BAG - AZR 234/06 -

Urteile zum Thema Mobbing.

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BAG - AZR 234/06 -

Beitragvon macdet » So, 21 Jan 2007 8:54 +0000

Friedrich Hauck ,Vorsitzender Richter Erfurt

Pressemitteilung Nr. 2/07



Kein Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls gegen einen Kollegen wegen einer Eigenkündigung


Kündigt der Arbeitnehmer wegen Beleidigungen oder Nötigungen durch einen Kollegen das Arbeitsverhältnis selbst, so wird von diesem Kollegen dem Arbeitnehmer gegenüber weder ein Recht an seinem Arbeitsplatz im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB verletzt noch hat er gegenüber dem Kollegen gemäß § 823 Abs. 2 BGB einen Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls, der infolge der Eigenkündigung eintritt.

Der Kläger und der Beklagte waren Arbeitnehmer der Firma C. Der Kläger wurde im August 2001 von einem anderen Arbeitnehmer tätlich angegriffen und verletzt. Dieser wurde dafür strafrechtlich belangt und zur Schmerzensgeldzahlung an den Kläger verurteilt. Während der sich an den Angriff anschließenden Arbeitsunfähigkeit rief der Beklagte, der im Unternehmen für Personalangelegenheiten zuständig war, den Kläger mehrfach an. Unter Verwendung von Formulierungen wie „Schauspieler“, „Simulant“, „Weib“, „Hure“, „Drecksack“ und „Arsch“, die er auf den Anrufbeantworter sprach, beschimpfte er den Kläger wegen der erfolgten Krankschreibung und nötigte ihn, die Strafanzeige gegen den Kollegen zurückzuziehen. Der Kläger kündigte deshalb schließlich sein Arbeitsverhältnis selbst auf. Mit der Klage verlangt er von dem Beklagten Ersatz seines Verdienstausfalls. Der Beklagte vertritt die Auffassung, dieser Schaden resultiere ausschließlich aus der Eigenkündigung des Klägers.

Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen, das Landesarbeitsgericht hat ihr stattgegeben. Auf die Revision des Beklagten hat der Senat das erstinstanzliche Urteil wieder hergestellt.




BAG, Urteil vom 18. Januar 2007 – 8 AZR 234/06 -
Vorinstanz: Hessisches LAG, Urteil vom 7. November 2005 - 7 Sa 520/05 –
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Hier steht ein Kommentar dazu!

Beitragvon macdet » Mo, 22 Jan 2007 11:04 +0000

http://tinyurl.com/yv3g5o die weiteren Beiträge versprechen spannend zu werden!
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Beitragvon Tom » Mi, 24 Jan 2007 4:00 +0000

Hallo !

Was man sich alles bieten lassen muss, wenn man einen Arbeitsvertrag in Deutschland unterschreibt.
So was gibt es in keinem anderen Land der Erde, - schon aus ANSTAND heraus nicht - .

Selbst wenn Körperverletzung und Beleidigung im Mobbing-Spiel ist, läuft in Deutschland arbeitsrechtlich so gut wie nichts, - noch nicht einmal im arbeitsrechtlichen ANSTANDS-Direktionsrecht - .

Wann sehen sich Arbeitgeber und Gerichte selbst genötigt, dass Direktionsrecht oder das Richterrecht anstandshalber fürsorglich auszuführen, wenn es um einen derartigen abartigen Fall geht.


Wo ist eigendlich die SCHMERZGRENZE ?


Ich meine, jetzt langs !
Es wird Zeit aufzustehen !
Dieser Fall zeigt, Arbeitnehmer sind dem Mobbing und dem Arbeitgeber hilflos ausgeliefert, - und weil das so schön sein muss, macht die Richterschaft in der Arbeitsgerichtsbarkeit auch schön mit - .
Der 1. Mai naht, und da sollten sich wirklch viele Arbeitslose aufmachen, und mal richtig auf die Pauke haun !
Streiken kostet nichts, macht aber in der riesen Masse richtig Lärm !



Gruss
Tom
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wir 2 :)

Beitragvon macdet » Do, 27 Sep 2007 9:54 +0000

sind schon gut, aber keine Armee.

Mit den Füßen und an den Urnen oder durch das web. mal schauen was noch geht!

Um das Thema wird einfsch auf Geld verdient. Warum sollte da was geändert werden!
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