Der Fall Beutler und die unmögliche Arbeit vom Beschwerdezentrum

Alles rund um das Thema Mobbing, was nicht in die Thematik der übrigen Kategorien passt.

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Der Fall Beutler und die unmögliche Arbeit vom Beschwerdezentrum

Beitragvon Gast » Fr, 03 Mär 2006 1:28 +0000

Rainer Beutler

Rainer Beutler die Spurensuche und die Pfeifen vom Beschwerdezentrum


der wohl bekannteste Fall von Volkswagen Rainer Beutler In den folgenden Beiträgen können Se sich von der Inkompetenz des beschwerdezentrums überzeugen. Was Niehenke und Stefan Fügner sich hier bieten ist UNGLAUBLICH!

Alleine der Stil macht die Hilflosigkeit seines Handelns deutlich!
Gast
 

Umgang VW Braunatal mit Herrn Beutler und Gerichtstermin

Beitragvon Sich.-Ing.J.Hensel » Fr, 18 Aug 2006 1:23 +0000

Guten Tag,

der Umgang des Arbeitgebers mit Herrn Beutler ist an Perversion kaum zu überbieten; mit einer menschengerechten Gestaltung der Arbeit - wie dies das Arbeitsschutzgesetz vorgibt - ist dies sicherlich nicht vereinbar.

Am 13.09.2006 ist für Herrn Beutler also der nächste Gerichtstermin.

Ort: Hessisches Landesarbeitsgericht
Adickesallee 36
60322 Frankfurt am Main

Raum 304

Uhrzeit: 14.00 Uhr

Zu diesem Termin soll die Rechtmäßigkeit von zwei Kündigungen verhandelt werden.

Und das ist nur der Anfang. - Denn Herr Beutler hat insgesamt sechs Kündigungen erhalten.

Nicht nur die Anzahl der Kündigungen und die damit verbundene psychische Belastung des Herrn Beutler ist keinesfalls als sozial adäquat einzustufen.

Sondern auch die Zustellungmethodik lässt darauf schließen, dass das Kündigungsschutzgesetz zum Mobbinginstrument missbraucht wird, um jemanden so zu traumatisieren, dass sehr ernst zunehmende Folgeerkrankungen bei Herrn Beutler als sehr wahrscheinlich angenommen werden müssen.

Wenn das Maß der sozial nicht adäquaten Handlungen, die Grenze einer Körperverletzung erreicht, dann hat das Landesarbeitsgericht - unter Beachtung der Grundrechtsbindung - gemäß Artikel 1 (3 ) Grundgesetz - die Gesundheit und das Leben des Herrn Beutler mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wirksam zu schützen und Sanktionen gegenüber den Verantwortlichen - § 2 ArbSchG - auszusprechen.

In Bezug auf die Sozialadäquants verweise ich auf die höchst richterliche Rechtsprechung des Bundessozialgerichts hierzu: hierzu:

Selbst wenn bei den einzelnen Maßnahmen rechtliche Grenzen nicht überschritten werden, kann durch eine Vielzahl von "Nadelstichen" der Rahmen der Sozialadäquanz verlassen werden (vgl: Gralka, BB 1995, 2651, 2654; Rieble/Klumpp, ZIP 2002, 369, 373) und dadurch eine dem Arbeitnehmer nicht mehr zumutbare Situation geschaffen werden.

Kündigungsmobbing ist eine besonders schlimme Variante des Psychoterrors:

Herr Beutler erhielt die sechs (!) Kündigungen nicht an irgendeinem Tag, sondern am Heiligabend; nämlich am 24.12.2003.

Wobei dieses schlimme Verhalten des Arbeitgebers Herrn Beutler schon in einer anderen Gerichtsverhandlung (ungerechtfertigte Abmahnung) mit den Worten - des Pressesprechers VW Braunatal - bekannt gegeben wurde:

„Herr Beutler, wir haben dieses Jahr ein schönes Weihnachtsgeschenk für Sie“

Wobei die sechs Kündigungen nicht per Post o.ä. zugestellt wurden. Nein, dies geschah durch den VW - Werkschutz. - Es bleibt zu erkennen, dass der Arbeitgeber nichts auslässt, Herrn Beutlers Gesundheit nachhaltig zu schädigen.

Eine Steigerung der Ausschlachtung der emotionalen Lage ( Vgl. 100 + Handlungen) ) ist kaum noch zu überbieten.

Eine Kündigung davon, erhielt Herr Beutler auf Veranlassung des Betriebsrates Herrn Kakalick.

Ein ungeheuerlicher Vorgang eines vermeidlichen Arbeitnehmervertreters, der möglicherweise mit der Verletzung der Schweigepflicht gem. BVerfG zusammenhängen könnte.

Das könnte und sollte ggf. teuer für ihn ( dem BR) werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber scheint hier reibungslos zu funktionieren. - Weshalb die Gewerkschaft bzw. IG Metall hier nicht eingeschritten ist, kann ich nicht verstehen. - Wahrscheinlich eine Folge der Ämterhäufung - versehen mit diversen Abhänigkeiten -, wie Sie in der Vergangenheit bei VW zu beobachten waren ?

Von wirksamer Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes in puncto Mobbingprävention jedenfalls, kann bezogen auf VW nicht die Rede sein; genauso, wie die Beachtung der Betriebsvereinbarung "Partnerschaftliches Verhalten" des Konzerns. - Möglicherweise ist der § 823 (2) BGB hier einschlägig.

Wie schon das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein in einem Fall das Abmahnungsmobbing als solches erkannte, muss auch nun erkannt werden, dass ein Missbrauch des KSchG mehr als offensichtlich zu sein scheint und die erforderliche Sozialadäquants bei Weitem und seit langer Zeit - mit dem Ziel der Zermürbung und dem Ziel der bewussten gesundheitlichen Schädigung - nicht beachtet wurde.

Meiner Meinung nach verstößt dieses Arbeitgeberverhalten massiv gegen Artikel 3 der EMRK sowie gegen die Charta der Grundrechte, die als Rechtsquelle in Nizza verkündet wurde. - Vom Grundgesetz einmal ganz abgesehen.

Wenn die Würde eines Menschen - durch Verletzung des Körpers in Folge von Serienkündigungen - nachhaltig geschädigt wird, so muss eine Arbeitsgerichtsbarkeit sich nicht nur für den Bestandsschutz des Betroffenen starkmachen, sondern hinterfragen, ob bestimmte Personen bei VW als unzuverlässig im Sinne des § 35 Gewerbeordnung gelten, so dass ihnen die Untersagung überstellt wird.

An dieser Stelle wird das Landesarbeitsgericht Frankfurt den Missbrauch des Kündigungsschutzgesetzes und eine damit verbundene juristische Stigmatisierung erkennen; bei Beachtung der Rangigkeit der Schutzgüter.

Insgesamt ist dies ein besonders schlimmer Fall, da ein Bestandschutzgesetz mittelbar genutzt wird, Körperverletzung betreffend die Psyche des Betroffenen beharrlich und zielgerichtet auszuüben.

Ich wünsche es Herrn Beutler und allen 5,7 Millionen Mobbingbetroffenen, dass das Landesarbeitsgericht Frankfurt/Main zu erkennen gibt, dass Kündigungsmobbing - genauso wie Abmahnungsmobbing - grundgesetzlich nicht statthaft bzw. nicht erlaubt ist.

Freundliche Grüße
Sich.-Ing.J.Hensel
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Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Beitragvon macdet » Do, 24 Aug 2006 7:33 +0000

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf – Die Mobbing-Gegner bei VW
Weitere Berichte und Links im Wiki http://wiki.mobbing-gegner.de/Wichtig ... 2006-09-13

Ralf Pandorf vom labournet.de e.V. schreibt über Rainer Beutler.
http://labournet.de/branchen/auto/vw/ks/beutler.html

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf – Die Mobbing-Gegner bei VW

In ca. 1 Monat wird es einen Prozess vor dem Landesarbeitsgericht in Frankfurt geben. Das Gericht wird am 13.09.2006 [Gebäude A; Raum 304; 14:00 Uhr] über einen Fall zu entscheiden haben, der lange zurückliegt. Vor 12 Jahren (es war wirklich der April 1994) legte ein Mitarbeiter bei VW Kassel mehrere Verbesserungsvorschläge vor, die auch betrieblich umgesetzt wurden. Jetzt dauert es natürlich, bis für Verbesserungsvorschläge auch wirklich Geld an den „Erfinder“ fließt, dass liegt in der Natur der Sache und lässt sich auch durchaus nachvollziehen. Manchmal dauert es auch etwas länger, viele Betriebsräte werden dieses Problem kennen und selbst der VW-Betriebsrat räumt da Mängel ein. 3 Jahre hat der Kollege, dessen Geschichte wir hier erzählen, gewartet, dann hat er sich an den damaligen Vorstand von VW, Pierch, gewandt, weil sich immer noch nichts tat, und hat sich beschwert.

Um es kurz zu machen, dass hätte er nicht tun sollen. Die Sache ist in den nächsten Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen, endete mit einer Kündigung wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung durch diffamierende und diskreditierende Äußerungen über die Volkswagen AG, letztmalig Anfang 2005 und findet nun vor dem Landesarbeitsgericht am 13.09. vielleicht seinen Abschluss.

Was war passiert, dass es so kommen musste?

Schwer zu sagen, wie fast immer in solchen Fällen. Vielleicht erste Dispute mit dem vorgesetzten Meister oder Abteilungsleiter, das falsche Wort zur falschen Zeit? Die wiederum lassen sich das nicht bieten, kennen natürlich Formen und Wege um es genau diesem Mitarbeiter mal so richtig zu zeigen. Der wiederum läst sich das nicht gefallen, beschwert sich an noch höherer Stelle, macht den Vorgang öffentlich, und so weiter und so fort. Am Schluss gibt es dann Abmahnungen, Drohungen – unverhüllt oder klammheimlich, Beschwerden, Hilfegesuche, Einigungen, Strafanzeigen, Werksverbote, Kündigungen, eidesstattliche Versicherungen, vorsorgliche Kündigungen usw.

Dann ist da zu allem Überfluss auch noch der Sohn des Betroffenen, der arbeitet natürlich, wie sollte es in diesem Fall auch anders sein, ebenfalls bei VW und dann zunächst sogar noch als Auszubildender. Der kriegt ebenfalls deutlich zu spüren, was man so von seinem Papa denkt und hält. Vielleicht ist er gegenüber seinen anderen Azubi-Kollegen nicht benachteiligt worden, wie der Betriebsrat in einer Stellungnahme ganz deutlich hervorhebt, vielleicht nicht, beweisen wird man es nicht können, vielleicht war es wirklich nur die berufliche Eignung, die den Sohn eines Betriebsrates schneller die Karriereleiter hochklettern ließ. Was weiß man?

Was man mittlerweile weiß, ist, dass es ein System der Männerfreundschaften bei VW gab und bis zum Beweis des Gegenteils auch immer noch gibt, die in die höchsten Kreise der Unternehmensleitung und des Betriebsrates verwickelt waren und sind. Und das alle Beteiligten in Ruhe „ihren Geschäften“, wie auch immer die ausgesehen haben mögen, nachgehen wollten und man keine Störenfriede und Mitarbeiter gebrauchen konnte, die dieses für alle Beteiligten so schöne Leben störten. Dafür hat man zusammengehalten und wird dies auch in Zukunft tun. Für die „ganz oben“ waren es Puff-Besuche oder exotische Gespielinnen, für die „Kleinen“ war es die Gewissheit, dass man sie nicht im Stich lassen wird, solange sie nur das machen, was man erlauben wollte. Und dieses System hat man perfektioniert.

Was man auch weiß, ist, dass es für ein solches System Wörter gibt: Sie heißen Korruption und Mobbing!

Gegen das Mobbing haben sich einige Kollegen bei VW zusammengetan. Sie haben die Web-Seite „Mobbing-gegner.de“ gegründet. Verantwortlich dafür sind Detlev Lengsfeld, ebenfalls selbst betroffen sowie Rainer Beutler, dessen Geschichte wir hier kurz vorgestellt haben, der schwerkrank und schwerbehindert, nun auf seinen Prozess wartet. Er selbst ist übrigens jetzt auf „Hartz IV“, während sich die Verantwortlichen – und zwar verantwortlich nicht nur für die Namensgebung dieser unmenschlichen Almosen, sondern ironischerweise auch für die Korruption bei VW – mit Millionen auf dem Konto irgendwo auf dieser Welt weiter amüsieren dürfen.

Die ganze Geschichte kann auf der Homepage der Kollegen externer Link nachgelesen werden. Dort finden sich Unmengen an Dokumenten, die obige Geschichte erhärten und natürlich auch der Redaktion vorliegen.

Ralf Pandorf 24.08.2006
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"Falldartstellung" - Herr Beutler - im Beschwerdez

Beitragvon Sich.-Ing.J.Hensel » Do, 07 Sep 2006 12:26 +0000

Guten Tag,

ich muss zugestehen, dass ich diese Zeilen nur aufgrund des Telefoninterviews des Herrn Dr. Niehenke vom beschwerdezentrum.de und einigen dort verfassten Absätzen aufsetze, da sich die deutlich sicht- und hörbare Tendenz der Falldarstellung durch das Beschwerdezentrum - zu meinem Erschrecken - als eine Verleugnung des Mobbingfalls Beutler umkehrt. - Ein Weiterlesen war kaum möglich!

Die ständigen Unterbrechungen des "Interviewers" und die "stechenden" Fragen zielen für jeden nachvollziehbar darauf ab, einzelne Mobbinghandlungen zu isolieren und als rechtlich und zu Gunsten der Täter einwandfrei darzustellen. -

Der Tatsache, dass bei der Bewertung eines Mobbingfalles eine Gesamtschau aller Vorkomnisse zwingend notwendig ist, wurde keinesfall Rechnung getragen.

Insgesamt zeigt sich hier ein unzulässiger Versuch des Beschwerdezentrums Herrn Beutler klarzumachen, das sein Mobbingfall keiner ist.

Vgl. a. Liste der 100 + / Wolmerath Dort Ziffer 10.

Dies mit einer Beharrlichkeit und Vehemenz, die - bewusst - das Argumentationsvermögen des Betroffenen stigmatisierend aushebeln soll.

Ich bin erschüttert über so wenig Einfühlungsvermögen gegenüber einem Mobbingopfer bei Verkennung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse hierzu.

Das Beschwerdezentrum erweckt den Anschein, dass sich zu Unrecht behandelte Menschen an diese Stelle wenden können, damit erlittenes Unrecht - hier psychische Gewalt am Arbeitsplatz, nebst Verstoß gegen das ArbSchG - von der Öffentlichkeit und im Sinne des Opfers gewürdigt werden kann.

Was jedoch hier zu beobachten und zu hören ist, gibt deutlich Zeugnis über ständige Versuche des Interviewers zur nachträglichen Entkräftung der bereits fachmedizinsich festgestellten mobbingbedingten Erkrankungen des Herr Beutler.

Dies offensichtlich in vollkommener Unkenntnis höchstrichterlicher Rechtsprechung zur Entstehung mobbingbedingter Erkrankungen und deren Wirkungsweise.

Dieser ungeheuerliche Vorgang dürfte möglicherweise bei Herrn Beutler eine Amplifizierung seines Traumas zur Folge gehabt haben, da hier die "Konversation" und "Falldarstellung" genau das Gegenteil bewirkt hat, was beabsichtigt wurde. - Nämlich erlittenes Unrecht in die Öffentlichkeit zu tragen. - Stattdessen erlebt er eine weitere ungerechte Behandlung.

Insgesamt habe ich Herrn Beutler dringend geraten, den Datenschutz bei seiner Landesregierung mit dieser Vorgehensweise zu beauftragen; damit seine Persönlichkeitsrechte bzgl. dieser Angelegenheit gewahrt bleiben.


Der Beitrag auf der b.b. Seite sollte bzw. muss umgehend gelöscht werden.
Möglicherweise kann Herr Bartels oder auch andere Jura - blogger im Bereich Datenschutz /Persönlichkeitsrechte hier auch behilflich sein.

Ich persönlich hatte den Eindruck eines Interviews mit einem damaligen Vorgesetzten des Herrn Beutler unter den Bedingungen eines inhumanen Verhörs.

Zu überlegen wäre, ob dieser ungeheuerliche Vorgang unter "vermeidliche Helfer" abgelegt werden sollte.

Auch sollte der Verdacht einer strafbaren Handlung - Beleidigung, üble Nachrede möglicherweise geprüft werden.

Insofern möchte ich den Urheber dieses Vorgangs dringend anraten, den Beitrag unverzüglich aus dem Netz zu nehmen und sich bei Herrn Beutler entschuldigen.


Freundliche Grüsse
Sich.-Ing.J.Hensel
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Beitragvon stefan » Do, 07 Sep 2006 8:58 +0000

Lieber Herr Hensel,
zu Ihren Ausführungen möchte ich als Mitglied der Redaktion des BZ Stellung nehmen:
Zunächst einmal möchte ich Sie darauf hinweisen, daß es Ihnen nicht erlaubt ist, Personen oder Organisationen strafbare Handlungen nachzusagen, ohne jedoch diese strafbare Handlung durch ein rechtskräfiges Urteil zu belegen.
Wenn Sie also jemandem "psychische Gewalt am Arbeitsplatz, nebst Verstoß gegen das ArbSchG" vorwerfen, so mögen Sie diese Behauptung durch ein rechtskräftiges Urteil belegen, ansonsten unterlassen Sie es!
Sollten Sie also in den nächsten Tagen eine Abmahnung durch einen honorargeilen Anwalt erhalten, suchen Sie die Schuld bei Ihrer Unkenntnis, aber bitte nicht beim verarmenden Berufsstand der Anwälte.
Hier zeigt sich aber auch die Unkenntnis vieler Menchen über deren Rechte und Pflichten bei der Publikation in den Medien. Zu diesen Medien gehört auch dieses Forum!

Zur Sache:
Im Gegensatz zu vielen anderen Internetseiten, die gerne irgend eine Nachricht im Netz "aufschnappen" und sie dann mit ihren eigenen polemischen Kommentaren garnieren, recherchiert das BZ alle Fälle sehr genau und genau das macht den Erfolg des BZ aus!
Wir veröffentlichen und kommentieren nur Dokumente, die uns in Abschrift vorgelegt werden.
Zudem, und dies ist das besondere an unserer Arbeit, lassen wir alle Beteiligten zu den gegen Sie erhobenen Vorwürfe, in welcher Form auch immer, Stellung nehmen. Es hat sich in den letzetn Jahren als sehr effizent erwiesen, die betroffenen Menschen aller Parteien anzurufen und zu interviewen. Man nennt es KOMMUNIKATION, ein oft unterschätztes und heutzutage wenig Beachtung findendes Mittel, um Klarheit in eine verfahrene oder unklare Situation zu bringen.

Dies gebietet zudem
a) die Fairness und
b) ein sauberer Journalismus.

Ich habe beim Abhören der Interviews den Anschein, daß bisher ausschließlich direkt und indirekt betroffene sich des "Falls Beutler" angenommen haben. Dies beweisen die teilweise verdutzten Reaktionen des Herrn Beutler auf die Fragen des Herrn Dr. Niehenke.
Herr Dr. Niehenke ist wohl die erste Person bisher, die sich dem "Fall Beutler" von der sachlichen , um es genau zu sagen, von der UNABHÄNGIGEN Seite genähert hat. Auf einen Betroffenen wirken die Fragen, das weiß ich aus eigener Erfahrung , inquisitorisch, da man eben nicht unvoreingenommen ist.
Dies ändert an der Tatsache aber nichts, daß es Herrn Dr. Niehenke ausschließlich um eine Klärung der Fakten ging, und um sonst gar nichts!
Es ist die Aufgabe des BZ , daß alle Menschen , die unsere Seiten besuchen, sich ein VOLLSTÄNDIGES Bild der Sachlage machen, zu welchem Ergebnis die Leser kommen , haben wir dann keinerlei Einfluß.

Daß wir beim "Fall Beutler" auf die bissigen Kommentare verzichtet haben, für die das BZ bekannt ist, beweist, wie sehr uns an einer objektiven Berichterstattung hier gelegen ist. Jeder Leser des Berichtes und natürlich auch Hörer der Interviews soll sich selbst ein Bild machen, was hier vorgefallen ist. Dies scheint bisher in den Medien unterblieben zu sein.

Persönliche Einschätzung:
Daß Konzerne noch nie viel Fingerspitzengefühl beim Umgang mit fleißigen, aber schwierigen Mitarbeitern bewiesen haben, ist hinlänglich bekannt.
Daß aber scheinbar ALLE personalverantwortlichen Mitarbeiter bei VW im "Fall Beutler" sich auf einem Niveau eines Neugeborenen im Bereich Empatie (Einfühlungsvermögen) bewegen , war auch mir neu.
Aber da verrate ich Ihnen als ehemaliger VW Mitarbeiter ja sicherlich nichts neues!

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Beitragvon Sich.-Ing.J.Hensel » Fr, 08 Sep 2006 12:49 +0000

Sehr geehrter Herr Fügner,

Ihre Antwort spricht für sich; genau wie Ihre Fähigkeit Dinge differenzieren zu können.

Zunächst einmal möchte ich Sie darauf hinweisen, daß es Ihnen nicht erlaubt ist, Personen oder Organisationen strafbare Handlungen nachzusagen, ohne jedoch diese strafbare Handlung durch ein rechtskräfiges Urteil zu belegen.


Falls Sie noch einmal genauer meine Zeilen lesen sollten werden Sie möglicherweise feststellen können, dass ich keiner Person eine strafbare Handlung nachgesagt habe, sondern die Prüfung eines Verdachts in Erwägung gezogen habe.

Vielleicht verstehen Sie das!

Wenn Sie also jemandem "psychische Gewalt am Arbeitsplatz, nebst Verstoß gegen das ArbSchG" vorwerfen, so mögen Sie diese Behauptung durch ein rechtskräftiges Urteil belegen, ansonsten unterlassen Sie es!


Dieser Vorwurf ging an die für Herrn Beutler Verantwortlichen (§§ 2,13 ArbSchG). Da Herr Beutler einem mehrjährigen (Kündigungs-Mobbing) ausgesetzt war ist unter Beachtung des Wirksamkeitsgebots gem. § 3 ArbSchG als sicher davon auszugehen, dass Maßnahmen des Arbeitsschutzes i.S.d. § 2 ArbSchG entweder nicht implementiert waren und sind oder diese nicht wirksam waren, so dass in jedem Falle eine Verstoßlage besteht.

Ich frage mich, welches Interesse Sie haben, die Verstöße gegen das ArbSchG in Abrede zu stellen

so mögen Sie diese Behauptung durch ein rechtskräftiges Urteil belegen, ..


Was heißt hier "ich möge" ?

Die Verstoßlage ist mehr als offensichtlich. Wieso wollen Sie ein Urteil ?
ansonsten unterlassen Sie es!


Ich glaube nicht, dass Sie die Person sind, die mir vorschreibt, was ich zu tun und zu lassen habe und schon gar nicht werden Sie von mir verlangen können Ihnen ein Urteil nach Ihrem Geschmack vorzulegen.

Sollten Sie also in den nächsten Tagen eine Abmahnung durch einen honorargeilen Anwalt erhalten, suchen Sie die Schuld bei Ihrer Unkenntnis, aber bitte nicht beim verarmenden Berufsstand der Anwälte.


Abmahnungen schreiben kann jeder, bitte achten Sie darauf, dass diese substantiert sind.

Insbesondere laste ich Ihnen an, mir vorgehalten zu haben, ich hätte einer Person oder Organisation eine strafbare Handlung nachgesagt.

Dies wird möglichweise ebenfalls rechtlich zu würdigen sein.

Der öffentliche und unsubstantiierte Vorwurf der Unkenntnis insb. im Arbeitsschutzbereich ist für einen freiberuflich tätigen Sicherheitsingenieur
eine schwerwiegende Angelegenheit, die geeignet ist, erheblichen wirtschaftlichen Schaden zu verursachen. Auch dies wird zu würdigen sein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Internetseiten, die gerne irgend eine Nachricht im Netz "aufschnappen" und sie dann mit ihren eigenen polemischen Kommentaren garnieren, ...


Sie werfen mir Polemisierung, ebenfalls völlig unsubstantiert vor ?
Na, auch das wird dann zu würdigen sein, Herr Fügner.

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...recherchiert das BZ alle Fälle sehr genau und genau das macht den Erfolg des BZ aus!


Und genau hier liegt das Problem ! So wie ich Herrn B. verstanden habe, weicht der Inhalt des b.b. Interviews u.a. einigermaßen stark von der Realtität ab. Herr B. hat mir dies selbst völlig aufgelöst über die Berichterstattung des BZ mitgeteilt.

Also ignorieren Sie bitte nicht die Ausagen des Betroffen; aber möglicherweise passt dies auch ganz gut ins Bild.

Eine weitere diesbzgl. Verifikation des Geschehens wäre sicherlich eine gute Sache. - Herr B. wird bestimmt Auskunft geben können.

Wir veröffentlichen und kommentieren nur Dokumente, die uns in Abschrift vorgelegt werden.


Ja, das mag sein. - Insbesondere die Art und Weise, wie das Telefoninterview geführt wurde war aus meiner Sicht nicht tragbar zumal mir von Herrn B. versichert wurde, dass er damit nicht einverstanden sei.

Trotzdem wurde dieses "Gespräch" wurden also Daten veröffentlicht.

Gegen den Willen des Herrn B. ? Gibt es eine Einverständniserklärung des Herr B. zu dem Interview ?

Und ist nicht auch ein Tondokument ein Dokument ?

Na auf jeden Fall sind Daten über eine Person veröffentlicht worden, ohne dass die Einverständniserklärung des Herrn B. möglicherweise hierzu vorlag ?

Wenn ich in der Nächsten Woche Lust habe, werde ich diesen Fall einmal mit den Landeszentrum für Datenschutz besprechen.

Man nennt es KOMMUNIKATION, ein oft unterschätztes und heutzutage wenig Beachtung findendes Mittel, um Klarheit in eine verfahrene oder unklare Situation zu bringen.


Weder Herr B. noch ich und viele andere Personen hatten den Eindruck, das es sich bei dem Telefonat um eine adäquate Kommunikation handelt.

Herr B. möge demnächst nocheinmal beschreiben, ob er dies als eine Kommunikation im Sinne eines wechselseitigen Austausches von Gedanken in Sprache auf der menschlichen Alltagsebene empfunden hat.

Dies gebietet zudem
a) die Fairness und
b) ein sauberer Journalismus.


Das Ergebnis des Gesamteindruckes des Herrn B. über die von Ihnen genannte Fairness sowie den sauberen Journalismus wird hier an dieser Stelle gerne vorgetragen werden können.

Denke ich.

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Herr Dr. Niehenke ist wohl die erste Person bisher, die sich dem "Fall Beutler" von der sachlichen , um es genau zu sagen, von der UNABHÄNGIGEN Seite genähert hat.


Dies wird von vielen bestritten. Und im Rahmen der freien Meinungsäußerung darf eine solche Position doch sicherlich eingenommen werden. Oder ?

Auf einen Betroffenen wirken die Fragen, das weiß ich aus eigener Erfahrung , inquisitorisch, da man eben nicht unvoreingenommen ist.


Inquisitorisch ? Also doch keine Kommunikation im Sinne eines wechselseitigen Austausches von Gedanken in Sprache auf der menschlichen Alltagsebene ?

Ich glaube, dass es möglicherweise unterschiedliche Auffassungen von Kommunikation bei Ihnen gibt. Ich orientiere mich an die Lehrmeinung.
Und Sie ?

Daß wir beim "Fall Beutler" auf die bissigen Kommentare verzichtet haben, für die das BZ bekannt ist, beweist, wie sehr uns an einer objektiven Berichterstattung hier gelegen ist.


Hinsichtlich der Objektivität hat mir Herr B. was ganz anderes erzählt.

Der Fairness halber werde ich ihn aber noch einmal bitten, die Sache von sich aus darzustellen.

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Jeder Leser des Berichtes und natürlich auch [u]Hörer der Interviews[/u] soll sich selbst ein Bild machen, was hier vorgefallen ist.


Ja Herr Fügner, das habe ich getan und viele andere auch.

Könne Sie nicht damit umgehen ?

Insbesondere Herr B. hat sich ein Bild gemacht, dass ich versucht habe hier wiederzugeben.

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Daß aber scheinbar ALLE personalverantwortlichen Mitarbeiter bei VW im "Fall Beutler" sich auf einem Niveau eines Neugeborenen im Bereich Empatie (Einfühlungsvermögen) bewegen , war auch mir neu.


Siehe Wolmerath 100+ u.a. Ziffer 10.


Freundliche Grüsse

PS:

Aber da verrate ich Ihnen als ehemaliger VW Mitarbeiter ja sicherlich nichts neues!


Doch tun Sie. - Denn ich war bei VW noch nie beschäftigt.

.....ein sauberer Journalismus.
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Beitragvon stefan » Fr, 08 Sep 2006 5:09 +0000

Lieber Herr Hensel,

ohne auf einzelne Ihrer Kommentare einzugehen, erlaube ich mir, im allgemeinen zu Beschwerdeführern, die beim BZ vorstellig werden, Stellung zu nehmen.

Nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Niehenke habe ich und Herr Dr. Niehenke als Psychotherapeut im besonderen, in die tiefen Abgründe menschlicher Seelen hineingeschaut. Hier gilt es zu beachten, daß uns fast TÄGLICH Fälle vorgelegt werden, deren Geschichten derart haarsträubend sind, daß man sich oft nur mit Ekel abwenden kann.

Um es auf den Punkt zu bringen:
Wir haben nicht nur das besagte Pferd vor die Apotheke kotzen sehen, sondern uns kotzen täglich Pferde in unsere Apotheke HINEIN!
(Bitte entschuldigen Sie den direkten Vergleich, aber so ist es nun mal!)

Wenn nun ein Bürger, der in wohlbehüteten Verhältnissen lebt, in die Mühlen der Justiz oder auch ein Opfer von Mobbing wird, so glaubt er aus seiner Naivität heraus, daß ihn das größte Schicksal ereilt, das einem Menschen überhaupt treffen kann. Andere Opfer, auch wenn diesen viel Schlimmeres widerfahren ist , sehen sie nicht. Nur ihr eigenes Schicksal steht im Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns. Für uns hingegen ist jedes Einzelschicksal eines von vielen.

Glauben Sie uns einfach, daß wir ein Vielfaches an Erfahrungen und Kenntissen haben, als Sie, der sich seit einiger Zeit mit einigen Mobbingfällen beschäftigt hat.

Zudem dreht sich in diese Bereich alles um die 3 Bereiche Psychologie, Justiz und Medien. Wer sich in diesen Bereichen bewegt, muß wissen, daß er sich in ein Haifischbecken begibt.
Niemals würde ich Ihre Fähigkeiten als Sicherheitsingenieur in Frage stellen, auch wenn ich noch nie Ihre Fähigkeiten abgeprüft habe, ich gehe erst einmal davon aus, daß Sie Ihre Materie beherrschen.
Sie leiden aber an grenzenloser Selbstüberschätzung, wenn Sie Herrn Dr. Niehenke als Psychotherapeut, anerkannter Kämpfer gegen Justizwillkür und exellenter Kenner der Medienmacht, vorschreiben wollen, was er zu tun hat.
Wie würden Sie eigentlich reagieren, wenn Herr Dr. Niehenke Ihre Ergebisse als Sicherheitsingenieur in Frage stellen würde, ja noch schlimmer, Ihnen Ihre Arbeitsweise vorschreiben bzw. kritisieren würde.

Deshalb, lieber Herr Hensel, es gibt eine Welt außerhalb eines Sicherheitsingenieurs. Hier gelten andere Regeln, andere Grundsätze und vor allem lassen sich die dortigen Probleme nicht mit dem Denken eines Sicherheitsingenieurs lösen.


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Beitragvon Nero » Fr, 08 Sep 2006 5:59 +0000

@ Beitrag von Herrn Fügner v. Do Sep 07, 2006 21:58 + Artikel über den Fall Rainer Beutler auf der website von beschwerdezentrum.de


Sehr geehrter Herr Fügner,

Ich kann nicht erkennen, dass hier irgendjemand irgendjemandem strafbare Handlungen nachgesagt hätte, wie sie anführen. Ich lese lediglich, dass sich Betroffene an das BZ wenden können, z.B. im Falle von "hier psychischer Gewalt am Arbeitsplatz, nebst Verstoß gegen das ArbSchG". Das Wort "hier" ordne ich jedenfalls nicht zwingend einem bestimmten Beschuldigten zu. Damit ist nur beispielhaft einer von allen möglichen Tatbeständen gemeint, der „hier“ im Forum behandelt wird. Hiermit wird keinem eine strafbare Handlung nachgesagt.

I.Ü. muss ich mich dem Beitrag von Herrn Hensel zum größten Teil anschließen. Die Art und Weise des vielfachen Unterbrechens von Herrn Beutler im veröffentlichten Interview hat schon eine ganze Menge von der Art und Weise, die als Freisler-Manier berühmt berüchtigt wurde. Ich bin erschüttert, in welch unprofessioneller und jedes Einfühlvermögen vermissende Weise Herr Dr. Niehenke in diesem Interview mit einem ganz offensichtlich völlig überforderten und m.E. nach vermutlich krankem Menschen umgeht. Auch wie Herr Dr. Niehenke den Grad und die Diagnosen der Schwerbehinderung hinterfragt und durch die Veröffentlichung des Interviews (und das nicht nur ohne Erlaubnis, jedoch aber mit der Nichterlaubnis von Rainer Beutler) in die Öffentlichkeit trägt, ist skandalös. Ich kann auch an keiner Stelle erkennen, dass Herr Dr. Niehenke die einfachsten Grundlagen der arbeitsrechtlichen Sichtweise von Mobbing parat hat, geschweige denn der psychischen und psychosozialen Folgen. Ganz sicher hat er sich niemals bisher den Stand der medizinischen Forschung oder Rechtsprechung im Umfeld von Mobbing zu Gemüte geführt. Sonst hätte er mit Sicherheit des Öfteren darauf verwiesen. Im Gegenteil: seine dauernden Unterbrechungen zeigen nur eine völlige Inkompetenz im Umgang mit langjährigen Mobbingbetroffenen, die häufig schwer traumatisiert sind, und der Materie Mobbing. Die Ergebnisse, zu denen Herr Dr. Niehenke kommt, blamieren mehr als sie für das BZ werben. So urteilt nur ein fachlicher Laie. Die Wertungen sind dabei oft so unlogisch und gegen alle üblichen Denkgesetze verstoßend, dass man sich fragen könnte, wer hier eigentlich der Betroffene ist.

Ich erlaube mir, hier nicht ins Detail zu gehen, obwohl es ein leichtes wäre. Ich passe mich in diesem Punkt damit dem geführten Interview an. Sie werden mir nicht verwehren wollen, was sich Dr. Niehenke im Interview erlaubt.

Verantwortlicher Journalismus sieht anders aus. Besonders erschreckend ist auch, wenn Herr Dr. Niehenke Herrn Moerke die Worte quasi in den Mund legt, insbesondere beim Aufbauen von Herrn Beutler als der „IchBinAberBesserAlsIhr-Kollege“ und den, eine diesbezügliche Arroganz ´heraushängen lassenden´ Kollege. Es ist bezeichnend für das Interview, den Artikel im BZ und auch in ihren Beitrag, Herr Fügner, dass sie gar nichts, rein gar nichts über Mobbing und seine Wirkungen und Folgen verstanden haben. Einfach blamabel und unverantwortlich. Ich kann ihnen das sagen, weil ich es weiß. Fragen Sie nicht woher.

Der Forderung von Herrn Hensel, den Artikel im BZ zu löschen, halte ich nicht unbedingt für ratsam. Solange dieser dort steht, solange ist er ein Negativbeispiel/abschreckendes Mahnmal für diletantischen und nur auf Populismus ausgerichteten Journalismus. Wer sich dazu herabneigt, der hat es nötig. Ist es ein wirtschaftlicher Überlebensgrund, der in diese Abgründe führt? Dann scheint das Ende nahe zu sein. Ich würde jedenfalls solch einer website nicht nachtrauern.

Auf jeden Fall ist der BZ-Artikel eine eindrucksvolle Schilderung des Falles von Rainer Beutler. So deutlich wie hier kam der Leidensweg von Rainer Beutler noch nicht daher. Andersherum: so deutlich ist aber auch das „System“ im Hause VW noch nie geworden. Wenn Herr Moerke von einer „fehlenden Gruppenfähigkeit“ bei Herrn Beutler in seiner erschreckenden subtilen Art fabuliert, dann meint er m.E. die fehlende Anpassungsfähigkeit an das „System“, welches – leicht erkennbar – auf das systematische Ausnutzen der Arbeitskraft qualifizierter Mitarbeitern in einer auf Angst und Druck ausgerichteten Atmosphäre abgestellt ist. Nichts anderes kann Herr Moerke gemeint haben, wenn er im Zusammenhang mit der angeblich fehlenden Akzeptanz=Gruppenfähigkeit ausführt: „...überlegen sie mal – sie machen einen Menschen in eine Abteilung rein, der so ein Verhalten hat – und nachher kommt überhaupt keiner mehr Sa/So arbeiten. Was meinen sie wohl, wer das Problem hat ? Das hat der Meister und der Abt.Leiter.“

Ist mir klar, dass unter solchen Vorzeichen Rainer Beutler nicht den Hauch einer Chance hatte als er versuchte, den nicht mehr erträglichen Leidensdruck öffentlich zu machen bzw. seine ihm zustehenden Rechte einzufordern. Hätte man dem nachgegeben, wäre man Gefahr gelaufen, dass auch andere Mitarbeiter das ihnen zustehende Stück am Kuchen verlangt hätten. So etwas bringt allerdings dann das ganze „System“ ins Schwanken. Dann wehe den ´armen´ Meistern und Abt.Leitern, die ´ihre Leute nicht mehr im Griff haben´.

Noch etwas: die fürsorgliche Drohung mit dem „honorargeilen Anwalt“ – sollte es denn eine sein – kann hier kaum greifen. Sie würden das leicht verstehen, wenn sie wüssten..... Aber sie wissen es ja nicht.

Mit ihrem jüngsten Beitrag von heute verstärken und bestätigten sie meinen bisherigen Eindruck von der BZ. - Danke
Nero
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Beitragvon stefan » Fr, 08 Sep 2006 7:34 +0000

Lieber "Neo",

während der Recherche des "Falls Beutler" bin auch ich nicht untätig gewesen und habe so gut es geht die Internetgemeinde "Mobbinggegner" recherchiert. Auch bekommt das BZ durch seine Bekanntheit sehr detailierte Kenntnisse über zahlreiche "Mobbingfälle". Schon aus diesem Grund habe ich mich mit dem Begriff und der Begriffsbestimmung lange auseinandergesetzt. Hierzu empfehle ich das Buch "Die Masken der Niedertracht" die Rezension dazu unter:

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/001483.html

Aus zahlreichen, nicht mehr zu überblickenden Fälle, kann ich folgende übereinstimmende Parallelen der Fälle nachweisen:

1. Alle Mobbingfälle entstehen in streng hierarchisch geführten Unternehmen und Organisationen, in denen es eine fast absolutistische Obrigkeitsautorität herrscht.

2. Mobbingopfer zeichnen sich durch eine hohe Naivität gegenüber den Härten des Lebens aus. Sie empfanden die strenge Hierarchie, die sie nun bekämpfen, anfangs sogar als Geborgenheit und lebten fast völlig abgeschottet nur in dieser, ihrer eigenen Welt. Sie konnten sich niemals vorstellen, daß solch eine Organisation überhaupt zu diesen erlebten Mobbinghandlungen fähig ist. Der naive Glaube in die allumsorgenden Welt einer sie umgebenden Hierachie bricht wie ein Kartenhaus zusammen. Tiefe Verbitterung macht sich breit.

Das 2. Problem aber liegt in der Definition von Mobbing.
Und hier liegt aus meiner Sicht auch das größte Problem, wenn sich jemand an das Phänomen "Mobbing" heranarbeite:
Wann ist niederträchtiges Verhalten eines Kollegen eine völlig normales und vor allem legitimes Mittel, um sich in einer Hierarchie durchzusetzen und wann werden die Grenzen "des guten Geschmacks" überschritten.
Diese Grenzen sind jedoch fließend und werden von jedem Mensch anders gezogen.

Für einen Außenstehenden wie mich wirken zahlreiche, als legitim geltende Mittel in einer Konzernhierarchie, um aufzusteigen als abstoßend, ja unmenschlich. Die Mitarbeiter, die von dieser Verrohung der Sitten Nutznießer aber nicht betroffen sind, äußern dann schnell:"Dies sind die Regeln in einem Konzern, wer diese nicht einhält, der fliegt". Über meine Bedenken über die voranschreitende Verrohung der Sitten haben sie nur ein Kopfschütteln übrig. Sind sie aber selbst betroffen, ist das Geschrei um so größer!

Wenn ich mir die Akte der Verrentung des Herrn Hensel ansehe, aus der wohlweislich das Alter geschwärzt wurde, jedoch das Bild auf ein noch junges Alter schließen läßt, so stellt sich mir nachfolgende Fragen:
Was macht den Mann so verbittert bei einer solch hohen Frührente?
Bei diesen hohen Rentenbezügen wird er wohl auch in den letzten Jahren viele 100.000,00 Euro bei dem Arbeitgeber verdient haben, den er heute für seinen geistigen Zustand verantwortlich macht.
Eine strenge Hierachie verlangt von seinen Mitarbeitern absoluten Gehorsam bei den Anweisungen, die sie erhalten. Mit zunehmendem Gehalt wächst auch der Anspruch an den Mitarbeiter der Organissation, sich penibel und genau an den Gehorsam und Befolgung desselbigen zu halten.
Wer diesem Grundsatz nicht folgt, der fliegt.

Ich frage mich bei den vielen "Mobbinggeschädigten" aus Konzernen immer, wie man Jahrzehnte in solch streng hierachischen Organisationen arbeitet haben, ohne zu wissen, wie man mit Mitarbeitern verfährt, die sich nicht an die strengen Regeln von Befehl und Gehorsam halten.
Haben sie davon Jahrzehnte nichts mitbekommen, wenn ANDERE die Strafe ereilte?
Liegt hier wohl mehr gekränkte Eitelkeit vor, weil man aus dem elitären Kreis der einst so geschätzten, hochbezahlten Mitarbeiterkreis des Konzerns ausgeschlossen wurde und nun zur einfachen Masse der ALG II Empfänger oder Rentner gehört?
Kann es nicht vielleicht sein, daß viele vermeintliche "Mobbingopfer" aus Konzernen lediglich das gleiche Schicksal ereilte, daß viele Mitarbeiter traf, nämlich der schlichte Rauswurf, daß sie aber dieses Risiko vor lauter Karrieregeilheit vorher gar nicht sahen oder sehen wollten und glaubten, daß dies nur DIE ANDEREN treffen kann?


Der "Fall Beutler" und die Reaktionen der Forenmitglieder werfen erneut die sich mir obig seit langem gestellten Fragen auf.


stefan fügner
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Hallo, Hallo, Hallo, Hallo, Hallo, Hallo, Hallo, Hallo

Beitragvon macdet » Sa, 09 Sep 2006 11:00 +0000

Stefan, meiner Ansicht hast du Dich, zu meiner Verwunderung, sehr im Ton vergriffen.

Keine weiteren persönlichen Angriffe!
Bei Wiederholung wird kommentarlos gelöscht.


Mit Vermutungen, Unterstellungen, Belehrungen etc. wird man der Sache nicht gerecht. Mobbingfälle, auch die von Rainer Beutler, sind vielschichtig und aufwendig darzulegen. Leider hat das BZ nur einen sehr kleinen Teil der gesamten "Geschichte" und das meiner Meinung sehr unsensibel (das bestreitest Du ja nicht "Erfahrung , inquisitorisch, ") dargestellt. Das BZ hat auch den Wunsch Rainers auf Nichtveröffentlichung igoriert. Da scheint meiner Meinung nach der Name BZ verfehlt.

Wir beide haben 2 Telefonate im Vorfeld über die Bedenken von Rainer geführt, daher verstehe ich nicht, das du P.N. nun so absolut verteidigst.

Du hast die Möglichkeit deinen Text zu entschärfen. Gehe bitte in Dich und nutze bitte die Möglichkeit. :!:

Alle holen nun bitte mal tief Luft .
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Beitragvon stefan » Sa, 09 Sep 2006 12:21 +0000

Wenn mir vorgewofen wird, saß ich jemanden "persönlich angegriffen habe" dann bitte ich darum, diese konkrete verbalen Angriffe durch Zitate zu benennen!
Ich muß ja schließlich auf etwas bezug nehmen können.

Um der ganzen Sache aber den Druck zu nehmen, schlage ich allen, die sich durch den Artikel in ihrem Glaube erschüttert wurden, daß es sich bei dem "Fall Beutler" um ein Mobbingopfer handelt , nachfolgende vorgehensweise vor:
Jeder, der Kontakt zu einem Psychologen hat, der nachweislich Erfahrungen in der Behandlung von Mobbingopfern hat oder auf dem Gebiet des Mobbings wissenschaftlich tätig ist, möge diesem Psychologen die Verlinkung zum BZ zusenden und um Stellungnahme bitten.
Dieser Psychologe möge zudem die Erlaubnis erteilen, daß seine Stellungnahme zum "Fall Beutler" hier mit Quellenhinweis veröffentlicht werden darf.

Wir lösen damit das Problem, daß endlich Fachleute mit Sachverstand und OHNE EMOTIONEN ihre Meinung zum "Fall Beutler" veröffentlichen.

An sachlichen, fachkompetnten und vor allem emotionsfreien Beiträgen mangelt es diesem Forum nämlich!


stefan fügner

PS
Im Forum des BZ wurde nun zur Klarstellung die Einverständniserklärung zur Veröffentlichung aller Dokumente des "Falls Beutler" mit der Unterschrift des Herrn Beutlers als Kopie eingestellt.
Damit liegt dem BZ nachweislich die Genehmigung zur Veröffentlichung durch Herrn Beutler vor!
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Nun mal mit der Ruhe

Beitragvon macdet » Sa, 09 Sep 2006 1:15 +0000

stefan hat geschrieben:Wenn mir vorgewofen wird, saß ich jemanden "persönlich angegriffen habe" dann bitte ich darum, diese konkrete verbalen Angriffe durch Zitate zu benennen!
Ich muß ja schließlich auf etwas bezug nehmen können.

Um der ganzen Sache aber den Druck zu nehmen, schlage ich allen, die sich durch den Artikel in ihrem Glaube erschüttert wurden, daß es sich bei dem "Fall Beutler" um ein Mobbingopfer handelt , nachfolgende vorgehensweise vor:
Jeder, der Kontakt zu einem Psychologen hat, der nachweislich Erfahrungen in der Behandlung von Mobbingopfern hat oder auf dem Gebiet des Mobbings wissenschaftlich tätig ist, möge diesem Psychologen die Verlinkung zum BZ zusenden und um Stellungnahme bitten.
Dieser Psychologe möge zudem die Erlaubnis erteilen, daß seine Stellungnahme zum "Fall Beutler" hier mit Quellenhinweis veröffentlicht werden darf.

Wir lösen damit das Problem, daß endlich Fachleute mit Sachverstand und OHNE EMOTIONEN ihre Meinung zum "Fall Beutler" veröffentlichen.

An sachlichen, fachkompetnten und vor allem emotionsfreien Beiträgen mangelt es diesem Forum nämlich!


stefan fügner

PS
Im Forum des BZ wurde nun zur Klarstellung die Einverständniserklärung zur Veröffentlichung aller Dokumente des "Falls Beutler" mit der Unterschrift des Herrn Beutlers als Kopie eingestellt.
Damit liegt dem BZ nachweislich die Genehmigung zur Veröffentlichung durch Herrn Beutler vor!


Was ist mit Dir los?
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Beitragvon Sich.-Ing.J.Hensel » Sa, 09 Sep 2006 1:45 +0000

Guten Tag,

An sachlichen, fachkompetnten und vor allem emotionsfreien Beiträgen mangelt es diesem Forum nämlich!


Fehlen die Argumente - bezogen auf einzelne Entgegnungen zum Sachverhalt - greift man das System an.

Unsubstantiiert, pauschal und ohne Rücksicht auf die Arbeit und Mühe, die sich die Verfasser dieser Präsenz machen und gemacht haben.

Man fordert Sachlichkeit, Fachkompetenz und Emotionsfreiheit ein, übersieht jedoch, dass genau dies Anlass zu deutlicher Kritik bei dem Rügenden selbst war.

Nun sind alle hier im Forum die Dummen, emotionsbesetzt und selbstverständlich fachlich völlig inkompetent.

Dies obwohl dem BZ noch nicht einmal die Qualifikationen der einzelnen Authoren bekannt sind.

Welch Objektivität bei der Bewertung von Personen.

Das BZ nimmt für sich in Anspruch, Beschwerden aufgrund von erlittenem Unrecht transparent in die Öffentlichkeit zu tragen, wobei die Sachlichkeit, Emotionsfreiheit und Kompetenz bei der Fallbearbeitung - nach eigenen Angaben - regelmäßig außer Frage steht.

Insofern muss aber auch akzeptiert werden, dass von Mobbing Betroffene sich hilfesuchend an den Mobbing-Gegner wenden dürfen, wenn sie den Eindruck haben, trotzdem schlecht behandelt worden zu sein.

Hierzu gehört m.E. auch die Tatsache, dass Herrn B. quasi als unfähig dargestellt wird, sein erlittenes Unrecht und die damit in Zusammenhang stehenden Persönlichkeitsverletzungen unter Bezugnahme auf arbeitswissenschaftlich etablierete Handlungsmuster - die eigentlich schon zum Allgeemeinwissen gehören - reflektieren zu können.

Dies deshalb, da nunmehr die starre Position des BZ deutlich darüber Auskunft gibt, dass Mobbingopfer wohl generell so von sich eingenommen sind, dass sie ihren eigenen Fall sachlich nicht mehr vortragen können.

Also übernehmen dies dann Andere, um Ihnen zu zeigen, dass gar kein Mobbing vorgelegen hat ?

Und auch hier setzt deutlich Kritik an, da nicht nur Fachärzte, sondern auch andere Experten im Bereich der Arbeitswissenschaften ihrem Gegenüber Vertrauen entgegenbringen und der Geschichte zuhören.

Jedefalls im Großen und Ganzen.

Eine wesentliche Voraussetzung um helfen zu können und zu evaluieren, ob bzw. dass die Geschichte tatsächlich durchlebt wurde in Verbindung mit ganz bestimmten Krankheitsmustern, die bim Herrn B. vorhanden sind.

Dies insb. für den Fall, dass beweiserhebliche Dokumenete fehlen sollten, was bei Herrn B. keineswegs der Fall ist.

Ich denke, dass diese Auseinandersetzung mit dem BZ sehr fruchtbar ist, denn es gilt auch aufzuzeigen, wie schwer es für Mobbingopfer ist, auch bei einigen NGO`s Gehör zu finden.

Der Mobbing-.Gegner nimmt sich - denke ich - hiervon aus, soweit dies kräftemäßig leistbar ist. Alles geschieht im Übrigen innnerhalb der Freizeit.

Insofern ist es für den unbeteiligten Leser wichtig zu erkennen, dass bei Abriss der Argumentationskette seitens des BZ deutlich wird, wie mit Grundrechten umgegangen wird.

Für meine Person möchte ich auf meinen b.b. Standpunkten stehenbleiben, solange Fakten mich überzeugen, dass die Behandlung des Herrn Beutler korrekt war.

Ich stehe zu diesem Konflikt, denn Konflikte sind grundsätzlich geeignet Lösungen für die Zukunft zu finden und dem Leser aufzuzeigen, worauf man achten sollte.

Zur allgemein beliebten Vorhaltung nicht vorhandener emotionaler Distanz bleibt eine Frage an das BZ:

Sind nicht Emotionen auch "Vorläufer" von Gedanken ?

Und müssen Emotionen immer, wenn es um die Einforderung von Sachlichkeit und Fachkompetenz geht etwas schlechtes / kontraproduktives sein, um ein ergebnisorientiertes Gespräch führen zu können ?

Wo doch Emotionen feste Bestandteile des Menschen sind ?

Ich denke, dass Sie aus der Hirnforschung zitieren bzw. berichten können, so dass auch alle hier im Forum versammelte Inkompetenz von Ihnen eine wissenschaftlich Lektion erfahren könnte.

Ich jedenfalls denke, dass durch die Ausblendung von Emotionen innerhalb eines Meinungsbildungsprozesses ein wichtiger Aspekt für das Ergebnis fehlt oder auch fehlen könnte.


@macdet

Das BZ hat auch den Wunsch Rainers auf Nichtveröffentlichung igoriert. Da scheint meiner Meinung nach der Name BZ verfehlt.


Dem stimme ich uneingeschränkt zu. - Möchte aber noch erwähnen, dass bei dem BZ offensichtlich haupt- oder nebenberuflich Journalisten tätig sind, so dass der Presse Codex hier wohl einschlägig wäre.

Da möglicherweise eine Überprüfung des Vorgangs durch den Presserat eine Verletzung dieses Codex` ggf. zu Tage fördern könnte, denke ich, dass in den nächsten Tagen eine entsprechende Prüfung der Einhaltung beantragt werden könnte.

Auf jeden Fall sind m.W. Journalisten zur Einhaltung des Codex` verpflichtet.

Also, wo gibt`s denn so was:

Gegen den Willen des Herrn B. Datenmaterial weltweit zu veröffentlichen und ohne das Grundrecht auf Würde und Selbstbesimmung des Betroffenen zu akzeptieren ?


Freundliche Grüsse


PS: Wie ich gehört habe, soll das "Telefon - Interview" zu Papier gebracht worden sein. - Es wäre schön, wenn es hier noch einmal veröffentlicht werden könnte, damit eine Kommentierung hierzu besser dargestellt werden kann.
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Beitragvon Sich.-Ing.J.Hensel » Sa, 09 Sep 2006 2:23 +0000

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Im Forum des BZ wurde nun zur Klarstellung die Einverständniserklärung zur Veröffentlichung aller Dokumente des "Falls Beutler" mit der Unterschrift des Herrn Beutlers als Kopie eingestellt.
Damit liegt dem BZ nachweislich die Genehmigung zur Veröffentlichung durch Herrn Beutler vor!


Sehr geehrter Herr Fügner,

Sie lassen bei dieser Ausführung einen wesentlichen Aspekt aus.

Ich habe gerade nocheinmal mit Herrn B. telefoniert.

Es hat den Sachverhalt so dargestellt:

1. Herr B. hat Ihnen die o.a. Genehmigung zugesendet.

2. Herr B. hat vor Veröffentlichung der Daten darum gebeten, einen
Korrekturabzug zu bekommen.

3. Sie schickten das Skript an Herrn B.

4. Nach Durchsicht durch Herrn B. und Beratung durch Dritte hat Herr B.
Ihnen schriftlich und mündlich untersagt, keine Daten zu seinem
Fall zu veröffentlichen ! Herr Beutler hat also die o.a. Genehmigung
schriftlich und mündlich w i d e r u f e n !!!

5. Hieraufhin gab es ein Fax des BZ, nachdem diese Widerufung seitens des
BZ nicht akzeptiert wurde.

6. Herr B. beschrieb mir diese Fax als sehr agressiv. Offensichtlich sollte er
hiermit unter Druck gesetzt werden, doch nicht von der Veröffentlichung
abzusehen. - Wir werden sehen.


Das Fax wird mir nächste Woche vorliegen und von mir - möglichwerweise auch vom Presserat, vom Datenschutz - mit ggf. "Fachinkompetenz", "unsachlichen Äußerungen" sowie "emotional" kommentiert werden.
Sich.-Ing.J.Hensel
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BZ nicht der Hofberichterstatter der Mobbing Gegner ist

Beitragvon stefan » Sa, 09 Sep 2006 2:49 +0000

Zunächst einmal möchte ich klarstellen, daß das BZ nicht der Hofberichterstatter der Mobbing Gegner ist.
Wir sind ausschließlich der WAHRHEITSFINDUNG verpflichtet und die Wahrheit aufzuzeigen tut manchmal verdammt weh, auch vermeintlichen Mobbingopfern.

Es ist aus meiner und auch aus der Sicht des Herrn Dr. Niehenke absolut unstrittig, daß die Vorgesetzten des Herrn Beutler bei der Beseitigung der Personalprobleme rund um den "Fall Beutler" vollständig versagt haben, ja sogar durch vorsätzliches Nichtstun (aussitzen) den Dingen ihren unkontrollierten Lauf ließen. Dies wird auch aus dem Interview mit dem Vorgesetzten allzudeutlich. Man sah die zwischenmenschlichen Probleme und unternahm nichts, weil jeder Angst hatte, etwas falsch zu machen. Dabei nahm man billigend in Kauf, daß es im Desaster endet. Ideen, den fachlich hochkompetenten, aber im Umgang mit Kollegen äußerst schwierigen Mitarbeiter für das Unternehmen gewinnbringend einzusetzen, waren keine Vorhanden oder man bemühte sich gar nicht erst, Ideen für eine alternativen Verwendung eines wertvollen Mitarbeiters im Unternehmen zu entwickeln.

Die Personalverantwortlichen haben auf ganzer Linie durch beamtenmäßiges Aussitzen der Probleme und die für hierarchie Organisationen typische Ideenlosigkeit vollständig versagt!


Aber:
Diese Versagen durch Nichtstun und Unterlassen und die sich daraus ergebenen konzerninternen Probleme mit mobbing gleichzusetzen, wäre eine Verhöhnung der Opfer echten Mobbings!

Wer sich mit schweren Mobbingopfern einmal beschäftigt hat, der wird sehr schnell erkennen, daß der Mobbingtäter NICHT UNTÄTIG ist, sondern im Gegenteil, er ist SEHR AKTIV! Durch eigene initiierte Aktionen, die sich im Laufe des Mobbings aneinanderreihen wie eine Perlenette, wird das Opfer drangsaliert.
Der Mobbingtäter entwickelt eine große Energie und Fähigkeit darin, daß Opfer mit Anweisungen zu überhäufen, die er niemals korrekt ausführen kann, weil er überfordert ist oder weil ihm notwendige Informationen fehlen.
Kurzum:
Der Mobber läßt sein Opfer fortwährend und zwar TÄGLICH über einen langen Zeitraum in das offene Messer laufen, daß er ihm auch ständig hinhält.
Ein potentieller Mobber ist hochaktiv, aber somit niemals nichtsztuend!

In der Recherche des "Fall Beutler" wurden über 30 Stunden (!) Interviews geführt . Auch wurden Menschen befragt, die Herr Beutler als ZEUGEN (!) benannte hatte, die Mobbingattacken bezeugen könnten.

Aber:
Weder Herr Beutler, noch ein einziger dieser Personen konnte Herrn Dr. Niehenke auch nur eine einzige Aktion oder Anweisung eines Vorgesetzten benennen, die darauf abzielte, Herrn Beutler vorsätzlich in eine Veragenssituation zu manövrieren, um anschließend dann Herrn Beutler Versagen vorzuwerfen und ihn als Idioten des Unternehmens darzustellen!!
Solche fortwährenden Aktionen sind aber Voraussetzung, um Mobbing nachzuweisen.

Da es nachweisbar keine einzige dieser mobbingtypischen Aktionen gab, die ein vorsätzliches Herbeiführen von Versagen durch unklare Anweisungen durch Vorgesetzte erkennen lassen, kann im Falle Beutler nicht von Mobbing gesprochen werden!

stefan fügner
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