AGIL Bochum – miese Arbeitsbedingungen Arbeitsamt zahlte zu

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AGIL Bochum – miese Arbeitsbedingungen Arbeitsamt zahlte zu

Beitragvon Tom » Sa, 27 Sep 2008 12:38 +0000

AGIL Bochum – miese Arbeitsbedingen - , Arbeitsamt zahlte zu

In einem Forum fand ich die Flugblattinfos vom März 2007 über die gemeinnützige Firma AGIL in Bochum. Agil ist eine Service-Firma im Reinigungssektor im Bereich Haushalt etc. . Die Firma knöpft ihren Kunden 16 Euro pro/Std + 7,50 Euro Fahrtkostenpauschale ab.

Die Arbeitsbedingungen ...
Die Finanzverwaltung habe wegen Steuerhinterziehung durch falsche Angaben zur Gemeinnützigkeit ermittelt.
Die Gemeinnützigkeit sei ein Hohn, da die Arbeitsverhältnisse schlechter seien als in jedem ordentlichen Leiharbeits- oder Gebäudereinigungsunternehmen. Es handele sich um eine Abteilung, welche die schwächsten Glieder dieser Gesellschaft ausbeute. Viele alleinstehende Frauen hätten keinen Beruf erlernt, in dem heute Arbeit zu finden ist. Sie seien in der Zwangslage, den niedrigen Lohn 7,20 Euro, der weit unter den Tarifen vergleichbarer Berufe liegt, und die harten Arbeitsbedingungen zu erdulden. Die Zeitvorgaben an die MitarbeiterInnen und Leistungsversprechen an die Kunden hätten immer wieder zu Konflikten geführt, da bei ordentlicher Haushaltshilfe-Arbeit die Zeit zu kurz wäre. Bei Mängelrügen der Kunden würden aber die MitarbeiterInnen noch mehr angetrieben, was immer wieder zu gesundheitlichen Problemen und Arbeitsunfällen führe, zudem sei bei Übernahme von Aufträgen weder auf die Arbeitssicherheit noch auf die Praktikabilität der von den Kunden zur Verfügung gestellten Arbeitsgeräte und Putzmittel durch die Managementebene geachtet worden.
Die Fluktuation sei groß, aber mit Beihilfe des Arbeitsamts würden in langwierigen und praxisfernen Kursen immer wieder neue Opfer gefunden, um eine normale Hausfrauentätigkeit, die jede der Frauen bereits von Haus aus beherrschte, neu zu "lernen". Die teuren stümperhaften Kurse wären der Managementebene zu Gute gekommen und wären von der Bundesagentur für Arbeit bezahl worden. Bezeichnend sei ausserdem, dass jeder Versuch einen Betriebsrat zu gründen, strikt unterbunden worden sei. Die MitarbeiterInnen wären schutzlos der Managementebene ausgeliefert. Für die Selbstdarstellung der Managementebene bei öffentlichen Feiern und Werbezwecke würde angeordnet, dass Fotos von allen MitarbeiterInnen gemacht werden müssten. Einwände auf das Recht des Schutzes der Persönlichkeit seien mit der Androhung von Repressalien und Hinweisen auf gute Beziehungen zu der in Bochum herrschenden Partei und deren direkten Einfluss auf Arbeitsagentur und Sozialamt im Keim erstickt worden

Gruss
Tom
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