Miese Behandlung dann Pleite: AWO-DRK-Servicedienst gGmbH

alles wo eine reine Zuordnung nicht möglich ist! :)

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Miese Behandlung dann Pleite: AWO-DRK-Servicedienst gGmbH

Beitragvon Tom » So, 30 Nov 2008 1:58 +0000

Erst mal miese Arbeitsbedinungen schaffen ... , ... die Belegschaft ausnutzen ... , ... und Selbstbereichern ...

Über den Ex-DRK-Geschäftsführer Günter Herwartz wurde bereits berichtet, Infos hier unter *545)

AachnerNachrichtenOnline.de am 27.11.2008:

Für Rechtsanwalt Ulrich Hartung ist die Abweisung der Klage seiner Mandantin durch die 8. Kammer des Arbeitsgerichts Aachen, Vorsitz Richter Georg Wiese, Ausdruck eines leblosen "Formalismus".
Mit der Zivilklage wollte die Altenpflegerin Jutta L. (42) mehr als 1000 Überstunden vergütet haben, die sie nachweislich zwischen 2005 und 2007 in der mobilen Altenpflege geleistet hatte.
Die als absolut gutmütig beschriebene Pflegekraft wollte es letztlich nicht klaglos hinnehmen, dass der inzwischen in Liquidation befindliche AWO-DRK-Servicedienst gGmbH sich auf ihre Kosten und auch auf Kosten anderer Pflegekräfte systematisch bereichert hatte.
Unter anderem aus den Einkünften jenes Dienstes, was der eigentliche Skandalhintergrund war, finanzierte der ehemalige und inzwischen wegen Untreue verurteilte Ex-DRK-Geschäftsführer Günter Herwartz seinen Lebensstil - der 400-PS-Sportwagen auf Firmenkosten wurde ihm letztlich zum Verhängnis.
Dafür nämlich mussten mussten auch jene Pflegekräfte schuften, oftmals in zwei Schichten und mit Überstunden bis zur körperlichen und seelischen Leistungsgrenze, wie der Anwalt vor dem Arbeitsgericht vortrug.
Als Beleg brachte die Klägerin Fahrtenbücher bei und verlangte von der Gegenseite, vertreten durch den Aachener Arbeitsrechtler Wolfgang Leister, die Herausgabe weiter Stundenlisten.
Die AWO-DRK-Seite lehnte dies ab, die Sachen könne und wolle man nicht beibringen.
Unterstützung für jene Rechtsauffassung bekam Leister durch den Kammervorsitzenden Wiese.
Im vorliegenden Fall gebe es eine Umkehrung der Beweislast, belehrte der Richter die Klageseite im Verfahren, die Firma müsse nichts herausgeben.
Weiterhin reiche die Beweiskraft der vorgelegten Fahrtenbücher nicht aus, meinte der Richter mit dem Argument, schließlich hätten die Überstunden auch freiwillig abgeleistet werden können, das sei nicht überprüfbar.
Die Kammer lehnte die Klage ab.
Jene Rechtshaltung stellt sich im vorliegenden Fall als weitgehend lebensfremd heraus, wie Gespräche mit Betroffenen ergaben.
Die Mutter einer inzwischen verstorbenen Pflegebedürftigen berichtete, dass sie nicht mehr mit ansehen mochte, wie die Pflegekräfte gerade im vorliegenden Dienst ausgebeutet wurden, darunter auch die Jutta L., die sie "als völlig gutmütiges Schaf" beschrieb.
Sie kündigte deshalb den ambulanten Pflegedienst, der immerhin 2300 Euro im Monat verlangte.
Jutta L. wollte weiterkämpfen und kündigt die Berufung an:
"Es ist eine Unverschämtheit. Ich habe diese Stunden gearbeitet!"


Ammerkung:
Ich meine, Bulling, Korruption, und Arbeitsschutz muss Wahlkampfthema werden.
Wählt nicht die CDU, SPD, die Bauernpartei CSU, oder die FDP, denn diese Parteien, deren Lobbyisten, deren Beziehungsgeflechte bis in Wirtschaft und Justiz, sind es im Grunde Schuld, weil sie zu wenig gegen die Missstände in Deutschland taten, so dass solche Fälle möglich werden konnten.


Gruss
Tom
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