinger macht, ist das Gegenteil davon. Wie könnt Ihr es wagen, das Ansehen der IG Metall derart in den Dreck zu ziehen? Eine Gewerkschaft, die die Solidarität und Unterstützung gegenüber ihren Mitgliedern aufkündigt, wem soll die nützen? Ich lese, Kollege Herrlinger ist Vertrauensmann. Müssen seine Wähler jetzt auch mit Sanktionen Eurerseits rechnen? Wollt Ihr Kollegen, die sich aus guter gewerkschaftlicher Tradition für den Kollegen Herrlinger einsetzten auch die Unterstützung entziehen? Für welche Mitglieder der IGM sprecht Ihr da eigentlich? Für mich nicht und sicher auch nicht für die Mehrheit in Eurer Verwaltungsstelle. Was muss denn Eurer Meinung nach ein Kollege tun und denken, dass er Rechtsschutz erhält? Steht vor jedem Rechtsschutz jetzt ein Gesinnungstest?
Meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen kämpfen zur Zeit um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und fast die gesamte Belegschaft war mit einem Sonderzug bei AEG Nürnberg. Diese Solidarität, Kampfgemeinschaft, über alle weltanschaulichen, parteipolitischen oder sonstige Meinungen hinweg (außer natürlich Faschisten) ist das Herzblut der Gewerkschaften. Mit Eurer Verweigerung des Rechtsschutzes verstoßt Ihr aufs Gröbst gegen diesen gewerkschaftlichen Geist! (Und wahrscheinlich auch gegen Eure Richtlinien, nehme ich an.) Ihr sprecht damit nicht für die Mitglieder der IG Metall, sondern ihr untergrabt damit die gewerkschaftliche Solidarität und Kampffähigkeit, ihr schädigt damit die Mitglieder, die ja gerade eine starke Gewerkschaft brauchen und wollen!
Ich fordere Euch auf, dem Kollegen Herrlinger ohne Wenn und Aber Rechtsschutz zu gewähren und in allen Fragen seiner Kündigung vorbehaltslose Unterstützung zukommen zu lassen!
Ich protestiere aufs Schärfste gegen diesen ungeheuerlichen Angriff auf die innergewerkschafltliche Solidarität!

Mit herzlichen und kollegialen Grüßen
Conrad von Pentz
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