Wenn ein Opfer "LEBENSLÄNGLICH" bekommt, und nur der Tod Milde verspricht?

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Wenn ein Opfer "LEBENSLÄNGLICH" bekommt, und nur der Tod Milde verspricht?

Beitragvon harald » So, 06 Mai 2007 6:36 +0000

Ohne viel Worte die ewige Diskussion in Brandenburg zum Thema: Recht, Rechts, Staat, Würde des Opfers und was machen wir eigentlich im jahre 2007?

"Information zu Patientenverfügung, Patientenrecht und Sterbehilfe
2007-05-03
Zwei schwerstbehinderte Kämpfe, die unsere Unterstützung verdient haben
1.) Was ist aus Noel Martin geworden?
Im Frühjahr vorigen Jahres berichteten wir über das erschütternde Schicksal des Briten Noel Martin, der nach einer Attacke von ausländerfeindlichen Jugendlichen vor 10 Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist. Die Täter sind längst wieder auf freiem Fuss, das Opfer hat nach eigenen Angaben „lebenslänglich“ bekommen.

Beeindruckend: Das öffentliche Engagement gegen bad word, die Initiativen zum Austausch zwischen britischen und brandenburgischen Schülern, welches Noel Martin auf den Weg brachte. Doch jetzt kann er nicht mehr. Sein Zustand hat sich nicht gebessert. Er ist vom Hals an abwärts gelähmt. Braucht Pflege rund um die Uhr. Wir hatten zu Spenden für ihn aufgerufen. Er sagt seit langem und mit unverminderter Festigkeit: Das sei kein Leben mehr. Erst recht nicht nach dem Krebstod seiner geliebten Frau im April 2000. "Es ist lediglich ein Existieren. Und jeder Tag ist ein Tag voller Leiden."

Martin hatte seinen bereits 2006 geplanten Freitod mit Hilfe der Schweizer Organisation Dignitas um ein Jahr verschoben, nun auf seinen diesjährigen eburtstag. Er wollte vorher noch über das, was ihm in Deutschland widerfahren ist, ein Buch schreiben. Das liegt jetzt vor: "Nenn es: mein Leben".

Brandenburgs Ministerpräsident stellt Autobiografie von Noel Martin vor

Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli ist über die Medienankündigung, wann Noel Martins Freitodbegleitung in Zürich stattfinden soll, nicht eben froh. „Termin und Vertrauensarzt“ stehen noch gar nicht fest, sagte er der Presse. Und Michael Baumberger, Klinik-Chefarzt an einem Paraplegiker-Zentrum, widerspricht dem Eindruck, dass Schwerstbehinderte etwas besonders suizidgefährdet seien. Baumberger plädiert für eine gesamtheitliche Sicht, die fragt, wie viel Aktivität und Teilhabe sich ein Mensch erhalten kann. Baumberger findet, es gehöre zur gesellschaftlichen und medizinischen Verantwortung, mit Betroffenen alle Faktoren ihres Umfelds abzuchecken. Die Hilfe, die Freitodorganisationen anbieten, hält er für leichtfertig und vorschnell. Der freiwillige Tod dürfe nur die allerletzte Option sein, müsse strengen ethischen, juristischen und ärztlichen Regeln genügen. Insbesondere der Zürcher Sterbehilfe-Organisation Dignitas wird „Sterben im Eilverfahren“ und „Sterbetourismus“ vorgeworfen. Minelli verwahrt sich dagegen: «Allein das Wissen, dass es einen Ausweg gibt, verschafft ein Freiheitsgefühl, mit dem man gern weiterlebt.»

Quelle: Darf man seinen Tod ankündigen? "

Und nun?
harald
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