Und auch er musste gehen!

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Und auch er musste gehen!

Beitragvon harald » Mi, 09 Mai 2007 12:32 +0000

Schon etwas älter, dafür aber von großem Interesse, wie Mobbing und darus resultierende Kündigungen schon diese Gesellschaft in all ihren Gliedern zerfressen hat. Unter dem Titel "Krieg der Sterne" teilt die Berliner Morgenpost ihren Lesern folgenden Fall am 15 März 2007 mit, der "Vorstand der Wilhelm-Foerster-Sternwarte kündigt ihrem Wissenschaftlichen Leiter.

So schreibt Isabell Jürgens: "Der Wissenschaftliche Leiter der Wilhelm-Foerster-Sternwarte am Munsterdamm in Schöneberg, XXXXXX, ist fristlos gekündigt worden. Die Entlassung XXXXXX ist nicht der erste Versuch des Vereins-Vorstandes, den renommierten Physiker los zu werden. Bereits Anfang 2000 war dem Direktor gekündigt worden. XXXXXX zog damals vors Arbeitsgericht - und bekam Recht.

Viele der 1500 Vereinsmitglieder sind mit dem erneuten Vorstoß ihres Vorstandes nicht einverstanden - sie befürchten nun, erneut auf den Prozesskosten sitzen zu bleiben, die den Verein "Wilhelm-Förster-Sternwarte" schon einmal an den Rande des Ruins gebracht haben." Und obwohl der "Senat ... jährlich 300 000 Euro" zahlt, musste er gehen, Politik quasi als zahlendes Unschuldlamm.

Nur würde uns mal interessieren warum, doch >>(d)er Vorstand wollte gestern keine Auskunft zu den Hintergründen der Kündigung geben. Nur soviel: "Nach unserem Ermessen und nach dem unserer Anwälte ist der Vorgang gerechtfertigt", so der Vorsitzende Rolf Preuschmann. Das laufende Programm sei durch die Entlassung des Wissenschaftlichen Leiters nicht gefährdet." Natürlich, the show must go on, oder?

Und, >>(d)er Betroffene selbst kündigt an: "Ich werde mich mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen." Zu den Hintergründen dürfe er nichts sagen; er sei zur betrieblichen Verschwiegenheit verpflichtet, so der 58-jährige Wissenschaftler weiter.<<Hoffentlich>>(a)uch bei der Senatsverwaltung für Schule, die den Verein jährlich mit 300 000 Euro unterstützt und ebenfalls im Beirat vertreten ist, hält sich bedeckt: "Wir geben dem Verein zwar Zuwendungen", so die Sprecherin der Verwaltung, Bärbel Schubert.

Mit Personalfragen sei der Senat aber nicht befasst.<<Und>>weniger zurückhaltend (dazu)ist die ehemalige Bürgermeisterin von Schöneberg, Elisabeth Ziemer, selbst langjährig Mitglied im erweiterten Vorstand: "XXXXX brachte neue Ideen und neuen Schwung in den Verein, das hat den Vorstand wohl gestört", sagt sie. Dem Vorstand wirft sie "Unprofessionalität und Unflexibilität vor". Zu den unbestrittenen Verdiensten Roses, der seit 15 Jahren Direktor der Sternwarte ist, zählen die Geldbringenden Veranstaltungsreihen, wie etwa das robb-"Hörspielkino unterm Sternenhimmel".

Genau deshalb stehen viele Vereinsmitglieder auch hinter dem Wissenschaftlichen Leiter: "Der Vorstand betreibt regelrecht Mobbing", sagt ein Vereinsmitglied.

Alle zwei bis drei Monate sei XXXXXXXX mit Abmahnungen traktiert worden
. Die Schlösser zum Büro des Sternwarten-Leiters seien ausgetauscht worden: "Da spielen auch Eifersüchteleien unter Hobby-Astronomen eine Rolle", so ein weiteres Mitglied, das aus Furcht vor Repressalien ebenfalls seinen Namen nicht veröffentlichen will: "Der Vorstand herrscht seit Jahren nach Gutsherrenart." Auf der nächsten regulären Sitzung des Vereins am 30. Mai wollen die Vereinsmitglieder Aufklärung: "Bis jetzt haben wir offiziell keine Kenntnis von der Kündigung."<< Und dann muss der doch einfach gehen, stört sicherlich sonst den Betriebsfrieden am Sternenhimmel über der Hauptstadt, auch so ein Schlagwort aus der Arbeitswelt, nur was herrscht dort bitte, wenn Mobbing am Ende siegt: Frieden oder Krieg etwa?

Aber wir haben doch in Deutschland kein Mobbing, oder doch?
harald
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