KRITISCHE POLIZISTEN - hätten Sie hier helfen können?

Nicht nur durch die Sendung Kontraste "Dein Kollege, dein Feind: Mobbing bei der Polizei" wurde man auf das Mobbing in der Polizei aufmerksam! Der Fall der Kommissarin Bianca Müller und die neuesten Nachrichten zum Fall Herzogau spiegelt das Bild der Polizei. Wann lernt der Staat, wann lernen alle das Mobbing kein Kavaliersdelikt ist!

Moderator: macdet

KRITISCHE POLIZISTEN - hätten Sie hier helfen können?

Beitragvon macdet » Do, 22 Nov 2007 11:37 +0000

Presseberichte über das Schwerpunkt-Thema!
* Blogbeitrag "Mobbing bei der Polizei"


einiges von anderen Seiten:

KRITISCHE POLIZISTEN*Einst waren sie wichtige Kritiker des eigenen Apparats. Nach zermürbenden internen Hickhack droht dem Verein nun das Ende seiner Karriere

Sie waren einmal die Zelle des Bürgerrechts innerhalb der Polizei und deutschlandweit bekannt - die Bundesarbeitsgemeinschaft Kritische Polizisten. Doch nach 15 Jahren steht die Gruppe nun vor dem Aus, knapp zwei Dutzend Mitglieder halten noch die Stange. Grund dafür sind nicht nur interner Zwist, sondern auch teure Verleumdungsprozesse. Nun sollen die »Kritischen« als Arbeitsgruppe in der Humanistischen Union neu gegründet werden.

Hamburg, den 8. Juni 1986: Auf dem Heiligengeistfeld umzingelt die Polizei etwa 700 bis 800 Teilnehmer einer Demonstration gegen das Atomkraftwerk Brokdorf stundenlang. Dicht zusammengedrängt ist oft nur Stehen möglich und auch die Notdurft muss so verrichtet werden. Ein schwarzer Tag für das Demonstrationsrecht in Deutschland. Doch der »Hamburger Kessel«, wie er genannt wird, löst auch eine positive Reaktion aus.

Schon am nächsten Tag kommen in Hamburg mehrere Polizeibeamte aller Sparten zu einem Treffen zusammen. Sie sind über das brutale Vorgehen der Polizeiführung und dessen Rückendeckung durch den Innensenator empört. Eine Opposition innerhalb des Polizeiapparates entsteht, als »Hamburger Signal« lässt sie sich in das Vereinsregister eintragen. Das Unerwartete geschieht - innerhalb der Polizei wird das Signal verstanden. Aus dem ganzen Bundesgebiet melden sich Polizeibeamte bei den Hamburger Kollegen. 1987 gründen sie die »Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizisten und Polizistinnen e.V.«.

Als Vereinigung, die aus dem Apparat heraus öffentlich ihre Kritik an der offiziellen Polizeiwirklichkeit formulierte, war sie ohne Vorbild. Eine Massenbewegung wurden die »Kritischen« aber nie. In ihrer besten Zeit zählten sie etwa 120 Mitglieder, doch schnell erwarben sie sich innerhalb der demokratischen Öffentlichkeit Anerkennung und erhielten 1988 sogar für ihre Visionen von einer »demokratischen Polizei« den renommierten Gustav-Heinemann-Bürgerpreis. Innerhalb der Polizei aber wurden die meisten zu Parias - von Kollegen und Vorgesetzten geschnitten, isoliert, gemobbt und disziplinarisch geschuriegelt. Für etliche bedeutete dies »EdeKa«: Ende der Karriere.

Trotzdem wagten sich die »Kritischen« aus ihrer Polizeiecke heraus, nahmen Kontakt zu Bürgerrechtsgruppen auf und wurden schließlich Teil der Bewegung. Auch bei den Grünen engagierten sie sich. In einigen Parlamenten zogen »Kritische« als Abgeordnete ein, als bekanntester der langjährige Bundestagsabgeordnete Manfred Such. 1990 schlug ihn das damals an der Landesregierung in Brandenburg beteiligte Bündnis 90 sogar als Polizeipräsident von Frankfurt/Oder vor. Doch nordrhein-westfälische Ministeriale, die als Leihbeamte das Potsdamer Innenministerium aufbauten, wussten das zu verhindern. 1994 deckten »Kritische« den so genannten »Hamburger Polizeiskandal« auf. Über längere Zeit hatten in der Hansestadt Polizeibeamte Ausländer, insbesondere Farbige, schikaniert und misshandelt.

Doch nun, 15 Jahre nach der Gründung, steht die Arbeitsgemeinschaft vor dem Aus. Mit zwei Unterlassungsklagen haben der Berliner Polizeipräsident Hagen Saberschinsky und ein Polizeidirektor die »Kritischen« in den finanziellen Ruin getrieben. Mit dem Kollaps der Vereinskasse bröckelt auch die Solidarität der Gruppe. Hintergrund des Desasters ist der Selbstmord eines Berliner Polizisten im November 2000. Unmittelbar nach Dienstende hatte sich der Mann damals erschossen. In einer Presseerklärung ihrer Sprecherin Bianca Müller hatten die »Kritischen« für die Selbsttötung schweres Mobbing durch einen Vorgesetzten verantwortlich gemacht. Dabei hatte Frau Müller auch darauf hingewiesen, dass dieser bereits vor einigen Jahren in einen ähnlichen Fall verwickelt war. Auch auf der neuen Dienststelle des Polizeidirektors herrsche Mobbing, hatte Müller erklärt. Den »Kritischen« seien »bereits mehrere schwere Fälle bekannt geworden« und auch der Polizeiführung sei dies »nicht unbekannt«. Die Behauptung erregte Aufsehen, und die Angegriffenen schlugen sofort zurück. Der Polizeipräsident sah die Behörde verleumdet, der Polizeidirektor sein Ansehen beschädigt.

Bianca Müller ist in der Berliner Polizei keine Unbekannte. Infolge eigener Erlebnisse ist sie zur Mobbing-Expertin geworden und betreut Fälle aus dem ganzen Bundesgebiet. Mit ihrem Präsidenten hat die streitbare Kriminalhauptkommissarin sich schon öfter vor Gericht getroffen. Doch diesmal hatte sie sich offenbar zu weit vorgewagt, es fehlte an gerichtsfesten Beweisen für die Vorwürfe. Die Prozesse gingen verloren, die Kosten in die Zigtausende. Der Verein geriet in Existenzprobleme. Eine Anfang Mai nach Kassel einberufene Krisenversammlung blieb ohne Ergebnisse.

Die Frage, wie der Verein eine Selbstauflösung wegen drohender Insolvenz noch abwenden kann, wurde nicht geklärt. Wichtiger war den Teilnehmern der interne Streit im Vorstand. Ein Teil warf Frau Müller »unprofessionelles Verhalten« vor. Der andere erklärte ihren Sprecherkollegen, den langjährigen Vorständler Thomas Wüppesahl zum eigentlichen Problem. Der habe den Konflikt eskalieren lassen und sich damit »vereinsschädigend« verhalten. Seither ist die frühere Geschlossenheit der Gruppe dahin. Ohnehin hatten neben den sieben Vorständlern gerade einmal fünf der seinerzeit noch rund 70 Mitglieder den Weg nach Kassel gefunden. Es ging turbulent zu: Noch während der Versammlung kam es zu Vereinsaustritten, auch von Vorständlern. Der auf der Sitzung abgewählte Wüppesahl erkannte den Beschluss wegen angeblicher Formfehler nicht an. Per einstweiliger Verfügung ließ ihm Bianca Müller daraufhin im Namen der Vereinsmehrheit untersagen, sich weiterhin als Bundessprecher zu bezeichnen. Die Antwort: In der kürzlich erschienenen Ausgabe von Unbequem, der Zeitung der »Kritischen« ist im Impressum ausdrücklich vermerkt, sie sei allein »vom Flügel um Thomas Wüppesahl« zusammengestellt worden.

In der Auseinandersetzung, die von beiden Lagern unnachgiebig geführt wurde, zerfiel der Verein weiter. Gerade 20 bis 30 Personen zählen sich derzeit noch dazu. Seit etwa drei Monaten ist die Arbeitsgemeinschaft inzwischen außerdem vom Amtsgericht Hamburg unter Insolvenzrecht gestellt worden. Zwar läuft dagegen noch ein Berufungsverfahren, dennoch muss der Verein aufgelöst werden. Nach dem Willen des Vorstandes soll es nun als eigenständige Arbeitsgruppe innerhalb der angesehenen Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union e.V. (HU) weitergehen. Darauf hat man sich mit dem HU-Bundesvorsitzenden Till Müller-Heidelberg geeinigt. Doch ob es der Gruppe gelingen wird, innerhalb der HU zu ihrer früheren Geschlossenheit zurück zu finden, erscheint angesichts der tiefen Wunden, die man sich gegenseitig geschlagen hat, fraglich.

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Der Krieg gegen die kritischen PolizistInnen ...

Beitragvon macdet » Do, 22 Nov 2007 11:40 +0000

Die "Kritischen Polizisten" gibt es schon länger ... eine kritische Stimme innerhalb der Polizei. Von außen ist schwer zu beurteilen, was alles geschah - aber wichtige Personen der kritischen Polizisten wurden auf unterschiedliche Art mundtot gemacht. Ein Text aus der Frankfurter Rundschau dazu (11.8.2005, S. 8):

Tod einer Polizistin

Die Aussagen im Fall der Kommissarin Bianca Müller gleichen einer Chronik der Irreführungen

VON THOMAS MOSER

Der Fall schien klar, als die Berliner Polizeibeamtin Bianca Müller am 28. April tot zu Hause gefunden wurde - Tod durch Tablettenvergiftung. Selbstmord. Traurig zwar und für manche Kollegen auch erschütternd, das Muster aber bekannt: Wieder einmal hatte sich jemand in seinem Lebenskampf verrannt und fand keinen Ausweg mehr. Doch inzwischen, drei Monate später, gibt der Fall viele Rätsel auf. Und das liegt auch am ehemaligen Dienstherrn der Beamtin, der Berliner Polizei und deren Umgang mit dem Todesfall.

Bianca Müller arbeitete 30 Jahre lang bei der Berliner Polizei. Die Kriminalhauptkommissarin fiel auf, auch weil sie sich gegen Missstände bei der Polizei einsetzte: Mobbing von Kollegen, Übergriffe auf Bürger oder latenten Rassismus. Sie war Polizistin und Polizeikritikerin zugleich, und als solche eine der Sprecherinnen der Kritischen Polizisten gewesen. Diese unabhängige, bundesweite Vereinigung von Polizeibeamten hatte sich Mitte der 80er Jahre gebildet und trat für Transparenz und eine Demokratisierung der Polizei ein. Die kritischen Polizisten galten als Nestbeschmutzer und waren durchaus Schikanen ausgesetzt. Sie wurden mit Disziplinar- oder sogar Strafverfahren überzogen. Auch Bianca Müller. Einmal erntete sie nicht weniger als 25 Verfahren innerhalb eines Jahres, beispielsweise wegen Sachbeschädigung, weil ihr Pistolenholster durchgescheuert war.

Bundesweit bekannt wurde Bianca Müller aber auch wegen ihrer schwierigen Lebensgeschichte. Darüber berichtete sie wiederholt in Talksendungen. Sie erzählte, dass sie als bad word, also mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen, geboren worden war. Fast 40 Jahre lang lebte sie als Junge beziehungsweise Mann, ehe sie sich zu einer Geschlechtsanpassung als Frau durchrang. An ihrem Arbeitsplatz wurde das nicht gerade mit großem Verständnis quittiert. Sie wurde - wie sie immer wieder berichtete - lächerlich gemacht, gedemütigt, musste die Dienststelle wechseln. Die Obduktion nach ihrem Tod ergab nun, dass Bianca Müller ursprünglich nicht zweigeschlechtlich war, sondern ein Mann. Sie hatte nur männliche Organe und keine weiblichen. Weshalb sie das verleugnete, lässt sich nur vermuten. Ihre Lebensgeschichte macht das nicht leichter.

"Kriminalhauptkommissarin Bianca Müller nahm sich das Leben", teilte die Berliner Polizei der Presse Ende April in einer Meldung mit, einen halben Tag nachdem die Beamtin von Vorgesetzten tot in ihrer Wohnung gefunden worden war. Sie war mehrere Tage nicht zum Dienst erschienen. Und dann erwähnte die Pressemeldung der Polizei zwei Mal einen Abschiedsbrief, den Müller hinterlegt habe und in dem sie Mobbing-Vorwürfe gegen Kollegen und Polizeiführung erhebe. Weil die Leiche in den ersten Tagen noch obduziert wurde und die genaue Todesursache nicht feststand, galt dieser angebliche Abschiedsbrief als entscheidendes Indiz für die Selbsttötung der Beamtin. Er wurde so auch von allen Medien, soweit sie über den Fall berichteten, erwähnt.

Einen Abschiedsbrief von Bianca Müller gibt es allerdings nicht. Wie die Polizei darauf kam und was tatsächlich gefunden wurde, verbirgt sich bis heute hinter einem Nebelschleier. Nachfragen zu dem angeblichen Abschiedsbrief bei Polizeiverantwortlichen ergaben immer neue Ungereimtheiten und immer neue Darstellungen, die sich im Laufe der Wochen zu einer befremdlichen Chronik von Irreführungen summierten.

Zunächst hieß es, der Abschiedsbrief sei 21 Seiten lang und per Zeitschaltuhr nach dem Tod von Müller als Email an verschiedene Personen verschickt worden. Doch als niemand zu finden war, der einen Abschiedsbrief erhalten hatte, präsentierte der Chefpsychologe beim Polizeipräsidenten, Karl Mollenhauer, Version zwei: Danach handelte es sich bei dem Abschiedsbrief um den Aufsatz der Frankfurter Psychologin Andrea Auth über Müller. Dieser habe neben der Toten auf dem Nachttisch gelegen. Ein Text, der das schwierige Leben der Frau und ihren Kampf in und mit der Polizei beschreibt, der aber bereits vier Jahre alt ist und auch veröffentlicht wurde. Mollenhauer räumt zwar ein, dass das "sicher kein Abschiedsbrief im klassischen Sinne" sei, man könne ihn aber als solchen interpretieren.

Doch dann verlor auch diese zweite Version ihre Gültigkeit, denn nach Auskunft der Staatsanwaltschaft zum Ende des Ermittlungsverfahrens Anfang Juli fand sich auf dem Nachttisch der Toten weder ein Abschiedsbrief noch ein anderer Text. Stattdessen - Version drei - haben die Ermittler im Computer der Toten alle möglichen Ausführungen gefunden, die sie als Abschiedsbrief werten. Aber, so Staatsanwalt Michael Grunwald, einen "ausdrücklichen Abschiedsbrief in dem Sinne" gebe es nicht.

Schließlich tauchte eine weitere Version auf, die insgesamt vierte. Danach lag im Flur der Wohnung ein Kuvert, in dem sich der genannte Aufsatz der Frankfurter Psychologin Auth befand sowie dienstliche Anmerkungen zur Berliner Feuerwehr, bei der Bianca Müller hin und wieder Dienst tat. Das Kuvert war an den Chef der Berliner Feuerwehr, Landesbranddirektor Albrecht Broemme, adressiert. Broemme kann in dem Material ebenfalls "keinen Abschiedsbrief" erkennen. Bemerkenswert ist: Diese Version soll in den Ermittlungsakten stehen.

Die Ermittlungsbehörden sind seit Wochen nicht in der Lage, die Widersprüche um den behaupteten Abschiedsbrief zu klären. Die Polizei hat bislang auch ihre irreführende Pressemitteilung nicht klargestellt. Warum legt sie so viel Wert auf einen angeblichen Abschiedsbrief. Und warum soll trotz monatelanger Untersuchungen der Todeszeitpunkt "nicht auf den Tag genau feststellbar" sein. Die Ermittler können lediglich sagen, dass der Tod "ein paar Tage vorher" eingetreten ist. Dagegen erklären andere Kriminalisten, dass auch nach einer Liegezeit von ein paar Tagen die Todeszeit sehr wohl auf den Tag genau bestimmt werden könne. Warum sich ihre Beamtin umgebracht hatte, das wusste die Berliner Polizei all dieser amtlichen Unklarheiten zum Trotz aber sofort: Müller habe die Nichterfüllung ihrer beruflichen Karrierewünsche nicht verkraftet und auf Mobbing zurückgeführt, heißt es in der Pressemeldung, und: ihr sei es immer schwerer gefallen, ihre Gefühlswelt von der Realität zu trennen.

Diese Erklärung sei wie ein Fußtritt hinterher, meinte dazu ein ehemaliger Kollege von Müller. Und Andrea Auth, die Frankfurter Psychologin, die die Tote gut kannte, sagt: So wie die Polizei jetzt im Tod mit Bianca Müller umgeht, so ging sie auch im Leben mit ihr um.

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Beitragvon NRW4 » So, 02 Dez 2007 1:01 +0000

ich komme aus NRW. Wir wurden nicht unterstützt!
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Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Beitragvon hope4tommorrow » So, 02 Dez 2007 1:07 +0000

Die Korruption ist in Deutschland bereits kein Thema mehr.




... wir sind nun die Vorbilder für die CosaNostra!
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Hier nicht

Beitragvon poli2 » So, 02 Dez 2007 1:10 +0000

laßt es sein und kommt in den Chat. Dort sind die Beiträge "geheim" :oops:
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Re: KRITISCHE POLIZISTEN - hätten Sie hier helfen können?

Beitragvon Tom » Fr, 15 Feb 2008 2:54 +0000

Sachsen-Anhalt / Halle: Rassismus und Mobbing bei der Polizei

[url=http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1201519916874&openMenu=1013083806188&calledPageId=1013083806188&listid=1018881578522]Mitteldeutsche Zeitung online am 14.02.2008[/url]

Rassistenwitz oder Wahrheit in Teilen von Sachsen-Anhalts Polizei und Justiz ?

In Dessau verbrennt ein Mensch in einer Polizeizelle. Langsam. Qualvoll. Grausam.
Vier Wochen später kommentiert ein Beamter der Direktion Halle In einer Runde von Führungskräften, von denen nur einer widerspricht, dies mit den Worten: "Schwarze brennen eben mal länger."

Doch der Skandal endet nicht:
Er setzte sich fort im Mobbing und der Versetzung eines Polizisten, der Courage zeigte.
Er setzte sich fort in der Aktenstube eines Staatsanwaltes, der in atemberaubender Geschwindigkeit feststellte, dass hier nichts Verwerfliches passiert sei.
Er setzte sich fort im Büro eines Polizeipräsidenten, der einen Verweis als angemessene Strafe in solch' einer Sache betrachtet und den Sprücheklopfer weiter Dienst tun lässt.
Es musste daher davon ausgegangen werden, dass zumindest in Teilen von Sachsen-Anhalts Polizei und Justiz ein unerträglicher Korpsgeist herrschte, der Täter schützt und Opfer verhöhnt.
Es war längst an der Zeit, dass das Innenministerium an solchen Orten aufräumt.


Gruss
Tom
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Re: KRITISCHE POLIZISTEN - hätten Sie hier helfen können?

Beitragvon aks » Do, 09 Apr 2009 4:45 +0000

Ich frage mich oft, warum man gerade selbstbewusste, intelligente, engagierte und kritische Menschen - hier im Polizeiberuf - angreift und ausgrenzt. Ist es wirklich so, dass das Mittelmaß inzwischen alles beherrscht und nicht will, dass Qualität vor Massendurchschnitt der Maßstab ist? Das wäre doch arrogant, wenn ich das so denken würde. Aber meine Beobachtung ist, dass gerade die liebenswerten, ganzheitlichen, gradlinigen und hilfsbereiten Kolleginnen und Kollegen aus dem Verkehr gezogen werden durch Mobbing. Dass man gerade die fertig macht, die eigentlich wegen der Sensitivität, Sensibilität, ihrer Empathie oder sozialen Haltung Schutz und Geborgenheit von Chefs und Mitarbeitern benötigen. Sind wir als Gesellschaft eine solche des Mittelmaßes, also der Mittelmäßigkeit, geworden?
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