Der Leidensweg eines Lehrers

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Der Leidensweg eines Lehrers

Beitragvon yumitori » Sa, 29 Aug 2009 8:17 +0000

Liebe Forumsmitglieder,

soll ich mir einen neuen Job suchen?
Seit 12 Jahren arbeitete ich als Lehrerin, aber meine Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Mein Chef mobbt mich, aber er wird in zwei Jahren in den Ruhestand ehen. Kann ich so lange durchhalten? Wer hat Erfahrung und weiß Rat?

Damit ihr beurteilen könnt, was los ist, folgt ein ellenlanger Erfahrungsbericht.
Viele Grüße
Yumitori

Lehrkraft an einer niedersächsischen Schule – ein Leidensweg

01.Sept.1997 Einstellung als Lehrkraft gemäß § 12 der Nieders. BesVO als „Seiteneinsteiger“ ohne Lehramtsstudium, jedoch mit abgeschlossenem Hochschulstudium und mindestens 5 Jahren Berufserfahrung.

Sept. 97 – Juni 98 Keine Betreuung meiner Lehrerausbildung durch Mentor Der Schulleiter [SL] des Ausbildungsschwerpunktes, OStD Fuchs, zu mir: „Was kann ich dafür, dass Sie sich diese Schule ausgesucht haben?“

Jan. 97 – Juli 98 Vertretung des erkrankten, später verstorbenen StR Brösel
mit vier Stunden/ Woche zusätzlich und freiwillig zur Aufrecht-erhaltung des Unterrichtes in meinem Fachbereich. Ich werde für eine Dreiviertelstelle (18,5 Wochenstunden Unterrichtstätigkeit) bezahlt und arbeite nun 22,5 Stunden, mehr als viele meiner Kollegen mit Vollzeit (24,5 Stunden)-Stellen, da diese Anrechnungsstunden erhalten.
Dass ich entsprechende Anrechnungsstunden erhalte, sichert mir der SL Fuchs zu. Ich habe sie nie erhalten!

Juni 98 – Feb.00 Weiterhin kaum Betreuung in der Schule während der Ausbildung. Fachbereichsleiter OStR Brück, darauf angesprochen: „Ich weiß auch nicht, warum der Chef mich als Mentor ausgesucht hat.“

Sept. 98 – Jan. 02 Meine Stammschule:
Zahlreiche ständig wechselnde Unterrichtsfächer (16 Fächer)
Ungünstigster Stundenplan mit den meisten Freistunden
Mittwochs für 45 min. Unterricht 20 km Fahrt von der Ausbildungsschule zur Stammschule - 8 (Zeit-)Std. Arbeit ohne Mittagspause

Klassenzusammenstellung Stammschule 2001: 4 Klassen
A 17 mittelmäßige Schüler, Realschüler
B 12 angehende Steintechniker (Weiterbildung)
C 11 gute Schüler, sämtliche Abiturienten
Ich 24 Hauptschüler, Problemschüler, viele Neonazis

Permanente Beauftragung mit Protokollführung bei Konferenzen mit der Begründung „Wir müssen das noch üben.“ (StD C, stellv. SL)

Konferenzen werden stets an Tagen angeordnet, an denen ich an der anderen Schule eingesetzt bin. Das bedeutet: unbezahlte Zusatzfahrten, Zeitaufwand, Termindruck.

Mai 01 Ablehnung meiner Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung durch Stamm–SL mit folgenden Worten:
„Kollege A kann dir die Unterlagen mitbringen, falls es dich tatsächlich interessiert.“

Sommer 01 Vorwurf desselben SL, als Lehrkraft fachlich ungeeignet zu sein.
Begründung: keine dem Studium voran gegangene Lehre, genau wie 6 von 7 Kollegen!
Mehrere Aussprachen mit Schulleitung und Personalrätin ohne Ergebnis.

Sept. 01 Vorwurf, einem Schüler bei der Gesellenprüfung geholfen zu haben. Vorwurf entkräftet aufgrund ungenügender Prüfungsleistungen dieses Schülers!

Feb. 02 Versetzung an meine Ausbildungsschule„aus persönlichen Gründen“.

Juli 02 Planung und Durchführung einer Exkursion.
Unmittelbar vor der Abfahrt zweier Busse mit insgesamt fünf Schulklasse, darunter zwei mir unbekannten Klassen, erfahre ich, dass sämtliche begleitenden Kollegen dienstlich oder privat verhindert sind.
Ich führe die Exkursion alleine mit zwei Bussen und neunzig Schülern durch.
Die Fahrtkosten für meine Kollegen in Höhe von 120 DM muss ich auslegen. Auf meine Beschwerde sichert Schulleiter Fuchs mir seine Unterstützung zu und führt mit den Kollegen ein ergebnisloses Gespräch. Die Fahrtkosten von 120.- DM trage ich weiterhin.

Nov. 02 – Jan. 03 Fortbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)
als einzige von 42 FaSis ohne die mir zustehenden Anrechnungsstunden.

Feb. 02 Abbruch der FaSi – Ausbildung: aufgrund schwerer Erkrankung des einzigen aktiven Kollegen in meinem Fachbereich: dadurch umfangreiche Vertretungstätigkeit (sämtliche Fächer der Bautechnik), Arbeitsbelastung 70 – 90 Std./ Woche und keine Zeit, die Ausbildung weiter zu betreiben. Keine Reaktion der SL.

Aug. 03 bad word Belästigung durch einen pensionierten Kollegen
während eines Kollegiumsausfluges.
Die Frauenbeauftragte der Bezirksregierung wird informiert und erklärt mir, dass sie nichts für mich tun könne.
Der Schulleiter wird am nächsten Tag informiert; in den nächsten Tagen unterstützt und berät er diesen Kollegen, wie meine Anschuldigungen zu bagatellisieren sind.
OStD Fuchs zu mir: „Sie sind ein Schandfleck für die Schule, Frau Schwarz!“

Sept.03 Der pensionierte Kollege belästigt mich weiterhin, auch privat.
Personalrat Sudelsack zu mir: „Du bist ein Schandfleck fürs Kollegium!“
Ich reiche Privatklage gegen den pensionierten Kollegen ein.
SL Fuchs wird von der Bezirksregierung, Ass. Frau Holzbeiter, beraten, wie er sein Nichthandeln vertreten kann.

Okt. 03 Die Staatsanwaltschaft verurteilt den pensionierten Kollegen zu 2000 € Geldstrafe und zur Wahrung einer Distanz von 100 m gegenüber mir.
Der Kollege wird in Zukunft weiterhin zu Betriebsausflügen, Jubiläen und Weihnachtsfeiern der Schule geladen und wird stets von der SL freundlich begrüßt.
Der Beschäftigungszeitraum von Frau Holzbeiter bei der Bez.-Reg. wird nicht verlängert.

März 04 Herr Fuchs legt mir in einem persönlichen Beratungsgespräch dar, dass ich „bis zu meinem Ruhestand auf keinen Fall“ befördert werde. Auf meine Frage nach den Beförderungs-kriterien anderer O-Ton Fuchs: „Da haben die [beförderten] Kollegen eben Glück gehabt.“

April 04 Ich lege sämtliche Zusatzfunktionen ab:
Schriftführer im Förderkreis der Schule
Mentor in der Ausbildung
Durchführung von Ausbilder-Kursen
Durchführung von Sicherheits-Kursen

Mai 04 Nach einer Operation gewährt mir SL Fuchs drei Tage Zeit (in denen ich zusätzlichen Abendunterricht erteile) zum Einreichen von Prüfungsaufgaben.
Er ist nicht bereit, von seinem sich selbst gewährten Prüfungs-zeitraum von 19 Tagen einige Tage abzugeben, um meinen Stress zu verringern.

03.05. – 31.10.04 Zusammenbruch, anschließende Krankschreibung durch Hausärztin und Fachärztin.
SL Fuchs ruft bei meinem Hausarzt an und fordert das Ende der Krankschreibung.

August 2004 amtsärztliche Untersuchung
Laut Abschlussgutachten werde ich im Schuldienst unverhältnismäßig stark belastet. Die Amtsärztin empfiehlt die Reduzierung meiner Unterrichtsstundenzahl auf 20 Std./ Woche.

01.11.04 –31.07.05 Wiederaufnahme meines Dienstes: 28 Unterrichtstunden in der Woche
Abordnung an eine 66 km entfernte Schule, zugleich
Abordnung an eine dritte Schule. Das bedeutet:
Jede Unterrichtsstunde an einem anderen Unterrichtsort in einem anderen Fach bzw. Fachbereich in einer anderen Klasse!
Das bedeutet: keine Pausen, sondern Fahren nach jeder Unterrichtseinheit.
Angeblich aus organisatorischen Gründen nicht anders möglich.

Okt.04 Ablehnung einer Fortbildung zur Präventionsfachkraft sowie Ablehnung einer Fortführung der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit durch für mich zuständigen Dezernenten Heuchelmann.
In beiden Fällen gleich lautende Begründung der Ablehnung:
Ich hätte vorsätzlich falsche Angaben gemacht.
Telefonische Begründung der Absage durch zuständigen Sachbearbeiter im Kultusministerium, Ministerialrat: Ich würde angefangene Sachen nicht zu Ende bringen und meinen Vorgesetzten in den Rücken fallen. Außerdem wäre ich nicht belastbar.

Nov. 04 Eklat in der dritten Schule:
Ein zusätzlicher Unterrichtseinsatz am 6.Unterrichtsort in der 10. Klasse im 10. neuen Unterrichtsfach im 3. Fachbereich wird von mir verweigert. Darauf brüllt mich der Koordinator an, ich wäre das Letzte.
Gespräch mit Schulleiter und Stellvertreterin, als Folge nur Unterrichtseinsatz in einem mir völlig neuen Fachbereich und eine schlechte Beurteilung durch den Schulleiter an den zuständigen Dezernenten Heuchelmann.

April 05 Die SL der 66 km entfernten Schule lehnt eine Erstattung meiner Dienstreisekosten ab, da dadurch eine Kollegin benachteiligt werden würde, die privat eine vergleichbare Strecke fahren würde und keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Fahrtkosten hätte.

Mai 05 Einladung zum Gespräch mit Dezernenten Heuchelmann, angeblich wegen meines Unterrichtseinsatzes.

Überraschend anwesend:
Bezirkspersonalrätin
SL der 66 km entfernten Schule,
der Koordinator meines Fachbereich an dieser Schule:
Vorwurf an mich, eine Klassenfahrt nach Berlin organisiert zu haben ohne Eltern, Schule und Lehrkollegen informiert zu haben.
Ich habe keine Klassenfahrt gemacht, ich war da und habe die ganze Zeit unterrichtet!
Nachdem mir die Klassenfahrt nicht nachgewiesen werden kann:
Vorwurf, meine Schüler würden im Unterricht rauchen.
Vorwurf, mit Schülern die Zeugnisnoten besprochen zu haben (Verstoß gegen mir eine unbekannte schulische Vereinbarung)
Zudem liegt angeblich ein Schreiben des SL der dritten Schule vor, dass ich öffentlich die Schule geschmäht hätte. Eine Einsichtnahme in diesen Brief wird mir vom Dezernenten Heuchelmann nicht gestattet.

Die übrigen Anwesenden erklären diese Vorwürfe für berechtigt.
Folge: Rückversetzung an die Schule des SL Fuchs, da ich nicht länger tragbar für die anderen beiden Schulen bin.

Am nächsten Tag entschuldigt sich mein Koordinator bei mir für diese Vorwürfe und gibt zu, von seiner SL unter Druck gesetzt worden zu sein.
Der wahre Grund ist vermutlich, dass ich - nach Weggang eines Kollegen – als dienstälteste und hochrangigste Kollegin hätte befördert werden müssen, wenn ich an dieser Schule geblieben wäre.

Juli 05 Verhandlungen mit SL Fuchs wegen Rückversetzung
Anwesend: die für diese Schule zuständige Dezernentin, Dezernent Heuchelmann, der Bezirkspersonalrat,
die Frauenbeauftragte, ein Schulpersonalrat.
Zugeständnis der Arbeitsaufnahme an der alten Schule nur nach ausdrücklicher Entschuldigung meinerseits gegenüber SL Fuchs wegen meines Verhaltens im Jahre 2004.

Seit 01. Aug.05 Jedoch bleibe ich als einzige im Kollegium ohne Sonder-funktionen, daher erhalte ich keine Anrechnungsstunden und habe bis heute die höchste Unterrichtsbelastung (tatsächlich erteilte Stunden) des Kollegiums!

Okt. 05 Bestellung des StR z. A. Stein zum Sicherheitsbeauftragen.
Ich habe ebenfalls eine Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft, habe bessere Noten in der Lehrerausbildung, bin berufserfahren, dienstälter und eine Frau, bin aber nicht der Neffe des Koordinators.

Okt. 05 Unterstützung des Hausmeisters bei der Erstellung der
Liste der baulichen Mängel der Schule.
Versuchte Abmahnung durch SL, da ich das Erstellen mangelhaft koordiniert hätte und durch die Erfassung der Mängel den Unterricht stören würde. Vorwurf erfolgreich zurück gewiesen.

Nov.05 Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle des Stellvertreters des Schulleiters (zum 1.8.2005).
Vorbereitung des Mitbewerbers Sudelsack nachmittags im SL-Büro.
Für mich keine Informationen. Der Koordinator zu mir: “Sie wissen ja wohl, was Sie zu tun haben.“

Dez. 05 Bestellung der Gleichstellungsbeauftragten der Schule durch SL Fuchs.
2 Lehrerinnen an der TBS, Frau Z (seit 1 Jahr) und ich (seit 8 Jahren). Gleichstellungsbeauftragte wird Frau Z, ihre
Stellvertreterin kommt aus einer anderen Schule.

März 06 Einsichtnahme in meine Personalakte in der Landesschulbehörde zusammen mit der Bezirkspersonalrätin. Die Akte umfasst 37 Seiten und ist unvollständig.
Zwei Monate später Einsichtnahme durch einen von mir beauftragten Rechtsanwalt: Meine Personalakte umfasst ca. 150 Seiten.

26. April 06 Bekanntgabe des Ergebnisses des Bewerber – Verfahrens zum Stellvertreter des Schulleiters.
Ich mit schlechtestem Ergebnis, Note „befriedigend“, auch für andere nicht nachvollziehbar.
Sämtliche Unterlagen zum Bewerber –Verfahren im Schulamt (sowohl Zweig- als auch Hauptstelle) sind verschwunden.
Daraufhin reiche ich Klage ein und fechte das Bewerbungsverfahren an.
Im Juli 08 wird das zuständige Verwaltungsgericht entscheiden, dass das Bewerbungsverfahren manipuliert wurde, dass der daraufhin berufene Stelleninhaber zu Unrecht ins Amt gekommen ist und dass die Beurteilungsergebnisse nicht weiter verwendet werden dürfen.

Okt. 06 Die Schulbehörde teilt mir mit, dass mir die im Jahre 2005 entstandenen Fahrtkosten zur 66 km entfernten Schule in Höhe von ca. 900 € nicht ersetzt werden.

Jan. 07 Mitteilung des Schulpersonalrates, dass es in meinem Fall zu aufwändig sei, einen Computer an meinem Schularbeitsplatz zu installieren bzw. mir einen Zugang von zu Hause ins schulische Intranet einzuräumen.
Wieso verfügen fast alle Kollegen über einen Computer?!
Mein Kollege hat einen nagelneuen Computer mit Flachbildschirm erhalten, ich bekomme noch nicht mal ein altes Gerät.

23. Feb.07 Tadel durch SL, da ich angeblich die Schulleitung nicht vom Zustandekommen eines Weiterbildungs-Kurses informiert habe.
Während des Gespräches lag die von mir verfasste, am 21.2. zugegangene und vom SL persönlich abgezeichnete Mitteilung vor dem SL auf dem Tisch!
Ich organisiere eine Informationsveranstaltung zum Kurs.
Keine Information durch SL, dass einen Tag vorher der Koordinator die Zusammenarbeit zwischen dem Schulungsträger und der Schule aufgekündigt hat.

Juli 07 CATIA V5 – Schulung.
In CATIA V5 werden Maschinentechniker der Vertiefungsrichtung Konstruktionstechnik geschult.
Ich bin die einzige Kollegin, die nicht aus dem Fachbereich Maschinentechnik kommt.
Die Schulung ist ein kostenloses Angebot, das möglichst viele Kollegen nutzen sollen. Wieso muss ich teilnehmen und nicht der Leiter des Fachbereichs Maschinentechnik, Sudelsack, der auch Konstruktion unterrichtet?
Die Schulung bedeutet mit 3x wöchentlich 40 Schulungsstunden und 10 Fahrtstunden eine erhebliche Mehrarbeit (Abendunterricht, Konferenzen und samstägliche Prüfungen müssen zusätzlich wahrgenommen werden). Zudem fallen zwei von drei Kurswochen in die Schulferien.
Die entstandenen Fahrtkosten (täglich 75 km) werden nicht erstattet.
Im Gegensatz zu den Kollegen werde ich in den folgenden Jahren nicht im CATIA - Unterricht eingesetzt., auch zwei – drei Jahre später nicht, weshalb sich die Frage nach dem Sinn einer solchen Fortbildung stellt.

13. Juli 07 Ich fühle mich durch den fachfremden CATIA- Unterricht überfordert und möchte mit dem Schulleiter über eine vorzeitige Beendigung der Schulungsmaßnahme reden.
Die Sekretärin meldet mich zu einem Gespräch an:
„Haben Sie einen Augenblick Zeit für Frau Schwarz?“
Antwort des SL Fuchs: „Ich habe grundsätzlich nie Zeit für Frau Schwarz.“
Das Gespräch kommt an diesem Termin nicht zustande.
Ich schließe die CATIA-Ausbildung erfolgreich ab.

14.Juli 07 Anlässlich der Abschlussfeier würdigt SL Fuchs sehr ausführlich die Arbeit der Kollegen, sofern diese Fortbildungskurse organisiert haben. Ich habe im vergangenen Schuljahr 5 Kurse eingeleitet und werde nicht erwähnt.
Reaktion der Schüler daraufhin: „Frau Schwarz, was sind Ihre Kurse wert, wenn der Schulleiter sie mit keinem Wort erwähnt?“

Sept. 07- Teilnahme an einer Fortbildung
Nov. 07 (einschl.) Ursprünglich hatte die SL einen Kollegen bestimmt, der aber auf Grund einer weiteren Ausbildung abgelehnt hat.
Daraufhin wurde Herr Brück bestimmt, der gleichfalls abgelehnt hat.
Dann wurde ich zur Ausbildung beordert.
Mehraufwand 380 Stunden, keine Unterrichtsbefreiung, stattdessen Nacharbeit der durch die Schulung ausgefallenen Stunden. Arbeitsbelastung 70 – 90 Std./ Woche, als Folge

13. Oktober 2007 Kreislaufzusammenbruch, anschließend Krankschreibung.
Während meiner Krankheit lässt die Schulleitung einen Kollegen als Sprecher des Teams „Außenwerbung“ vorschlagen und wählen. Dabei geht es vor allem um Rekrutierung von Schülern meines Fachbereiches! Das Kollegium hatte deshalb mich vorgeschlagen.

24. Nov. 2007 Examen in der Fortbildung
April 2008 Der Schulleiter nimmt meine Ernennungsurkunde mit zwei spitzen Fingern und fragt die Sekretärin „Was soll ich mit dem Ding?“ Anschließend gibt er mir meine Unterlagen „zur Entlastung“ zurück.
Fahrtkosten, Lehrmaterial und Software (zusammen 1.500.-€) habe ich selber getragen.

Oktober 2007 Stellenausschreibung Nachfolge stellv. SL/ Stellenausschreibung Dezember 2007 Nachfolge Koordinator:
Beide Male wird im Text der Stellenausschreibung so formuliert, dass Mitglieder meiner Lehrbereiche nicht zum Kreis der bewerbungsberechtigten Personen gehören.

November 2007 Wahl zum stellvertretenden Schulvorstand

10. April 2008 Wahl zur Personalrätin
Schulleiter Fuchsgratuliert und hofft auf „Zusammenarbeit unter den gegebenen Umständen“.

Sept.2008 SL erklärt, dass nur für ihn nur der Personalratsvorsitzende einen Ansprechpartner darstellt („auf Augenhöhe“).
Anfragen, Protokolle etc. hätten stets über den Personalratsvorsitzenden zu laufen.

30. Jan. 2009 Ablehnung der Bestellung zur Brandschutzbeauftragten
Begründung: Der Schulleiter möchte nicht mit mir zusammen arbeiten.

März 2009 Frau Gärtner bewirbt sich als Lehrerin.
Ihr potenzieller Dienstvorgesetzter Sudelsack erklärt – nicht widersprochen, auch von der stellv. Frauenbeauftragten nicht:
„Das fangen wir erst gar nicht an, dass hier noch eine Frau unterrichtet. Die will ich hier nicht haben.“

März 2009 Weder SL noch Frauenbeauftragte informieren mich über Fortbildungen für Frauen, die von der Bezirksregierung veranstaltet werden.
O-Ton stellv. Frauenbeauftragte:
“Ich dachte, die [Fortbildungen] sind nur für Frauenbeauftragte.“

April 2009 Auskunft eines Anwaltes: Zwar ist mein Dienstherr gehalten, mich beruflich zu fördern. Dennoch kann ich keine Förderungsmaßnahme einklagen, wenn ich nicht gefördert werde.

22. April 2009 Ablehnung der Bestellung zur Fortbildungsbeauftragten
ebenfalls zu diesem Zeitpunkt.
Ablehnung der Einführung des Fachbereichs, in dem ich eine Fortbildung bis Nov. 2007 absolviert habe
Stattdessen soll ein anderer Fachbereich ausgeweitet werden.
In Zukunft habe ich keinerlei Beförderungsaussicht, da mein Fachbereich der kleinste Fachbereich ist.

25. August 2009 Für ein Studienprojekt ist ein Pressetermin vorgesehen. Ich informiere den SL, Herrn Fuchs. Seine Antwort, die er mir über seine Sekretärin bestellen lässt: „Ich habe Besseres zu tun. Ihre Projekte und Ihre Termine interessieren mich grundsätzlich nicht, Frau Schwarz. “

Ich habe immer noch keinen Computer an meinem Schularbeitsplatz.
Dafür unterrichte ich mittlerweile in meinem 24. Unterrichtsfach.



Was aus der Auflistung nicht hervorgeht:
Meine Kollegen erhalten
§ Sonderfunktionen und Qualifikationen
§ daher auch Anrechnungsstunden und Verminderung der tatsächlichen Unterrichtsleistung
§ über die notwendige dienstliche Erfordernis hinausgehende Informationen
§ Unterrichtsmaterial bzw. die Möglichkeit, umsonst zu kopieren
§ Bezahlung der erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen
§ Einladungen zu Fort- und Weiterbildungen
§ Erstattung von Dienstreisekosten
§ Anerkennung.


Aufgestellt: 25.02.2007
Ergänzt: 29.06.2007
Ergänzt: 29.08.2009 S. „Schwarz“


Die Namen der beteiligten Personen und Institutionen sind frei gewählt.
yumitori
 
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Registriert: Sa, 29 Aug 2009 8:05 +0000

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