Sendung Menschen bei Maischberger - Krieg am Arbeitsplatz: Ist jedes Mittel erlaubt? Am 14.11.2006

alles wo eine reine Zuordnung nicht möglich ist! :)

Moderatoren: Günter Spies, Moderatoren

Beitragvon Tom » Do, 16 Nov 2006 8:34 +0000

Hallo !


Ich sah die Sendung auch, und ich schnitt sie als Beweismittel mit.

In dieser Sendung kam überhaupt nicht rüber, wie die Mobber per Psychoschikane die Mobbing-Opfer fertig machen.

Kaum ein Anhaltspunkt, wie mit ständiger Nörgelei, ständiger Schreierei, mit ständingem Miesmachen der Arbeitsleistung, die Mobbing-Opfer im Umfeld der Dauerüberbelastung nieder gemacht wurden.

Im Übrigen ist diese Psychoschikane nichts Neues.
Die Nazis benutzten dieses Schema, um in den Arbeitslagern und in den KZs die Arbeitsleistung und die Produktivität zu erhöhen.
- Schliesslich war Krieg, und da musste Alles aus den Opfern herausgepresst werden - .
Und wie das zum Teil endete, dass wissen wir.

Gruss
Tom
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Kommentar zur Maischberger-Sendung

Beitragvon Dagmar » Do, 23 Nov 2006 6:58 +0000

Ich war vor allen Dingen gespannt wie eine professionelle Mobbing- und Konfliktberaterin arbeitet:einerseits war ich enttäuscht, andererseits bestätigt, dass unser "Netzwerk-Modell" in Mönchengladbach richtig ist. Am 16.11.06 hielt ich im Rahmen der Frauenaktionstage der Gleichstellungsstelle in MG einen Vortrag "Anna's Weg aus der Mobbingfalle" (Präsentation eines realen Falles) und bekam grosse Zustimmung vom Publikum. Auch wurde seitens des Publikums zum Schluss der Veranstaltung die Maischberger-Sendung angesprochen, auch hier erschien die professionelle Beraterin in äußerst negativem Licht. Gleiches feed-back erhielt ich aus unserer Selbsthilfegruppe.

Thomas Müller fand ich noch den besten Akteur in der Talkrunde, ebenso die Mutter der Polizistin und die zweite Dame, die selbst Gemobbte war. Ansonsten schaden glaube ich solche Sendungen eher dem Thema in seinem ernsthaften Anliegen als sie nützen.
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Beitragvon Brightly » Mo, 27 Nov 2006 2:30 +0000

gesendet Sa 25.11.2006 19:50

Hallo allerseits,
ich hatte mich bei der Maischberger Redaktion in der vergangenen Woche übrigens noch einmal für das "Standardantwortblablabla" bedankt. Habe tatsächlich noch einmal Antwort bekommen. Liest selber:

Sehr geehrte Redaktion,
ich und bestimmt auch viele andere Mobbingopfer würden uns sehr freuen, wenn Sie wirklich kritisch Ihre Sendung begutachten und sich noch einmal diesem wichtigen Thema wittmen würden.

Ich persönlich bin auch betroffenes Opfer, wehre mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Willkür meines Arbeitgebers - eines internationalen "Pharmariesens" - kämpfe, noch nicht arbeitslos und berufsunfähig, aber durch Mobbing und Bossing erkrankt, gegen ein System, welches nicht nur von unserem Rechtsstaat unterstützt wird, sondern auch die Menschenwürde mit Füssen tritt und es ermöglicht, trotz vieler Gesetze, die Arbeitnehmer auf bequeme Art "loszuwerden".

Bei Interesse stehen wir Ihnen, die Mobbing-Selbshilfegruppe Elmshorn, Herr Günther Kollenda und auch die Mobbing-Gegner, denen ich mich beiden Hilfe suchend angeschlossen habe zur Verfügung. Ohne die Hilfe meiner Ärzte und dieser grandiosen Selbsthilfegruppe in Elmshorn wäre ich mit Sicherheit schon berufsunfähig und arbeitslos.

Freundliche Grüße aus Quickborn.
Marion Westphal


Sehr geehrte Frau Westphal,
Sie werden durchaus ernst genommen. Da wir jedoch täglich sehr viele Zuschriften erhalten, haben wir keine Zeit auf jede Email individuell einzugehen. In der Regel werden die Zuschriften in verschiedene Kategorien eingeteilt und gesammelt, da sich viele Emails und Briefe oft im Inhalt sehr ähneln. In der Redaktionssitzung wird dann über die Kritik diskutiert, wobei den am häufigsten kritisierten Aspekte die meiste Zeit gewidmet wird.

Mit freundlichen Grüßen
i. A. Redaktion "Menschen bei Maischberger"


>>> "Marion" <marion.westphal@cbundt.de> 21.11.2006 >>>
Sehr geehrte Redaktion,

vielen Dank für Ihre Standardantwort. Man merkt gleich, dass man nicht ernst genommen wird.


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: menschenbeimaischberger [mailto:menschenbeimaischberger @ WDR.DE]
Gesendet: Montag, 20. November 2006 12:58
An: marion.westphal cbundt.de
Betreff: Antw: WG: Menschen bei Maischberger vom 14.11.2006



Sehr geehrte Frau Westphal,
im Namen auch von Sandra Maischberger bedanken wir uns für Ihre kritischen Zeilen.

Wir können Ihnen versichern, dass wir Ihren Brief aufmerksam gelesen haben und über Kritik in unseren Redaktionssitzungen lange diskutieren.
Aufgrund der zahlreichen Zuschriften, die wir erhalten, können wir Ihnen allerdings nicht individuell antworten.

Mit freundlichen Grüßen
i. A. Redaktion "Menschen bei Maischberger


Was würde wohl Dr. Thoms Müller dazu sagen?
Brightly
 
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