Mobbing bei der Polizei - Warum geschieht dies noch?

Nicht nur durch die Sendung Kontraste "Dein Kollege, dein Feind: Mobbing bei der Polizei" wurde man auf das Mobbing in der Polizei aufmerksam! Der Fall der Kommissarin Bianca Müller und die neuesten Nachrichten zum Fall Herzogau spiegelt das Bild der Polizei. Wann lernt der Staat, wann lernen alle das Mobbing kein Kavaliersdelikt ist!

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Mobbing bei der Polizei - Warum geschieht dies noch?

Beitragvon Admin » Do, 22 Nov 2007 1:06 +0000

Presseberichte über das Schwerpunkt-Thema!
* Blogbeitrag "Mobbing bei der Polizei"


Alle die Einstiegsbeiträge diesen der werden Verlinkung. Nur durch diese kann der Gesamtzusammenhang aufgezeigt werden.

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HILFE!

Beitragvon poli2 » So, 02 Dez 2007 6:34 +0000

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Der Fall Herzogau

Beitragvon poli2 » So, 02 Dez 2007 6:55 +0000

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Anonym erreichte uns diese Mail eines Kollegen, Eingestellt durch poli2.

Beitragvon poli2 » Sa, 15 Dez 2007 12:39 +0000

Mein Leben bei der Polizei oder

Demokratie oder Diktatur

Halbgoetter in Gruen

Polizeiwillkuer

Wie die Polizei mein Leben kaputt gemacht hat


Polizei - Freund oder Feind-

Ich wurde im Jahre 1972 geboren und habe im Jahre 1991 in Niederbayern Abitur gemacht. Danach habe ich in einer Gartenbaufirma ca. 3 Monate gejobbt und bin dann im Oktober 1991 bei der Polizei im gehobenen Dienst als sogenannter Polizeikommissaranwaerter eingestellt worden.

Im Oktober habe ich die 6 monatige Grundausbildung begonnen, d.h. wir wurden eingekleidet mit den Sachen von der Bereitschaftspolizei, haben Schiessen gelernt, gerobbt, Demonstrationsuebungen gemacht usw.

Im Oktober 1992 wurde ich dann zum Polizeioberwachtmeister Besoldungsstufe A5 befoerdert. Nach dem ersten halben Jahr der Grundausbildung bin ich dann auf die Beamtenfachhochschule gekommen und habe dort studiert, spezifisch auf Polizeirecht, Einsatzlehre, Fuehrungslehre, Verwaltungsrecht, Strafrecht, Zivilrecht. Polizeiaufgabengesetz usw.

Ich muss sagen, bis dahin hat es mir sehr gut gefallen bei der Polizei und ich hatte auch sehr kompetente Lehrer. Was mich allerdings damals schon gestoert hat, war das niedrige Nieveau der Polizeischueler im Jahre 1991, die damals teilweise aus bizarren Gruenden zur Polizei gegangen waren, z.B. weil sie einen Tag bei der Bundeswehr freibekommen haben. Dies zeugt meines Erachtens nicht gerade von Idealismus.

Sollten manche hier das Buch lesen, werden sie bestimmt sagen, dieser arrogante Sack, aber ich habe etwas anderes von der deutschen Polizei erwartet.
Inzwischen durch die hohe Arbeitslosigkeit hat sich dies sehr veraendert, da nun auch sehr gute Schueler zum Staat wollen und das Niveau hat sich auf jeden Fall verbessert.

Die Ausbildung ist damals so gelaufen, ein halbes Jahr Studium und ein halbes Jahr Praktikum. Ich muss sagen, dass mir das erste Jahr sehr gut gefallen hat. Auch das erste Jahr in der Beamtenfachhochschule hat mir sehr gut gefallen.

Dann hatte ich das erste Berufspraktikum fuer ein halbes Jahr. Dort haben eigentlich meine ersten Zweifel angefangen bei der Polizei. Ich wurde einem Polizeiobermeister A 8 zugeteilt. Mit diesem fuhr ich dann Streife und habe verschiedene Aufgaben der Polizei kennengelernt, welche hauptsaechlich im Strassenverkehr stattfanden.



Wir haben Fzge. Kontrolliert, Fuehrerschein und Fahrzeugschein, vorlaeufige Festnahmen durchgefuehrt, Alkoholkontrollen, Haftbefehle vollstreckt, Vollzugshilfe fuer andere Behoerden durchgefuehrt usw.

Bei diesem Beamten ist mir sein erheblicher Narzissmus aufgefallen, aber ich konnte natuerlich nichts machen, da er am laengeren Hebel sitzt aufgrund seiner Dienstjahre. Kurz ausgedrueckt: Ich hatte keine Chance von vornherein.

Ich war damals aber im Beruf nur sehr unerfahren, und habe auch noch an das Gute im Menschen und Gerechtigkeit geglaubt, was ich heute leider nicht mehr kann.

Erwaehnen moechte ich noch, dass mein Vater auch bei der Polizei war und mein Bruder noch bei der Polizei ist. Mein Vater wurde fruehpensioniert, er hatte sich mit verschiedenen Vorgesetzten angelegt. Er hatte bei der Arbeit immer Stress, was sich so ausgewirkt hat, dass er oft Schmauchspuren (aber nicht von der Schusswaffe), sondern von seinem werten Hinterteil in der Unterhose hatte. Als er dann pensioniert wurde, hatte er dies nicht mehr.


Ich wollte schon als 6-jaehriger zur Polizei gehen. Es ist oft so, dass die Kinder denselben Beruf ergreifen wollen wie die Eltern, Vater Polizeibeamter, Sohn Polizeibeamter, Vater Anwalt, Sohn Anwalt usw.





Foto Kind






Mein Vater hat mir jedoch abgeraten, da er nicht wollte, dass sein Kind mit Abitur zur Polizei geht. Studieren lassen wollte er mich allerdings auch nicht, da dies zu teuer sei.
Damals bin ich auf das Neusprachliche Gymnasium gegangen und wollte schon von der 10 Klasse abgehen wie mein Bruder und zur Polizei. Dann aber habe ich es mir anders ueberlegt und das Abitur mit einem Notendurchschnitt von 2,1 abgeschlossen.



Foto Abitur


Dies war im Juni 1991, dann habe ich noch 3 Monate Ferienjob gemacht und dann bin ich in den gehobenen Dienst als Polizeikommissaranwaerter eingetreten.


Die erste Frage, die mir damals der Dienstgruppenleiter im Berufspraktikum gestellt hat, war, ob ich der Sohn von Hr. So und So sei. Daraufhin sagte ich ja und er grinste nur. Dieser Beamte hatte sich inzwischen zum Polizeihauptkommissar hochgearbeitet und war mit meinem Vater in einer Inspektion zuerst im mittleren Dienst. Ich habe ihm noch gesagt, dass ich mit den Vorgaengen von meinem Vater nichts zu tun habe.




Nun schildere ich einige Vorfaelle, die ich im Berufspraktikum erlebt habe:

Eines Tages war ich mit besagtem Kollegen auf Streife. Wir kreuzten ein Fahrzeug bei Rechts vor links, wobei wir Vorfahrt hatten. Der o.g. Polizeiobermeister winkte das Fahrzeug durch und fuehrte anschliessend eine Verkehrskontrolle durch. Daraufhin sagte er dem Verkehrsteilnehmer, dass dieser ihn geschnitten haette. Daraufhin regte sich der Student natuerlich auf. Nach einigem Hin und Her liess der POM den Studenten schliesslich weiterfahren. Daraufhin sagte ich, warum er dies gemacht habe. Daraufhin sagte er nur, ich solle mein Maul halten.


Ein anderes Mal kamen wir zu einer Schlaegerei bei einer Disco in der Nacht. Im Funk wurde durchgegeben, dass eine Massenschlaegerei sei. Daraufhin rueckten mehrere Streifenwagen an. Aus der Disco kam dann der Besitzer und er stritt sich mit einem Schwarzen. Daraufhin packte der POM den Schwarzen und schrie ihn an: Was willst du in meinem Land und er fesselte ihn sofort, ohne nach dem Sachverhalt zu fragen, in meinen Augen eindeutig eine rassistische Massnahme.

Dann fuehrten wir einen sogenannten erweitereten Platzverweis durch nach dem Polizeiaufgabengesetz (PAG), d.h. wir brachten die Person von der Gefahrenstelle Disco weiter weg. Im Streifenwagen beschimpfte der Beamte den Schwarzen mit Ausdruecken wie Nigger, Arschloch usw. Dies fand ich auch nicht in Ordnung und ich sagte dies dem Beamten, woraufhin dieser zu mir sagte, dass er lange genug bei der Polizei sei und er wisse, was er tue und dass ich meinen Mund halten solle.

Natuerlich haette der Schwarze vor keinem Gericht gewinnen koennen, falls er Anzeige erstattet haette, was aber nicht der Fall war, da einem Beamten vom Richter immer mehr geglaubt wird wie einem „normalen“ Buerger. Ueblich ist es bei der Polizei, dass derjenige, der die Beamten anzeigt, dann auch noch eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte bekommt, und dann evtl. vorbestraft ist, selbst wenn er nichts gemacht hat. Und die Delikte gegen den Staat oder besser gesagt, gegen die Macht im Staate, denn es geht hauptsaechlich um Macht, nicht um Gerechtigkeit werden von der Staatsanwaltschaft stark verfolgt.

Ein anderes Mal fuhren wir zu einer Discoschlaegerei und mehrere Tuerken und Russen standen vor der Tuer. Mehrere Streifenwagen kamen an, darunter eine Beamtin, die mit mir in der Ausbildung war. Sie hatte soviel Angst, dass sie die Knoepfe von den Scheiben herunterdrueckte und zu heulen begann. Ich schrie durch dass Fenster, dass sie Verstaerkung anfordern sollte, woraufhin sie noch mehr heulte. Gegen diese Beamtin wurde nie etwas unternommen, sie ist heute Polizeihauptkommissarin, obwohl diese m.E. bei der Polizei nichts zu suchen hat.






Eines anderen Tages wurden wir zu einem Kaufhaus gerufen, in dem ein auslaendischer Ladendieb von den zustaendigen Detektiven festgehalten wurde. Dieser hatte keine Papiere dabei, und gab an, in einem Asylheim zu wohnen.
Daraufhin fuhren der POM und ich zu dem Asylheim. Dort sassen in dem Zimmer, in dem dieser angab zu wohnen , 4 Personen. Ich muss zugestehen, dass ich damals wirklich unerfahren war und hier die Erfahrung des POM zugute kam. Dieser sagte gleich, hier seien 4 Betten und 4 Personen, er glaube nicht, dass der Verdaechtige hier wohnen wuerde. Der Verdaechtige sprach mit den 4 anderen Personen in einer mir nicht bekannten Sprache. Er oeffnete einen Spint und zeigte uns einen Ausweis, dessen Bild aber nicht seinem Aussehen enstprach. Dann auf einmal nahm er die Beine in die Haende, d.h. er fluechtete. Der 32 jaehrige POM und ich sprinteten hinterher, wobei ich auch hier zugeben muss, dass der POM in guter Kondition war. Aber auch der Verdaechtige sprintete als ob es um sein Leben ginge. Er ist um das Asylantenheim gelaufen und ich bin dann in die andere Richtung gelaufen und habe ihm, als er um die Ecke kam, einen Fuss gestellt. Dann habe ich ihn gefesselt. Der POM hat ihn dann gepackt und immer wieder in den Magen mit dem Knie geschlagen, ich sage, dies sei nicht in Ordnung, aber es interessierte ihn nicht. Dann in der Polizeiinspektion (PI) hat der Verdaechtige seinen wahren Namen angegeben und auch seine Arbeitsstelle. Er hatte Angst, wegen des Diebstahls seinen Arbeitsplatz zu verlieren und hat deshalb so reagiert.
Am naechsten Tag kam er dann zur Vernehmung puenktlich und ist strammgestanden wie ein Soldat, als er mich und den POM gesehen hat.



Kontrolle Vater Polizei

Witz Praesidiumsleiter

Eines Tages wurde mir eine Kontrolle des Praesidiumsleiters angekuendigt und ich haette eine Meldung zu schreiben, was ich von den Beamten halte. Ich habe das natuerlich geglaubt, gewundert hat mich damals nur, dass dieser lange Haare hatte, was normalerweise bei einem Praesidiumsleiter nicht der Fall ist. Ich habe damals aber meinen Kollegen vertraut und in meiner jugendlichen Naivitaet bin ich immer noch von der Wahrheit ausgegangen. Ich habe dann eine Stellungnahme abgegeben, in der ich mitteilte, dass ich nichts ueber die Beamten sagen koennte, dass mich aber einer schlecht behandelt. Dieses war der damalige Ausbilder, diesen Namen erwaehnte ich aber nicht, das ich wusste, was es fuer Konsequenzen haben wuerde. Den Zettel habe ich dann dem Praesidiumsleiter gegeben. Auf einer Versammlung ein paar Wochen spaeter habe ich den Beamten dann gesehen und ich fragte einen anderen Kollegen, wer das denn sei, daraufhin erwaehnte dieser, dass dieser ein normaler Streifenbeamter vom ZEG (Zivile Einsatzgruppe) sei. Die Dienstgruppe hatte mich also total verarscht und ich bin darauf reingefallen. Dies wurde nur gemacht, um meinen Gruppenkorps zu testen. Ab diesem Zeitpunkt wurde ich vom Ausbilder schikaniert, da er haargenau wusste, dass ich nur ihn meinen konnte.


Kripo Waffe Kontroll Minderjaehriger


Mein Praktikum beim ZEG.

Die Zivile Einsatzgruppe bei der Polizei arbeitet mit zivilen Fahrzeugen und ohne Uniform. Diese sind spezialisiert auf Strassendelikte, Raub, Drogen usw.
Eines Tages, als ich als dritter Mann mitfuhr, bei einer Streife, bekamen wir den Funkspruch, Raubueberfall auf aeltere Person, Beschreibung des Taeters: ca. 40 Jahre alt, vermutlich Auslaender, schwarze Haare, ca. 180 cm gross.
Dann sahen die Beamten in der Naehe des Tatorts einen ca. 14 jaehrigen Jungen, huepften aus dem Fahrzeug, schrien Polizei und nahmen dem Jungen den Rucksack weg und durchsuchten ihn. Der Junge hatte totale Angst und wollte auch die Ausweise sehen. Daraufhin lachten die Beamten nur, sie fanden nichts, liessen den Jungen stehen und fuhren davon. Dies ist eine Unverschaemtheit, da die Beamten ja verpflichtet sind, ihre Dienstausweise zu zeigen. Dies haben sie aber in fast allen Faellen nicht gemacht, nur wenn mehrere Zeugen da waren und sie zu befuerchten hatten, dass sie Aerger durch eine Dienstaufsichtsbeschwerde bekommen wuerden.

Als Ergebnis ist festzusetzen, dass mir diese Leute auesserst unsympathisch waren, da sie gemeint haben, sie koennen sich alles erlauben und sie waeren Gott.




Dies war also mein erstes Praktikum und ich hatte einen ersten Eindruck von dem Geschehen auf der Strasse und war eigentlich sehr enttaeuscht von der Polizei, da ich mir so den Beruf nicht vorgestellt hatte, insbesondere die Unverschaemtheit der Kollegen.


Anschliessend kam ich wieder auf die Beamtenfachhochschule und absolvierte meinen zweiten Studiengang. Dieser verlief ohne weitere Zwischenfaelle, ich wurde von den Lehrern als zuverlaessiger und kompetenter Schueler korrekt behandelt.


Dann kam ich zu meinem zweiten Praktikum, vorher wurde ich noch auf der Beamtenfachhochschule vom Ausbildungsleiter angerufen, ob ich mich nicht woanders als in der von mir vorher besuchten Stadt melden koennte, da ich sonst die Konsequenzen zu ziehen haette. Ich sagte, warum ich, ich habe doch nichts gemacht, ich moechte in derselben Stadt Dienst machen. Daraufhin legte er auf. Im Praktikum kam ich dann in dieselbe Stadt, aber in eine andere Dienststelle, wobei erwaehnt werden muss, dass in einer Kleinstadt jeder jeden kennt.




Dort kam ich zuerst in eine Dienstgruppe, in der ich meinen Dienst versehen habe. Als die Fussball WM damals war, sassen alle im Fernsehraum und schauten Fernseher. Dann kam der DGL (Dienstgruppenleiter) zum Eingangsbereich, weil es klingelte und an der Tuer war der Abschleppunternehmer, der ein Auto abzuschleppen hatte. Dieser sah in den Fernsehraum und sah alle Beamten dort sitzen. Er sagte nichts, da er ja auf die Beamten angewiesen war, aber man sah auf seinem Gesichtsausdruck, was er dachte.

Danach „schiss“ der DGL die Leute zusammen, dass wenigstens zwei Leute Streife fahren sollten und naechstes Mal die Tuere schliessen sollten.

Ein anderes Mal sassen die Beamten schon mehrere Stunden beim Cafe, als es mir zu bloed wurde und ich sagte, dass ich endlich rauswolle und mir endlich fahren sollten. Daraufhin schrie mich der DGL an, dass ich noch immer Azubi sei und das Maul halten sollte, da ich nichts zu sagen habe. Ich habe mich bei ihm entschuldigt, obwohl ich mir keinerlei Schuld bewusst war, ich wollte ja schliesslich nur was arbeiten.

Spaeter wurde das in der Beurteilung abgetan, als ob ich der Boese waere und ich staendig bei den Beamten anecken wuerde. Dies war nicht der Fall, sondern rein das Verschulden der m.E. sehr faulen Beamten.

Anschliessend kam ich dann in die Einsatzzentrale. Dort verstand ich mich sehr gut mit dem Ausbilder, der eigentlich wie ich kein Blatt vor den Mund genommen hat. Als eine Kollegin, die immer schleimte, ihm angeboten hat, einen Kaffee zu machen, hat er gesagt, dass sie nicht zum Kaffee machen da sei, sondern um zu arbeiten. Dann rief die Kollegin rot im Gesicht an. Ich freute mich, da ihr endlich mal einer die Wahrheit ins Gesicht sagte, haette ich das gesagt, haette sie mich aber gemobbt, da ich eben keinen Status hatte.

Dieser Abschnitt wurde in der Beurteilung nicht erwaehnt, da es hier auch nichts Negatives zu berichten gab.


Anschliessend kam ich zur Kripo K11, Abteilung fuer Mordangelegenheiten. Der Ausbildungleiter hatte eine Tochter bei der Polizei, diese war im mittleren Dienst trotz Abitur. Dann sagte ich, warum seine Tochter nicht bei der Polizei im gehobenen Dienst sei, sondern im mittleren Dienst, daraufhin sagte der Chef, dass sie zuerst Erfahrung im mittleren Dienst machen sollte. Daraufhin sagte ich, das sei doch Bloedsinn, die Erfahrung koenne sie auch im gehobenen Dienst machen. Fakt ist, dass seine Tochter den Aufnahmetest fuer den gehobenen Dienst nicht geschafft hat, er aber dies nicht zugeben konnte und wollte, was ich auch fuer eine charakterliche Schwaeche halte.

Dieser war natuerlich stinkig, dass ich ihn durchschaut habe und hat mir danach auch eine entsprechende absolut inkorrekte Beurteilung gegeben. Mir wurde ein Selbstmordfall zugeteilt und ich habe voellig eigenstaendig den Fall bearbeitet und mir aus Faellen aus vorigen Jahren die Akte zusammengestellt und einen Bericht gefertigt.

Der Ausbilder war beleidigt, weil ich ihn nicht um Rat gefragt habe, sondern alles auf eigene Faust gemacht habe, dies ist aber meine Art, da ich sehr selbstaendig und eigenstaendig bin. Dies zeigt auch, dass ich nach der Zeit bei der Polizei eine eigene Firma gegruendet habe. Und hier die absolute Unverschaemtheit dieser Person in meiner Beurteilung hat er geschrieben, dass ich auch einfachste Aufgaben nicht selbstaendig loesen koenne. Dies ist ein absoluter Witz und total gelogen.

Normalerweise gehoert diesem Beamten die Eignung als Ausbilder aberkannt und dieser aus dem Polizeidienst entlassen, was aber nicht moeglich ist, da er ja Lebenszeitbeamter ist und auch wenn er im Unrecht ist, das Machtverhaeltnis zu seinen Gunsten steht.

In dieser Zeit, als ich bei einem Beamten meinen Bericht geschrieben habe, hat der
Ausbilder des ersten Praktikums bei mir angerufen und mich am Telefon beschimpft, dass ich ein Nestbeschmutzer sei, weil er erfahren habe, dass ich ueber einen Kollegen eine Dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben habe. Derselbige Beamte ist dann in die Dienststelle gekommen und hat mich bei allen Kollegen schlecht gemacht.

Erwaehnen moechte ich noch, dass dieser noch immer bei der Polizei ist und voll durchbefoerdert worden ist, da er sich mit seinem Chef ziemlich gut versteht, obwohl ihn keiner leiden kann und er bei allen Buergern wegen seiner Schikanen unbeliebt ist. M.E. ist dieser Beamte krank, aber er wurde eben nicht untersucht, und wenn er untersucht werden wuerde, ist er ein sehr guter Schauspieler und wuerde den Arzt auch anluegen, so dass man seinen wahren Charakter nur schwerlich erkennen wuerde.



Als naechstes kam ich dann zur VPI (Verkehrspolizeiinspektion). Dort waren einige Beamte sehr dick und ausserdem ungepflegt. Eines Tages haben wir vor einem Wirtshaus gewartet und als ein Fahrzeug sich vom Wirtshaus entfernt hat, haben wir diesen zwecks Alkoholkontrolle angehalten. Ich sagte dem Streifenbeamten, einem Aufsteiger, der jetzt mit 40 Jahren noch Kommissar geworden war, dass dies doch Strafvereitelung sei, denn wenn der Verdacht auf Alkohol bestehen wuerde, muessten wir noch diesem die Schluessel nach PAG (Polizeiaufgabengesetz) wegnehmen und die Straftat verhindern. Daraufhin flippte der Beamte aus und sagte, dass er schon lange genug bei der Polizei waere und ich meinen Mund halten solle, er wisse schon, was er machen koenne und was nicht. Dass er gleich so ausgeflippt war, zeigte mir, dass ich die Nadel genau auf den Kopf getroffen hatte.


Die Beurteilung hier fiel auch entsprechend aus.

Nach all diesem insgesamt 6 Monate dauernden Praktikum kam ich wieder auf die Beamtenfachhochschule. Dort erzaehlte mir dann ein Beamter, dass ich angeblich eine 6 in der Beurteilung bekommen haette. Daraufhin sagte ich, dass ich davon nichts wuesste, ich haette meine Arbeit sehr gut gemacht. Daraufhin habe ich sofort den Personalakt angefordert, und in diesem hatte ich eine Insgesamtnote von einer 3 bekommen. Damit war ich beruhigt. Aber weiter gingen die Geruechte um, dass ich eine 6 bekommen haette. Auch ein Lehrer, mit dem ich eigentlich nie Probleme gehabt hatte, hat gesagt, er habe erfahren, dass ein Beamter ganz schlecht im Praktikum gewesen sei und er dafuer sorgen wolle, das dieser bei der Polizei entfernt werde und er auch eine entsprechende Beurteilung abgeben werde.

Was masste sich dieser Beamte an, einfach von Geruechten auf eine Person zu schliessen und dann eine schlechte Beurteilung anzukuendigen ?

Erwaehnen moechte ich noch, dass dieser Beamte damals in psychologischer Behandlung war, auch wegen Eheproblemen.

Dann ca. 4 Wochen vor der Abschlusspruefung zum Dipl.-Verw.(FH) wurde ich aus dem Unterricht geholt und mir wurde von 2 Beamten erlaeutert, dass ich entlassen werden sollte. Dann wurde mir eine Liste von Verfehlungen vorgeworfen und mir wurde nahegelegt, diese zu unterschreiben und am besten meine eigene Kuendigung einzureichen. Dies verweigerte ich. Mir wurde mitgeteilt, dass wenn ich kooperativ sei, ich auch noch Chancen in anderen oeffentlichen Aemtern haette. Ich verweigerte alles, weil ich mir keinerlei Schuld bewusst war. Auch war hier wieder ein ungleiches Machtverhaeltnis gegeben, da ich allein war und zwei Beamte, mir wurde kein Betriebsrat zugeteilt, nichts.


Danach wurde ich wieder in den Unterricht geschickt, nachdem ich alles verweigert hatte. Ich war natuerlich total fertig mit den Nerven, habe mir aber nichts anmerken lassen. Ich wurde gefragt von einer Kollegin, was los sei und warum ich vorher aus dem Unterricht geholt wurde. Ich habe mich aber geschaemt und nichts erwaehnt.

Dann wurde ich zu einer Stellungnahme aufgefordert. Diese habe ich abgegeben, aber nicht mit all den Behauptungen, da ich wusste, wie die Polizei arbeitet und was ich nicht beweisen konnte, sie mich sofort anzeigen wuerden.

Lapidar wurde hier geantwortet, dass meine Ausfuehrungen nicht geeignet seien, die Vorwuerfe der Beamten zu widerlegen. Und da ich im Pruefungsstress war, habe ich die Stellungnahme erst spaeter abgeben, was mir auch noch zum Vorwurf gemacht wurde, dass ich hier taktisch die Entlassung hinauszoegern wolle, was absoluter Bloedsinn ist, aber der Staat kann sich ja anscheinend alles so hindrehen, wie es ihm passt.


Dann habe ich die Pruefung zum Dipl.-Verw. (FH) erfolgreich bestanden und ich wurde zum Praktikum nach Muenchen geschickt. Dort wurde ich bereits als stellvertretender DGL eingeteilt. Ich war froh, dass ich nach Munechen kam, da ich mir dachte, dass ich endlich weg von dem Beamtenkluengel sei. Dort habe ich mich sehr gut mit dem Dienststellenleiter verstanden und ich bin gleich fuer Fuehrerscheinpruefungen (Motorrad und LKW) eingeteilt worden. Auch in der Dienstgruppe habe ich mich wohlgefuehlt. Da ich nun mehr Erfahrung hatte und ich natuerlich auch Angst um meine Existenz hatte, habe ich nun den Mund gehalten und die Spielchen mitgemacht. Die Polizei ist eben eine Gruppe, die aehnlich wie die Mafia zusammenhaelt und sich gegenseitig nicht belastet. Eines Tages fuhren wir in das Fussballstadion und wir wurden vom dortigen Betreiber einer Pizzeria zum Bier eingeladen. Ich habe dies abgelehnt, aber mir wurde gesagt, dies sei bei Ihnen so ueblich und ich sollte trinken oder ich waere in der Gemeinschaft nicht anerkannt.

Daraufhin und damit ich endlich meine Ruhe habe, habe ich eben ein Bier getrunken und der SV war erledigt. Ein anderes Mal rief in der Nachtschicht ein Kollege an, der total besoffen am Bahnhof war und abgeholt werden wollte. Dann fuhren ich und ein anderer Beamter zum Bahnhof und ich habe den Kollegen hinten ins Auto aufgenommen mit seiner Ehefrau. Dann lamentierte dieser ueber die jungen Kollegen wie mich die Kinderkommissare und diese haetten doch keine Ahnung von der Polizei. Erwaehnen moechte ich noch, dass dieser Kollege Vollalkoholiker war. Dann hat er mit seiner Frau gestritten und ihr ins Gesicht geschlagen. Daraufhin habe ich gesagt, so gehe das nicht, dann sagte er zu mir, ich sollte mein Maul halten.

Dann ich werde es nie vergessen, ich kam am Sonntag nachmittags zur Schicht und wollte meine Pistole holen, als diese aus dem Fach entfernt war und der DGL mir sagte, dass ich alles abgeben solle. Ich sagte warum, er antwortete mir, er wisse nicht warum, er wuerde nur Anordnungen ausfuehren. Ich sollte mich morgen bei der Bereitschaftspolizei in der Rosenheimer Str. melden.

Ich war total fertig, weil damals war mir klar, dass dies das Ende war. Vorher bin ich davon ausgegangen in meiner damaligen Naivitaet, dass ich jetzt doch bei der Polizei bleiben koenne, weil ich ja als stv. DGL eingeteilt war. Aber die Arme der Vorgesetzten sind lang und beschlossen ist beschlossen, ob richtig oder nicht, einmal beschlossen wird nichts mehr zurueckgenommen.

Dann meldete ich mich am Montag bei der Bepo (Bereitschaftspolizei), wobei mir ein Zimmer zugeteilt wurde, in dem ich den ganzen Tag sass und nichts zu tun hatte. Dann wurde mir vom Chef noch eine Galerie gezeigt von Beamten, die sich umgebracht hatten, weil sie dienstunfaehig waren oder sonst wie nicht mehr Polizeibeamte sein konnten.

Sehr geschmackvoll, finden Sie nicht ?

Dann habe ich mich krankgemeldet. Im Januar 1995 war dann die Sofortentlassung beim Verwaltungsgericht Muenchen. Mein Rechtsanwalt hat mehrfach gebeten, mir eine Chance zu geben, aber das Praesidium der Bereitschaftspolizei hat alles gemacht, um mich noch mehr zu unterdruecken.

Ich habe zum Rechtsanwalt gesagt, dass ich keine Chance wolle, sondern nur meine Rechte, ich habe meine Pruefung erfolgreich abgeschlossen. Dieser sagte aber zu mir, dass wir auf die Bereitschaftspolizei angewiesen waeren und wir besser ducken sollten.

Nach der Polizei habe ich dann im Sicherheitsdienst gearbeitet und habe mich dort erfolgreich hochgearbeitet, im Jahre 1996 die Pruefung zur geprueften Werkschutzfachkraft abgeschlossen, als einziger, der sich nicht durch Pruefungen oder Seminare vorbereitet hat, sondern durch eigenes Lernen anhand eines Buches und mit dem Willen, erfolgreich zu sein. Anschliessend habe ich dann eine eigene Firma gegruendet und mehrere Jahre erfolgreich gefuehrt. All dies widerspricht der Beurteilung durch die Polizei. Im Jahre 1998 habe ich dann den Prozess gegen den Freistaat Bayern verloren, aber nicht, weil ich im Unrecht gewesen bin, ich war mir immer sicher, dass ich den Prozess, wenn auch nach 10 Jahren und psychisch fertig, vor dem BVerfG (Bundesverfassungsgericht) gewinne, wegen eindeutiger Ungleichbehandlung nach Art. 3 GG, aber mein RA hat die Frist fuer die Revision versaeumt. Diesem mache ich bis heute noch Vorwuerfe, da er m.E. die Frist mit Absicht versaeumt hat, da er gesehen hat, wie ich mich quaele, aber er auch gesehen hat, dass ich in der freien Wirtschaft erfolgreich bin. Ein RA seines Formates versaeumt keine Frist, da er rein auf Beamtenrecht spezilisiert war und eine Fristentabelle fuehrt. Er hat mir auch dann ein Schreiben geschickt, dass ich seine Haftpflichtversicherung verklagen koenne wegen seiner Fahrlaessigkeit, ich habe dann ca. 10 Rechtsanwaelte aufgesucht, die mich alle nicht vertreten wollten. Auch hier sieht man, dass anscheinend eine Kraehe der anderen kein Auge aushacken will.


Seit 1998 bin ich in pschotherapeutischer Behandlung, da ich die Entlassung bei der Polizei nie verkraften konnte und diese sich ja nicht nur beruflich, sondern insbesondere auch gesellschaftlich bei mir so ausgewirkt hat, dass ich mich ziemlich zurueckgezogen habe, da ich sehr enttaeuscht war von unserem System und ich mich heute noch frage, wenn ich der Polizei nicht vertrauen kann, wem soll ich dann vertrauen.

Aber man braucht sich ja nur anzuschauen, was in der Politik laeuft, dann glaube ich, verliert man sowieso den Glauben an alles. Und schliesslich sind Beamte ja Vertreter der Politik, die unsere Gesetze erlassen.
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