ArbG Frankfurt - 7 Ca 5101/06 -

Urteile zum Thema Mobbing.

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ArbG Frankfurt - 7 Ca 5101/06 -

Beitragvon macdet » So, 10 Jun 2007 8:33 +0000

Wohl dem, der von einem Vorgesetzten durch den Berufsalltag geleitet wird, der eine gute Kinderstube genossen hat. Denn ist dem nicht so, dann hat’s ein Mitarbeiter doppelt schwer. So mögen grobe Umgangsformen zwar moralisch verwerflich sein, aus arbeitsrechtlicher Sicht sind sie es nicht. Eine bittere Realität, die nun eine bei einer Klinik angestellte Ernährungsberaterin auch vor Gericht erfahren musste.

Weil Arbeitsanweisungen «in militärisch anmutender Weise»vom Vorgesetzten und eine systematisch betriebene Ausgrenzung die Beraterin schließlich psychisch erkranken hatte lassen und am Ende gar zur Kündigung ihres Arbeitsplatzes gezwungen hatte, hatte diese ihren Arbeitgeber beim Arbeitsgericht Frankfurt auf Schmerzensgeld und Schadensersatz verklagt. Die Klage wurde von den Richtern jedoch abgewiesen.

Wie aus dem Gerichtsurteil (Az.: 7 Ca 5101/06) hervorgeht, sind Unhöflichkeiten und grobe Umgangsformen von Vorgesetzten kein Mobbing. Aus diesem Grund rechtfertige solch Verhalten auch keinen Schmerzensgeld- oder Schadensersatzanspruch, selbst wenn ein sensibler Arbeitnehmer durch solch Benehmen erkranke und kündige. So seien nach richterlicher Meinung Ansprüche auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz wegen Mobbing nur dann möglich, wenn die Verletzung der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers konkret nachgewiesen werden könne.

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Beitragvon Tom » Mo, 11 Jun 2007 7:46 +0000

Hallo !

Deutschland bleibt Super-Mobber-Land !

Wenn es den Gesetzgeber mal interessiert hätte, wie hoch der volkswirtschaftliche Schaden durch Mobbing wäre, dann wären längst bestehende Gesetze gegen Mobbing verschärft worden.

Aber es stand die "Umgestaltung der Deutschland AG" im Fokus.
Deshalb hatten Heuschrecken, Korrupties, Korruption, Stellenkorruption, skrupellose und sadistische Mobber als Verrichtungsgehilfen und Erfüllungsgehilfen VORFAHRT, und somit hatte Mobbing VORFAHRT.

Die VORFAHRT für die Gesundheit der Betroffenen, und der Schutz der Kreditschädigung, diese VORFAHRT blieb aus.

Die Arbeitsgerichtsbarkeit wendete die bestehenden Gesetze an, und sie "verwendete" die gelten gemachten Argumente.
Mobbing war in Deutschland nicht beweisbar.
Die Betroffenen waren genötigt jeden Einzelanspruch geltend zu machen, - selbstverständlich mit eindeutigen Beweisen - .

Aber bitte kein Mobbing !

Gruss
Tom
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