Katalog der 100 + Mobbing Handlungen nach Wolmerarth und Ess

Alles rund um das Thema Mobbing, was nicht in die Thematik der übrigen Kategorien passt.

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Katalog der 100 + Mobbing Handlungen nach Wolmerarth und Ess

Beitragvon Admin » Mi, 05 Apr 2006 2:33 +0000

Ausgehend von Prof. Leymann haben die Herren Wolmerarth und Esser einen Katalog von 100 Mobbinghandlungen erarbeitet, welcher m.E. einen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisstand repräsentiert.

Meine Empfehlung wäre, dass ein Mobbing-Tagebuch diesen Handlungskatalog im Aufbau berücksichtigen sollte.


Katalog der 100+… Mobbinghandlungen (von Dr. M. Wolmerath)

1. Angriffe gegen die Arbeitsleistung und das Leistungsvermögen
— Sabotage: Beschädigung, Diebstahl, Manipulation von Arbeitsmitteln
— „Unterschlagung“ von Arbeitsergebnissen (z. B. Unterlagen, Dateien sind „weg“)
— Manipulation von Arbeitsergebnissen (z. B. gezielt Fehler einfügen)
— Erzeugen von Störungen (z. B. unsinnige Telefonate, Unterbrechungen)
— Vorenthalten und/oder Fälschen von arbeitsrelevanten Informationen
— Gezielte Unterdrückung von Informationen über Besprechungen, (End-) Terminen
— Anordnung von sinnlosen Tätigkeiten (z. B. ausgemusterte Ordner sortieren)
— Anordnung, keine Tätigkeit während der Arbeitszeit auszuüben
— Anordnung von systematisch überfordernden Tätigkeiten
— Zuweisung von Arbeiten, die der Betroffene nicht mag oder die ihm nicht „liegen“
— Zuweisung von objektiv zu viel Arbeit („Zuschütten“)
— Willkürlich auf liegengebliebener Arbeit (z. B. wegen Urlaub, Betriebsratstätigkeit) sitzen lassen
— Ungünstige Lage des Arbeitsplatzes (z. B. laut, Störungen, ungeschützt, exponiert)
— Anordnung von systematisch unterfordernden Tätigkeiten
— Anordnungen so gestalten, dass unvermeidlich Fehler gemacht werden
— Manipulierte Arbeitszuweisung (z. B. nur unbeliebteste, schlechteste, schmutzigste)
— Kappen üblicher Informationskanäle (z. B. kein Telefon, kein Fax, keine E-Mail)
— Blockade von gemeinsamer Tätigkeit („Mit dem nicht!“)
— Verweigerung von Hilfe, Unterstützung, Rat (obwohl es möglich wäre)
— Überraschendes Zurückziehen von verbindlich zugesagter Unterstützung
— Geistiger Diebstahl, Aneignung von Arbeitsergebnissen
— Beschneidung der Zuständigkeit (z. B. fachlich unberechtigt, willkürlich)
— Dienst nach Vorschrift (z. B. gezieltes Nicht-Mitdenken, gezielte Unflexibilität)
— Entscheidungen oder Kompetenzen werden permanent angezweifelt
— Anweisungen werden (offen oder verdeckt) nicht ausgeführt oder sabotiert
— Anweisungen werden wortwörtlich ausgeführt (offensichtliche Fehler einbezogen)
— Willkürlich erzeugter Zeitdruck
— Überraschungsangriffe (z. B. plötzliche Änderungen der Arbeitsaufträge, Termine)
— Ständige Entmutigung

2. Angriffe gegen den Bestand des Beschäftigungsverhältnisses
— Behaupten von Fehlverhalten (z. B. Urlaubszettel „verschwindet“)
— Fehler und negative Vorfälle werden Betroffenem in die Schuhe geschoben
— Willkürliche Abmahnungen (d. h. die Gründe werden an den Haaren herbeigezogen)
— Willkürliche Umsetzung und/oder Versetzung (sowie Versuche dazu)
— Willkürliche Kündigung(en) (d. h. die Gründe werden „an den Haaren“ herbeigezogen)
— Manipulation der Arbeitszeiterfassung
— Strafbare Handlungen werden unterstellt (z. B. Diebesgut wird untergeschoben)
— Berufliche Qualifikation wird ständig in Frage gestellt
— Willkürliches Zurückhalten des Entgelts (z. B. Urlaubsgeld, Spesen)
— Absichtlich schlechte berufliche Beurteilung; Behauptung von Schlechtleistungen
— Betrieblich übliche Beförderungen, angestrebte Position werden blockiert
— Fort- und Weiterbildungsvorhaben werden gezielt behindert

3. Destruktive Kritik
— Demütigende, unsachliche, überzogene, gnadenlose Kritik
— Aufbauschen einzelner Vorfälle oder Fehler („Maus zum Elefanten machen“)
— Generalisierung von Fehlern; pauschale Kritik (z. B.: „Sie machen alles falsch!“)
— Kritik von Fehlern, die durch Anweisungen des Mobbers provoziert wurden
— Ständige (harsche) Kritik
— Unterdrückung von Verbesserungsvorschlägen und -bemühungen
— Ständige Entmutigung; Ausbremsen der Motivation (z. B.: „Das schaffen Sie nie!“)

4. Angriffe gegen die soziale Integration am Arbeitsplatz
— Räumliche Isolation (z. B. abgelegener Arbeitsplatz)
— Unterdrückung von Meinungsäußerungen des Betroffenen (z. B. „Mund verbieten“)
— Gespräche hinter dem Rücken (z. B. Tuscheln, Tratschen, Gerüchte verbreiten)
— Anspielungen, zweideutige Bemerkungen
— Engagement des Betroffenen wird als getarnter Egoismus diffamiert
— Mögliche Bündnispartner, Freunde des Betroffenen werden versetzt
— Mögliche Bündnispartner, Freunde des Betroffenen werden eingeschüchtert
— Ausschließen aus der Alltagskommunikation („Wie Luft behandeln“)
— Ausschließen aus informellen/geselligen Treffen („Tür-Zu-Methode“)
— Ausschließen aus üblichen gegenseitigen Freundlichkeiten im Kollegenkreis (z. B. Brötchen
oder Süßigkeiten mitbringen, Kaffee kochen, Blumen gießen)
— Demonstratives Schweigen im Beisein des Betroffenen
— Ignorieren von Fragen, Gesprächswünschen, Hilfeersuchen, Kooperationsangeboten
— Demonstrativ aus dem Weg gehen, nicht an einem Tisch sitzen, in einem Raum sein

5. Angriffe gegen das soziale Ansehen im Beruf
— Gezielte Verleumdung, Rufmord in der betrieblichen Öffentlichkeit
— Gerüchte verbreiten oder gezielt weiterleiten
— Dem Betroffenen wider besseren Wissens Böswilligkeit/Fahrlässigkeit unterstellen
— Provokation, um die emotionale Reaktion des Mobbingbetroffenen auszuschlachten
— Beleidigung und Demütigung im Beisein Dritter
— Verraten von persönlichen Informationen („Geheimnisse“ an Dritte)
— Lächerlich machen (z. B. verbal, mit Mimik, mit Gestik, durch Karikatur)
— In der betrieblichen Öffentlichkeit unglaubwürdig machen, blamieren, bloßstellen
— Gezielte negative Sonderbehandlung („nur der Mobbingbetroffene wird so behandelt“)
— Demonstrative scheinbar positive Sonderbehandlung (z. B. „Tot-Loben“)
— Psychische Erkrankung wird unterstellt
— Beschwerden durch Dritte werden erfunden (z. B. gefälschte Briefe, Anrufe, E-Mails)
— Fingierte Schreiben des oder an den Betroffenen werden öffentlich gemacht

6. Angriffe gegen das Selbstwertgefühl
— Demütigung, Erniedrigung, Blamage, Häme, Abwertung (verbal und/oder nonverbal)
— Unterdrückung durch verbale Dominanz (z. B. Anschreien)
— Ruppige Redeweise mit dem Betroffenen
— Menschliche Qualifikation („Charakter“) wird bestritten
— Unterstellung böser Absichten, Dummheit, Unehrenhaftigkeit etc.
— Verunsicherung, Kränkung, Beleidigung, Schmähung
— Gezieltes Attackieren und Ausnutzen von persönlichen Unsicherheiten
— Persönliche Schwächen werden publik gemacht
— Aufbauschen von Fehlern und Unzulänglichkeiten („Herumreiten“)
— Gezielte Ungleichbehandlung (z. B. negative Sonderrolle, Ungerechtigkeiten)
— Dauerkontrolle, übertriebene Kontrolle, berufliche Entmündigung

7. Angst, Schreck und Ekel erzeugen
— Angst und Schrecken erzeugen (z. B. Einsperren des Betroffenen, Spinnen in den
Schreibtisch legen, tote Tiere im Büro ablegen, elektrischen Kurzschluss herbeiführen)
— Ekel erzeugen (z. B. Stinkbomben sowie verdorbene Lebensmittel werden im Büro versteckt)
— Einschüchtern, Bedrohen, Nötigen (z. B. Drohen mit dem Arbeitsplatzverlust,
körperliche Gewaltandrohung)
— Anordnung, zum Arzt zu gehen, um die psychische Gesundheit prüfen zu lassen

8. Angriffe gegen die Privatsphäre
— (Nächtlicher) Telefonterror
— Anrufe oder Besuche zur Kontrolle
— Bedrängende Aufforderungen, aus dem Urlaub und/oder aus der krankheitsbedingten
Arbeitsunfähigkeit zurück zu kommen
— Schlechtmachen des Betroffenen bei Familienangehörigen, Freunden etc.
— Familienangehörige ängstigen, angreifen, belästigen
— Sachbeschädigung an privaten oder beruflich genutzten Gegenständen, Kleidung etc.
— Zuweisung schlechter Urlaubstermine
— Kurzfristige Zurücknahme zugesagten Urlaubs oder Freizeitausgleichs
— Unterschlagung von Anträgen (z. B. wegen Urlaub, Bildung)
— Ständiges Abwerten privater Vorlieben, Interessen und Tätigkeiten
— Ständiges Abwerten religiöser, politischer, weltanschaulicher Überzeugungen

9. Angriffe gegen die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit
— Offene körperliche Übergriffe, Gewaltanwendung
— Als Zufall oder Missgeschick getarnte Verletzungen beifügen
— Gezielte Anordnung von gesundheitsschädlichen Tätigkeiten
— Sabotage von Sicherheitsmaßnahmen; Verschwinden lassen von Schutzmitteln
— bad word Belästigung
— Heimliche Verabreichung von Medikamenten und/oder Suchtmitteln
(z. B. Alkohol bei einem abstinenten Alkoholiker)
— Ungenießbarmachung oder Verunreinigung von Lebensmitteln
— Herbeiführen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen (z. B. Zugluft, Kälte, Hitze,
Lautstärke, Vibration, Tabakqualm, Sprays, Stinkbomben)
— Ausnutzen von gesundheitlichen Handikaps und Krankheiten gegen Betroffene
— Betroffenen zum Suizid auffordern

10. Versagen von Hilfe
— Ignorieren von Mobbingsituation (z. B. Wegschauen, Weggehen)
— Verharmlosen, Lächerlichmachen von Beschwerden
— Vorwürfe, Schuldzuweisung gegenüber dem Betroffenen
— Dulden von Mobbingvorgängen
— Unterlassene Hilfeleistung

Quelle: "Arbeitsrecht im Betrieb", Ausgabe 7/2000, Seite 389
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STASI-Richtlinie 1/76 als altgediente BRD-Mobbing-Richtline

Beitragvon Tom » So, 24 Aug 2008 1:35 +0000

Die STASI-Richtline 1/76 erfreute sich in Deutschland bei Mobbern hoher Beliebtheit. Selten wurde über das Thema Private Krankenversicherung Vergleich richtig informiert!

Diese Richtlinie gleicht zuvor genannten „mobbingtypischen Handlungen“ , welche von Arbeitgebern mittels Verrichtungsgehilfen und Erfüllungsgehilfen als Mobber gegen Mobbing-Opfer durchgeführt wurden, um die Mobbing-Opfer zur Aufgabe des Arbeitsverhältnisses zu nötigen.

Jeder Arbeitgeber, der solch „mobbingtypischen Handlungen“ an Mobbing-Opfern durchführen lässt, lehnt sich damit häufig gänzlich unbewusst an die geheime Verschlusssache des MfS 008 Nr. 100 76 an, welche als STASI-Richtline 1/76 in Deutschland bekannt wurde.

Der Ministerrat DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK, vertreten durch das Ministerium für Staatssicherheit hatte diese STASI-Richtlinie 1/76 im Januar 1976 erlassen. Die Richtlinie Nr. 1 / 76 diente zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV). In Deutschland verbreitete sich neben den „mobbingtypischen Handlungen“ zunehmend der Einsatz von Stasi-Methoden. Ein Beispiel hier,

Hatten die Arbeitgeber aus dem Auszug aus der Richtlinie Nr. 1/76 des Ministerium für Staatssicherheit der DDR (GDR) , Geheime Verschlußsache MfS 008 Nr.100 76, etwa „gelernt“ ?


Die Anwendung von Maßnahmen der Zersetzung:

Zielstellung und Anwendungsbereiche von Maßnahmen der Zersetzung:
Maßnahmen der Zersetzung sind auf das Hervorrufen sowie die Ausnutzung und Verstärkung solcher Widersprüche bzw. Differenzen zwischen feindlich-negativen Kräften zu richten, durch die sie ersplittert, gelähmt, desorganisiert und isoliert und ihre feindlich-negativen Handlungen einschließlich deren Auswirkungen vorbeugend verhindert, wesentlich eingeschränkt oder gänzlich unterbunden werden. In Abhängigkeit von der konkreten Lage unter feindlich-negativen Kräften ist auf die Einstellung bestimmter Personen, bei denen Anknüpfungspunkte vorhanden sind, dahingehend einzuwirken, dass sie ihre feindlich- negative Positionen aufgeben und eine weitere positive Beeinflussung möglich ist.

Zersetzungsmaßnahmen können sich sowohl gegen Gruppen, Gruppierungen und Organisationen als auch gegen einzelne Personen richten und als relativ selbständige Art des Abschlusses Operativer Vorgänge oder im Zusammenhang mit anderen Abschlussarten angewandt werden. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben zu gewährleisten, dass bei politischoperativer Notwendigkeit Zersetzungsmaßnahmen als unmittelbarer Bestandteil der offensiven Bearbeitung Operativer Vorgänge angewandt werden.

Formen, Mittel und Methoden der Zersetzung:
Die Festlegung der durchzuführenden Zersetzungsmaßnahmen hat auf der Grundlage der exakten Einschätzung der erreichten Ergebnisse der Bearbeitung des jeweiligen Operativen Vorgangs, insbesondere der erarbeiteten Ansatzpunkte sowie der Individualität der bearbeiteten Person und in Abhängigkeit von der jeweils zu erreichenden Zielstellung zu erfolgen.

Bewährte anzuwendende Formen der Zersetzung sind:
- systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben;
- systematischer Organisierung beruflicher und gesellschaftlicher Misserfolge zur Untergrabung des Selbstvertrauens einzelner Personen;
- zielstrebige Untergrabung von Überzeugungen im Zusammenhang mit bestimmten Idealen, Vorbildern usw. und die Erzeugung von Zweifeln an der persönlichen Perspektive;
- Erzeugen von Misstrauen und gegenseitigen Verdächtigungen innerhalb von Gruppen, Gruppierungen und Organisationen;
- Erzeugen bzw. Ausnutzen und Verstärken von Rivalitäten innerhalb von Gruppen, Gruppierungen und Organisationen durch zielgerichtete Ausnutzung persönlicher Schwächen einzelner Mitglieder;
- Beschäftigung von Gruppen, Gruppierungen und Organisationen mit ihren internen Problemen mit dem Ziel der Einschränkung feindlich-negativer Handlungen;
- Örtliches und zeitliches Unterbinden bzw. Einschränken der gegenseitigen Beziehungen der Mitglieder einer Gruppe, Gruppierung oder Organisation auf der Grundlage geltender gesetzlicher Bestimmungen, z.B. durch Arbeitsplatzbindungen, Zuweisung örtlich entfernt liegender Arbeitsplätze usw. Bei der Durchführung von Zersetzungsmaßnahmen sind vorrangig zuverlässige, bewährte, für die Lösung dieser Aufgabe geeignete IM einzusetzen.

Bewährte Mittel und Methoden der Zersetzung sind:
- das Heranführen bzw. der Einsatz von IM, legendiert als Kuriere der Zentrale, Vertrauenspersonen des Leiters der Gruppe, übergeordnete Personen, Beauftragte von zuständigen Stellen aus dem Operationsgebiet, andere Verbindungspersonen usw.;
- die Verwendung anonymer und pseudonymer Briefe, Telegramme, Telefonanrufe usw.; compromittierender Fotos, z.B. von stattgefundenen oder vorgetäuschten Begegnungen;
- die gezielte Verbreitung von Gerüchten über bestimmte Personen einer Gruppe, Gruppierung oder Organisation;
- gezielte Indiskretionen bzw. das Vortäuschen einer Dekonspiration von Abwehrmaßnahmen (seitens des Arbeitgebers)
- die Vorladung von Personen zu staatlichen Dienststellen oder gesellschaftlichen Organisationen mit glaubhafter oder unglaubhafter Begründung.
Diese Mittel und Methoden sind entsprechend den konkreten Bedingungen des jeweiligen
Operativen Vorgangs schöpferisch und differenziert anzuwenden, auszubauen und
weiterzuentwickeln.

Das Vorgehen bei der Ausarbeitung und Durchführung von Zersetzungsmaßnahmen
Voraussetzung und Grundlage für die Ausarbeitung wirksamer Zersetzungsmaßnahmen ist die gründliche Analyse des Operativen Vorgangs, insbesondere zur Herausarbeitung geeigneter Widersprüche, Differenzen bzw. von kompromittierendem Material. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Analyse hat die exakte Festlegung der konkreten Zielstellung der Zersetzung zu erfolgen. Entsprechend der festgelegten Zielstellung hat die gründliche Vorbereitung und Planung der Zersetzungsmaßnahmen zu erfolgen. In der Vorbereitung sind – soweit notwendig – unter Wahrung der Konspiration die zur Bearbeitung des jeweiligen Operativen Vorgangs eingesetzten bzw. einzusetzenden IM einzubeziehen. Die Pläne zur Durchführung von Zersetzungsmaßnahmen bedürfen der Bestätigung durch den Leiter der jeweiligen Haupt-/selbständigen Abteilung bzw. Bezirksverwaltung/Verwaltung. Pläne zur Durchführung von Zersetzungsmaßnahmen gegen Organisationen, Gruppen, Gruppierungen oder einzelne Personen im Operationsgebiet, Personen in bedeutsamen zentralen gesellschaftlichen Positionen bzw. mit internationalem oder Masseneinfluß, sowie in anderen politisch-operativ besonders bedeutsamen Fällen sind mir bzw. meinem jeweils zuständigen Stellvertreter zur Bestätigung vorzulegen. Die Durchführung der Zersetzungsmaßnahmen ist einheitlich und straff zu leiten. Dazu gehört die ständige inoffizielle Kontrolle ihrer Ergebnisse und Wirkung. Die Ergebnisse sind exakt zu dokumentieren. Entsprechend der politisch-operativen Notwendigkeit sind weitere politisch-operative Kontrollmaßnahmen festzulegen und durchzuführen.
Auszug aus:
Richtlinie Nr. 1/76 des Ministerium für Staatssicherheit der DDR (GDR) Geheime Verschlußsache MfS 008 Nr.100 76


Anmerkung:
Ich meine, Bossing, Korruption, und Arbeitsschutz muss Wahlkampfthema werden.

Wählt nicht die CDU, SPD, die Bauernpartei CSU, oder die FDP, denn diese Parteien, deren Lobbyisten, deren Beziehungsgeflechte bis in Wirtschaft und Justiz, sind es im Grunde Schuld, weil sie zu wenig gegen die Missstände in Deutschland taten, so dass solche Fälle möglich werden konnten.

Gruss
Tom
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