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Schlösser- u. Beschlägeherst. Huwil: miese Arbeitsbedingung

BeitragVerfasst: Sa, 27 Sep 2008 1:35 +0000
von Tom
Rhein-Sieg-Anzeiger online am 25.09.2008:

Die Arbeitsbedingunen bem Schlösser- und Beschlägehersteller Huwil in Ruppichteroth ...
Nach erbitterten Auseinandersetzungen um Massenentlassungen bei dem Traditionsunternehmen wurde die Vorsitzende des Betriebsrats, Gabi Knieper, mit Polizeigewalt ihres Arbeitsplatzes verwiesen. Zusätzlich erteilte Geschäftsführer Mathias Welteroth der Ruppichterotherin Hausverbot, - wegen Übler Nachrede - . Der Betriebsleiter soll sich durch den Brief derart diffamiert gefühlt, dass er sich bei der Geschäftsführung über Knieper beschwerte. In einem offenen Brief an die Belegschaft soll die Chefetage das harte Vorgehen gegen die Betriebsrätin gerechtfertigt haben.
Grund für den harschen Schritt der Geschäftsführung soll ein Schreiben gewesen sein, in dem Knieper den Betriebsleiter aufgefordert hatte, weitere Belastungen für die Belegschaft zu vermeiden. Vor allem der Fall eines Kollegen hatte für Aufsehen gesorgt, der nach Dienstschluss einen schweren Schlaganfall erlitten hatte und seitdem im Koma liegt. In dem Brief vermutet Knieper, Erkrankungen wie diese seien stressbedingt. Sie machte in ihrem Schreiben die verschärften Arbeitsbedingungen seit der Entlassungswelle dafür verantwortlich. In der Tat, berichtete Gabi Knieper, dass 45-Stunden-Wochen für die Huwiler mittlerweile an der Tagesordnung seien und die Beschäftigten an Einsatzorten „hin- und hergeschoben“ würden. „Man setzt sich über die normalsten Dinge hinweg“, kritisiert die 53-Jährige. Knieper, die seit 1975 der Arbeitnehmervertretung bei Huwil angehört. Sie hat am 24.08.2008 eine einstweilige Verfügung beantragt, dass sie sich bis dahin wieder frei im Unternehmen bewegen darf. „Ein freigestelltes Betriebsratsmitglied kann nicht einfach suspendiert werden.“


Gruss
Tom