Kannibalen und Serienmörder

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Kannibalen und Serienmörder

Beitragvon wigfield » Mo, 15 Nov 2010 9:46 +0000

Serienmörder, Massenmörder, Amokläufer und Kannibalen – das ist ihr täglich Brot.

Die Kriminologin und Dipl. Pädagogin Petra Klages beschäftigt sich mit den absoluten Grenzgebieten der Kriminalgeschichte und setzt mit ihren Arbeiten, die sich primär an die Forschungen des FBI und die Arbeiten des Profilers Dr. Thomas Müller anlehnen, neue Maßstäbe.

Gewaltkriminalität

Klages beschäftigt sich mit der Entwicklung schwerster Gewaltkriminalität, mit der Entstehungsgeschichte der Delinquenz, die i. d. R. von schweren Verletzungen der menschlichen Psyche geprägt ist. Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen, deren Leben von körperlichen und seelischen Verletzungen geprägt und beeinträchtigt wurde. Unterschiedliche Formen von Gewalt hatten Einfluss auf die Entwicklung der Heranwachsenden, die abgefangen werden müssen.

Mangel an Zivilcourage

Klages kritisiert in ihren Arbeiten die Ignoranz und die mangelnde Zivilcourage, Familie und Gesellschaft tragen an der Entstehung von Kriminalität eine nicht zu unterschätzende Mitverantwortung. Ein Paradebeispiel für die Entstehung von Schwerstkriminalität findet sich in ihrem erschütternden Buch „Brieffreundschaft“ mit einem Serienmörder, in dem die Hauptperson – die als Axel F. bezeichnet wird – eine Entwicklung durchläuft, wie sie schrecklicher nicht sein kann. Ein von bad word Männern missbrauchtes Kind entwickelt sich „unbemerkt“ von einem furchtbaren Tierquäler zu einem sadistischen Serienmörder und ermordet bestialisch Frauen. Das Schreckliche findet sich im Detail: Der Serienmörder foltert und quält Tiere in seiner Jugend – im Erwachsenenalter behält er seinen Modus Operandi bei – das Tatverhalten ist fast identisch. Tiere und Frauen quält, vergewaltigt und tötet er immer wieder ähnlich.

Gleichzeitig unterstützt sie Familien, die unter schweren Belastungen leiden. Sie ist als Dozentin im Ausbildungsbereich von Erziehern und Sozialassistenten tätig, hält Vorträge in forensischen Kliniken und steht der Polizei im Fortbildungsbereich zur Verfügung. Damit noch nicht genug, sie arbeitet mit Serienmördern, Mördern und – Kannibalen.

Keine Therapie für den Kannibalen

Seit dem letzten Jahr arbeitet sie mit dem sogenannte „Kannibalen von Rotenburg“ - Armin Meiwes - zusammen, der für seine tödliche kannibalistische Handlung „lebenslänglich“ erhielt – was so manchen kritischen Beobachter erstaunte. Letztendlich war es wohl eine „Tötung auf Verlangen“ und nicht – wie die Revisionsverhandlung entschied „Mord“. Mordmerkmale wurden nicht erfüllt, jedenfalls war sowohl das Gericht während des ersten Prozesses, wie auch zahlreiche Fachleute – inkl. Petra Klages – davon überzeugt. Seit ungefähr acht Jahren befindet sich Armin Meiwes im Gefängnis und hofft auf regelmäßige therapeutische Unterstützung, die er bis heute von institutioneller Seite nicht erhielt. Petra Klages steht ihm beruflich bedingt, für Gespräche zur Aufarbeitung seiner Phantasien und der Vergangenheit nur sporadisch zur Verfügung, letztendlich – so berichtet sie – sind jedoch weitere therapeutische kontinuierliche Maßnahmen notwendig, um Armin Meiwes Entwicklung positiv zu beeinflussen.

Petra Klages und Dr. Mark Benecke

In ihrem neuen Buch widmete sich Dr. Mark Benecke dem Vorwort und geht auf einen schockierenden Fall aus seiner Praxis ein. Petra Klages beschäftigt sich mit einem schrecklichen Fall eines historischen Serienmörders und ebenfalls mit der Geschichte des Kannibalen Armin Meiwes. Sie berichtet in ihrem neuen Buch von Aspekten, die bislang literarisch nicht erwähnt wurden und ist erneut – wie im Buch „Brieffreundschaft“ mit einem Serienmörder erschreckend undogmatisch bzw. nicht normkonform mit dem, was sie uns mitteilt. Sie fokussiert Aspekte, die von anderen Autoren und auch Wissenschaftlern, dann lieber doch nicht erwähnt werden. Sie geht den Sachen auf den Grund – schonungslos und ehrlich.

Unbequem

Klages ist unbequem. Sie ist unbequem mit dem, was sie schreibt. Sie zeigt detailliert und schonungslos auf, warum sich Menschen in bestimmte Richtungen entwickeln, warum sie beginnen zu quälen, zu vergewaltigen und zu töten. Sie steigert die Dinge noch: Sie lässt die Täter zu Wort kommen. Das ist bisher noch nicht dagewesen, das ist unbequem. Aber: Sie entschuldigt die Täter nicht. Sie erklärt die furchtbaren Sachverhalte ausführlich, logisch, menschlich und endlich angemessen.

Armin Meiwes

Noch eine Besonderheit: Im neuen Buch von Petra Klages (erscheint im Frühjahr 2011), schreibt neben dem Kriminalkommissar Christian Pundt, der Madendoktor Mark Benecke, der Kriminalhistoriker Michael Horn und Armin Meiwes selbst.

Wir können gespannt sein!
wigfield
 
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Registriert: Mo, 15 Nov 2010 5:44 +0000

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